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AfA

Produzierendes Gewerbe stärker als Tourismusbranche

Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen beschäftigt sich mit der Wirtschaftsstruktur im Kreis


Die Kreiskonferenz der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD) Dith-
marschen wählte mit nahezu einstimmigen Wahlergebnissen den Vorstand für die nächsten
2 Jahre. Karsten Wessels wurde erneut zum Vorsitzen gewählt. Er ehrte Michael Rode aus
Nordermeldorf für 40 Jahre aktive Mitarbeit in der AfA mit einer Urkunde und der Willy-
Brandt-Medaille. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Stefan Rehder, 1. Stellvertreter, Michael
Rode, 2. Stellvertreter. Beisitzer sind: Heinz Bittrich, Andre Mewes, Fait Strakerjahn, Serjo-
scha Skirrat, und Bernd Wutkowski.
Erste Aufgabe für das neue Jahr: Für Januar 2010 bereitet die AfA mit der Kreis-SPD eine
Mitgliederkonferenz für die Parteibasisarbeit vor.
Neben dem Geschäftsbericht und den Wahlen bestimmte das Hauptreferat von Andre Me-
wes, egeb, mit Daten zur Industrie und den anderen Hauptwirtschaftszweigen in Dithmar-
schen die abendliche Diskussion. Von besonderem Interesse war, wegen der erhöhten öf-
fentlichen Aufmerksamkeit zur Tourismusentwicklung die Frage: Leben wir wirklich zum gro-
ßen Teil vom Tourismus? Andre Mewes widerlegte diese oftmals anzutreffende Einschät-
zung in der Bevölkerung und in der Politik mit beeindruckenden Fakten und Zahlen. 
 
Die Wirtschaft in Dithmarschen ist maßgeblich durch die Leistungsfähigkeit des Produzie-
renden Gewerbes und der Industrie geprägt. Direkt und indirekt hängt jeder dritte sozialver-
sicherungspflichtige Arbeitsplatz in Dithmarschen von der Industrie und den Betrieben des
Verarbeitenden Gewerbes sowie dem direkt zurechenbaren Dienstleistungsgewerbe ab.
Aus diesem Sektor erwächst mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes im Kreis.
Die hohen Löhne in der Industrie und im Umfeld der Industrie sorgen für eine überdurch-
schnittliche Kaufkraft, welche die niedrigere Kaufkraft in anderen Sektoren der Wirtschaft
zum Teil ausgleichen kann. Hier werden Jahresdurchschnittseinkommen zwischen 42.000
Euro im Industrie- und Gewerbe- sowie 55.000 Euro im Energiesektor erzielt.
Daraus erwächst auch der Löwenanteil der Steuerkraft für Bund Länder und Gemeinden
sowie die Betragsaufkommen für die soziale Sicherung bei Rente, Krankheit, Pflege, und
Arbeitslosigkeit.
Der Landwirtschaftliche Sektor in Dithmarschen ist im Landes- bzw. Bundesvergleich von
deutlich überdurchschnittlicher Bedeutung. Gleiches gilt für das Gastgewerbe, wenn auch -
gemessen am Landesdurchschnitt – auf niedrigerem Niveau. Gastgewerbe und Landwirt-
schaftlicher Sektor stellen zusammen knapp 7 % der sozialversicherungspflichtigen Arbeits-
plätze zur Verfügung. Im unmittelbaren Gastgewerbe sind 1.400 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte tätig. Die Jahresdurchschnittseinkommen erreichen hier mit etwa 21.000 Euro
knapp die Hälfte des verarbeitenden Gewerbes. Dazuzurechnen ist noch eine weitaus grö-
ßere Zahl von Erwerbstätigen Selbstständigen, mithelfenden Familienangehörigen und ge-
ringfügig Beschäftigten. Deren Einkommen liegen bekanntlich weit auseinander und sind
statistisch nicht belegbar.
Selbstverständlich sind dem Tourismus noch die mittelbar profitierenden Bereiche von Han-
del, Verkehr und Dienstleistungen zuzurechnen. Dennoch erbringt dieser gesamte Wirt-
schaftssektor nur etwa 7 bis 10 % der Bruttowertschöpfung im Kreis Dithmarschen. Die für
Steuerkraft und Sozialversicherung relevante Lohnsumme dürfte einen noch geringeren An-
teil haben.
Ein wesentliches Merkmal der Wirtschaftstruktur Dithmarschens im Vergleich zu anderen
ländlichen Räumen ist die Kombination des starken Primärsektors (Land- und Forstwirt-
schaft, Fischerei) mit dem überdurchschnittlich starken Sekundärsektor (Produzierendes
Gewerbe). Insbesondere die Industrie trägt dazu bei, die relativen Schwächen im Dienstleis-
tungssektor zu kompensieren. 
 


Termine für 2010

17.06. - 22.07. - 19.08. - 23.09. - 21.10. - 18.11. - 16.12. > jeweils um 19 Uhr in der Gaststätte "Erheiterung" in Meldorf.


 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier könnt ihr auf der Landesseite mehr über die AfA erfahren.