AsF Kiel: Archiv 2012

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Archiv 2012

27. 11. 2012

Herzlichen Glückwunsch!

Susanne Gaschke (SPD), seit Dezember 2012 Kiels Oberbürgermeisterin.

Susanne Gaschke ist Kiels neue Oberbürgermeisterin!

 

Am 26. November 2012 wurde sie in einer
Sondersitzung der Ratsversammlung vereidigt
und in ihr Amt eingeführt.

Susanne Gaschkes Rede
vor der Ratsversammlung

Mehr unter
http://www.susanne-gaschke.de

Herzlichen Glückwunsch!

Herzlichen Glückwunsch!

Susanne Gaschke ist Kiels neue Oberbürgermeisterin!

Am 26. November wurde sie in ihr Amt eingeführt und um 17 Uhr in einer Sondersitzung der Kieler Ratsversammlung vereidigt.

Susanne Gaschkes Rede
vor der Ratsversammlung

 

Mehr unter
http://www.susanne-gaschke.de.

 

Susanne Gaschkes Nominierungsrede
auf YouTube.

Herzlichen Glückwunsch!

Susanne Gaschke ist Kiels neue Oberbürgermeisterin!

Am 26. November wurde sie in ihr Amt eingeführt und um 17 Uhr in einer Sondersitzung der Kieler Ratsversammlung vereidigt.

Susanne Gaschkes Rede
vor der Ratsversammlung

 

Mehr unter
http://www.susanne-gaschke.de.

 

Susanne Gaschkes Nominierungsrede
auf YouTube.


20. 9. 2012

"Wir unterstützen Susanne Gaschke!"

Nach den beiden Informationsveranstaltungen der Kieler SPD zu den Kandidaturen zur OB-Wahl erklären die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen AsF, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen AfA, der Älteren in der SPD AG60plus und der Kreisgeschäftsführer der Jungsozialisten Juso in der Kieler SPD:

"Alle vier Bewerberinnen und Bewerber haben sich gut und fair präsentiert, ihre Ziele und politischen Standpunkte deutlich gemacht und die aus den Runden gestellten Fragen ausführlich beantwortet. Sie verdienen unseren Respekt! Uns als Vorsitzende der genannten Arbeitsgemeinschaften ist aber deutlich geworden, dass nur eine Bewerberin das Zeug hat, für unsere Anliegen als Kandidatin der Kieler SPD um das Amt der Oberbürgermeisterin zu kämpfen. Aus diesem Grunde unterstützen wir Susanne Gaschke!

Sie kennt das soziale Zusammenleben in unserer Stadt ebenso wie die Politik in Stadt, Land und Bund aus eigener Anschauung und als Top-Journalistin am Besten. Als einzige Bewerberin hat sie konkrete Probleme in allen Teilen der Stadt benannt und politische Lösungen angeboten. Wir kennen sie zudem als langjähriges Mitglied der Kieler SPD und als Gewerkschaftsmitglied, als Mensch und in ihren politischen Positionen.

Vertrauen in das künftige politische Handeln, Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit sind die Fundamente auf dem die OB-Kandidatin der Kieler SPD stehen muss. Deshalb bitten wir die  Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaften am kommenden Sonnabend zur Mitgliederversammlung zu kommen und empfehlen ihnen ihre Stimme Susanne Gaschke zu geben!"

Ingrid Lietzow Vorsitzende AsF Kiel

Jürgen Müller Vorsitzender AfA Kiel

Dieter Heß Vorsitzender AG 60plus Kiel

Timm Wüstenberg Kreisgeschäftsführer Juso Kiel


12. 8. 2012

Susanne Gaschke wurde am 11. August 2012 von der Mitgliederversammlung der SPD Kiel zur Kandidatin für das Amt der Kieler Oberbürgermeisterin gewählt.

Mehr über ihren Wahlkampf unter
http://www.susanne-gaschke.de.

Susanne Gaschkes Nominierungsrede auf YouTube


"Betreuungsgeld", auch "Fernhalteprämie" genannt


Weiter umstritten ist das sogenannte "Betreuungsgeld" für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken, sondern zu Hause betreuen. Massiv verfochten wird diese absurde Idee lediglich von der CSU.

Die AsF lehnt eine solche direkte Zuwendung an Familien ab. Sie bedeutet in der Regel erhebliche Nachteile für Frauen (die damit ihre berufliche Situation schädigen und das Risiko der Altersarmut durch eine geringe Rente steigern) wie für Kinder (denen die bei der heutigen Familienstruktur wichtige Erfahrung der Sozialisation in der Kita genommen wird). Und sie bindet Gelder, die besser dafür verwendet wären, das Angebot an bedarfsgerechten Kita-Plätzen zu vergrößern.

Hier eine Reaktion von 12 Frauen- und Sozialverbänden:

Schlaf` Kindchen schlaf`:  
Ein Abgesang auf das Betreuungsgeld in fünf Strophen

Und eine Reaktion der Gewerkschaft verdi:

Betreuungsgeld - nein danke!

"Betreuungsgeld", auch "Fernhalteprämie" genannt


Weiter umstritten ist das sogenannte "Betreuungsgeld" für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken, sondern zu Hause betreuen. Massiv verfochten wird diese absurde Idee lediglich von der CSU.

Die AsF lehnt eine solche direkte Zuwendung an Familien ab. Sie bedeutet in der Regel erhebliche Nachteile für Frauen (die damit ihre berufliche Situation schädigen und das Risiko der Altersarmut durch eine geringe Rente steigern) wie für Kinder (denen die bei der heutigen Familienstruktur wichtige Erfahrung der Sozialisation in der Kita genommen wird). Und sie bindet Gelder, die besser dafür verwendet wären, das Angebot an bedarfsgerechten Kita-Plätzen zu vergrößern.

Hier eine Reaktion von 12 Frauen- und Sozialverbänden:

Schlaf` Kindchen schlaf`:  
Ein Abgesang auf das Betreuungsgeld in fünf Strophen

Und eine Reaktion der Gewerkschaft verdi:

Betreuungsgeld - nein danke!

"Betreuungsgeld", auch "Fernhalteprämie" genannt


Weiter umstritten ist das sogenannte "Betreuungsgeld" für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken, sondern zu Hause betreuen. Massiv verfochten wird diese absurde Idee lediglich von der CSU.

Die AsF lehnt eine solche direkte Zuwendung an Familien ab. Sie bedeutet in der Regel erhebliche Nachteile für Frauen (die damit ihre berufliche Situation schädigen und das Risiko der Altersarmut durch eine geringe Rente steigern) wie für Kinder (denen die bei der heutigen Familienstruktur wichtige Erfahrung der Sozialisation in der Kita genommen wird). Und sie bindet Gelder, die besser dafür verwendet wären, das Angebot an bedarfsgerechten Kita-Plätzen zu vergrößern.

Hier eine Reaktion von 12 Frauen- und Sozialverbänden:

Schlaf` Kindchen schlaf`:  
Ein Abgesang auf das Betreuungsgeld in fünf Strophen

Und eine Reaktion der Gewerkschaft verdi:

Betreuungsgeld - nein danke!


17. 7. 2012

Was sagt die Koalition aus SPD, Grünen und SSW in ihren Vereinbarungen vom Mai 2012 zu Frauen in Schleswig-Holstein?

Frauen kommen in den Koalitionsvereinbarungen nicht als eigener Abschnitt vor, sondern in vielen Bereichen. So heißt es

in der Einleitung:
"Wir begreifen Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsaufgabe für alle Politikbereiche. Unser Ziel ist ein selbstbestimmtes und partnerschaftliches Miteinander von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in allen Lebensbereichen und -phasen."


zum Haushalt 2013:
"Wiederaufstockung der Mittel für Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen"

zu den Hochschulen:
"Damit der Frauenanteil beim Hochschulpersonal konsequent erhöht wird, streben wir unter anderem entsprechende Vorgaben in den Zielvereinbarungen an und koppeln diese an die Mittelvergabe. Als Zielvorgabe dient der Frauenanteil der jeweils darunter liegenden Qualifikationsstufe. Eine entsprechende Regelung wird für die Gremien gefunden. Der Frauenanteil unter den an den Hochschulen lehrenden W3-Professorinnen und W3-Professoren muss mit dem Ziel eines 50-prozentigen Anteils weiter gesteigert werden. Im Rahmen einer Novellierung des HSG streben wir eine Stärkung der Gleichberechtigung an."

zur Aktiven Arbeitsmarktpolitik:
"Wir werden Rahmenbedingungen schaffen, um die Frauenerwerbsquote zu erhöhen und die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zu verbessern."

zur Wirtschaft:
"Schwerpunkt unserer Wirtschaftspolitik im Land ist der Erhalt der vorhandenen und die Schaffung neuer, guter Arbeitsplätze und gleiche Chancen für Männer und Frauen. Dies wollen wir insbesondere erreichen durch die Förderung der Wachstumsfelder der Zukunft."

zu Fachkräften:
"Dazu werden wir unter Beteiligung aller Akteure eine Fachkräfteinitiative ergreifen. Konkret setzen wir uns ein für:

  • das Ziel, Kinderphasen bzw. Pflegephasen und Beruf für Frauen und Männer besser kombinierbar zu machen und so die Erwerbsquote zu steigern,

  • den Erhalt des erfolgreichen Netzes „Frau und Beruf“."

zur Familie:
"Wir richten unsere Politik daran aus, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf höchste Priorität hat. Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende. Die bestehenden Initiativen werden wir weiter fortschreiben und im Rahmen eines Sozialdialoges mit Tarifpartnern und Sozialverbänden intensivieren. Dabei orientieren wir uns an dem Ziel einer familienfreundlichen Arbeitsorganisation in den Betrieben."

zur Gleichstellung:
"Wir werden wieder eine Frauen- und Gleichstellungspolitik in Schleswig-Holstein führen, die vorbildhaft für andere Bundesländer ist. Geschlechtergerechtigkeit ist eine Querschnittsaufgabe. Wir werden uns in allen Politikbereichen für Frauen und Mädchen einsetzen und dafür sorgen, dass geschlechtsspezifische Benachteiligungen abgebaut werden. Auf Bundesebene setzen wir uns für die Abschaffung aller arbeitsmarktpolitischen, sozialpolitischen und steuerlichen Fehlanreize ein, die der Verwirklichung von Gleichstellung entgegenstehen.

Wir stehen für ein tolerantes Schleswig-Holstein. Durch die Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgendern werden wir Schleswig-Holstein ein tolerantes Gesicht geben und Diskriminierung konsequent entgegentreten. Der Abbau von Diskriminierung und Homophobie ist für uns eine Querschnittsaufgabe.

In Schleswig-Holstein werden wir eine „Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung“ einrichten, die die Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte aufklärt und sie dabei unterstützt, sich gegen Diskriminierungen zu wehren. Wir werden in der Landesverwaltung die konsequente Umsetzung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes gewährleisten und die Ergebnisse der Diversity-Forschung der Hochschulen einbeziehen und das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in Kooperation mit den Tarifpartnern vorantreiben. Wir werden Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen unterstützen und die erfolgreiche Arbeit der Beratungsstellen „Frau & Beruf“ sichern.

Wir werden die Quote der weiblichen Führungskräfte im öffentlichen Dienst erhöhen und in landeseigenen Unternehmen die Aufsichts- und Verwaltungsräte schrittweise paritätisch besetzen. Durch eine Änderung der Kommunalverfassung stellen wir die paritätische Besetzung in den Gremien kommunaler Gesellschaften sicher. Im Bundesrat werden wir uns für ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und für eine schrittweise Einführung einer Frauenquote von 50 Prozent für Aufsichtsräte und Vorstände von börsennotierten Unternehmen einsetzen.

Wir werden Gender Mainstreaming und Gender Budgeting in der Landespolitik durchsetzen und weiterentwickeln. Dies bedeutet auch eine geschlechtersensible Haushaltsführung in Land, Kreisen und Kommunen, damit öffentliche Gelder zielgenauer, gerechter und sparsamer eingesetzt werden.

Ein landesweites Netz von professionellen, weisungsunabhängigen Gleichstellungsbeauftragten in Kommunen, Hochschulen und öffentlichen Unternehmen ist unverzichtbar. Wir werden die Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten absichern. Dazu werden wir die Grenze für die Verpflichtung zur Bestellung hauptamtlicher Gleichstellungsbeauftragter wieder auf 10.000 Einwohner je Verwaltungseinheit absenken."

zu Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgendern:
"Wir werden rechtliche und gesellschaftliche Initiativen ergreifen und unterstützen, um die rechtliche und faktische Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Transgendern zu beenden. Wir setzen uns für die Öffnung der Ehe und für die Gleichstellung in allen Rechtsbereichen, z. B. beim Adoptions- und im Steuerrecht, ein.

Auf Landesebene wollen wir geeignete Institutionen, Organisationen, Einrichtungen und Veranstaltungen anregen und unterstützen, um den Abbau von Diskriminierung in Schleswig-Holstein voranzutreiben. Wir werden die landesweite Vernetzungsarbeit finanziell unterstützen und eine zuverlässige Ansprechperson im Sozialministerium verankern. Wir wollen mit Kooperationspartnern einen Aktionsplan gegen Homophobie erarbeiten und flächendeckend umsetzen. Ein Baustein soll dabei sein, dass in Schulen unterschiedliche sexuelle Identitäten als selbstverständliche, normale Lebensweisen vermittelt und wertneutral behandelt werden."

zu Frauenberatungsstellen, Frauenhäusern & Mädchenarbeit:
"Gemeinsam mit den Kommunen und dem Landesjugendring werden wir ein tragfähiges Konzept für das Weiterbestehen der Mädchentreffs in Schleswig-Holstein erarbeiten. Zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt werden wir die Beratungsstellen für Frauen und Mädchen sowie die Frauenhäuser sichern und ihre Arbeit konsequent unterstützen. Unser Ziel ist ein bedarfsgerechtes Angebot zu entwickeln, damit keine hilfesuchende Frau abgewiesen werden muss. Wir wollen mit den norddeutschen Bundesländern eine faire Ausgleichsregelung für die Unterkunft in Frauenhäusern vereinbaren."

zum Recht:
"Wir werden die Umsetzungsmöglichkeiten bereits vorliegender Modelle einer autonomen Justiz mit allen Beteiligten prüfen. Wir wollen ein modernes Konzept für die Personalentwicklung in der Justiz aufstellen. Dabei ist die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ein wichtiger Bestandteil."


Kritisch lässt sich sehen, dass mit der Verankerung im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung die Gleichstellung wieder im Sozialen angekommen ist, was unserer Auffassung nach eine Einengung darstellt. Andererseits hat das Ministerium mit Annette Langner eine frauenbewusste Staatssekretärin erhalten, die sich dafür einsetzen wird, dass Frauenpolitik wieder einen eigenen Stellenwert erhält. Wir sind längst nicht so weit, dass man das Geschlecht als (mit)bestimmenden Faktor für die Stellung und die Möglichkeiten eines Menschen in allen Bereichen der Gesellschaft vernachlässigen könnte!


23. 5. 2012

"Essgestört, übersehen und alleingelassen?
Essstörungen - die unterversorgte Krankheit"

Zu dieser Veranstaltung luden die Kieler SPD-Ratsfraktion und die frauenpolitische Sprecherin, AsF-Kreisvorsitzende Ingrid Lietzow, am 23. Mai ein. Mehr Informationen dazu sowie einige Anlaufadressen in der gemeinsamen Presseinformation der VeranstalterInnen.


3. 5. 2012

Wir unterstützen den Wahlkampf der Kieler Landtagskandidaten!

Auch am 3. Mai ab 17 Uhr im CITTI-Park!


Postkartenaktion zur Landtagswahl

Mit einer Postkartenaktion will die AsF Kiel die Frauen ermutigen, sich auf ihre Stärke zu besinnen und wählen zu gehen. Die Postkarten sind grundsätzlich an den SPD-Infoständen erhältlich.
 


Fest der AsF Kiel zum Internationalen Frauentag 2012

“Erfolge der Frauenbewegung” lautete das Motto, das die AsF über ihre Veranstaltung zum Internationalen Frauentag gesetzt hatte. Sie geriet selbst zum Erfolg. In mehr als drei Stunden Programm wurden einem zahlreichen, interessierten (und nicht durchweg weiblichen) Publikum viele Facetten dessen präsentiert, was “Frauenbewegung” sein kann.

Fest der AsF Kiel zum Internationalen Frauentag 2012

“Erfolge der Frauenbewegung” lautete das Motto, das die AsF über ihre Veranstaltung zum Internationalen Frauentag gesetzt hatte. Sie geriet selbst zum Erfolg. In mehr als drei Stunden Programm wurden einem zahlreichen, interessierten (und nicht durchweg weiblichen) Publikum viele Facetten dessen präsentiert, was “Frauenbewegung” sein kann.

Fest der AsF Kiel zum Internationalen Frauentag 2012

“Erfolge der Frauenbewegung” lautete das Motto, das die AsF über ihre Veranstaltung zum Internationalen Frauentag gesetzt hatte. Sie geriet selbst zum Erfolg. In mehr als drei Stunden Programm wurden einem zahlreichen, interessierten (und nicht durchweg weiblichen) Publikum viele Facetten dessen präsentiert, was “Frauenbewegung” sein kann.

10. 3. 2012

Fest der AsF Kiel zum Internationalen Frauentag 2012

“Erfolge der Frauenbewegung” lautete das Motto, das die AsF über ihre Veranstaltung zum Internationalen Frauentag gesetzt hatte. Sie geriet selbst zum Erfolg. In mehr als drei Stunden Programm wurden einem zahlreichen, interessierten (und nicht durchweg weiblichen) Publikum viele Facetten dessen präsentiert, was “Frauenbewegung” sein kann.

[Mehr zur Veranstaltung im KulturForum ...]

Die ′Choryfeen′ setzten Akzente   Links: Die ′Choryfeen′ setzten Akzente. (Fotos: JW)

               

  Rechts: Moderatorin Antje Möller-Neustock und Gast Susanne Gaschke

     Moderatorin Möller-Neustock mit Susanne Gaschke

 

 

 

 

 

 


13. 01. 2012

Moderne Frauenpolitik

Titel Moderne Frauenpolitik

Eine Open-Space-Veranstaltung der AsF Kiel

"Wenn die Gesellschaft sich ändert, muss Politik auf der Höhe der Zeit sein." Gemäß diesem Satz von Willy Brandt wollte die AsF Kiel wissen: Wie muss moderne Frauenpolitik aussehen aus der Sicht derer, für die sie gemacht wird? 

Foto: JW - Die Tischmoderatorinnen. V. l.:  Canan Canli, Irmtraut Martens,Kerstin Frowein, Monica Bonetti, Tina Schwichtenberg, Ute Erdsiek-Rave, Susanne Schöttke, Özlem Ünsal, Maren Cnotka, Prof. Dr. Roswitha Pioch

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Klima für Frauenpolitik frostig geworden. Andere Politikfelder werden angesichts der außen- und innenpolitischen Lage als dringender empfunden. Zudem sehen gerade jüngere Frauen oft keine Notwendigkeit mehr, frauenpolitisch aktiv zu werden. Mit einer Bundeskanzlerin an der Spitze und guten Aussichten im Beruf scheint alles erreicht. Wozu dann noch Frauenpolitik?   

Für ihre Open-Space-Veranstaltung hatte die AsF Kiel im Januar zehn Frauen von sehr unterschiedlichem Hintergrund eingeladen, an Thementischen mit dem Publikum frauenpolitische Erfahrungen und Vorstellungen zu diskutieren. Monica Bonetti (Frauenberatung/Eß-o-Eß), Canan Canli (WestLB Hamburg), Pastorin Maren Cnotka, Landesministerin a. D. Ute Erdsiek-Rave, Irmtraut Martens und Kerstin Frowein (Handwerkskammer Lübeck), Prof. Dr. Roswitha Pioch (Fachhochschule Kiel), verdi-Kreisgeschäftsführerin Susanne Schöttke, die Kieler Künstlerin Tina Schwichtenberg und Özlem Ünsal vom Forum für MigrantInnen fanden lebhaftes Interesse. Der offensichtlich hohe Gesprächsbedarf ließ den Ausklang des Abends weit über die geplante Zeit hinaus dauern.

AsF-Vorsitzende Ingrid Lietzow konnte etwa 70 Besucherinnen und auch einige Besucher begrüßen. Danach gab  Kiels SPD-Kreisvorsitzender Rolf Fischer in einem Impulsreferat seine Einschätzung der Schwerpunkte, die moderne Frauenpolitik setzen muss. Er betonte besonders die Notwendigkeit, junge Frauen für die politische Arbeit vor Ort zu interessieren. Sie seien keineswegs politisch gleichgültig, hätten aber wenig Lust auf Dogmen und erstarrte politische Rituale. Statt in der Frauenbewegung engagierten sie sich in sozialen Netzwerken und nutzten die neuen Medien. Fischer sah Missverständnisse zwischen ihnen und der älteren Generation:
"So manche erfahrene Frauenpolitikerin glaubt, dass die Jüngeren ihren Kampf nicht würdigen oder sich gar davon distanzieren wollen. Richtig ist: Nichts wäre für die Frauen heute so, wenn diese Kämpfe nicht stattgefunden hätten.
Richtig ist aber auch: Den jüngeren Frauen geht es offenbar um eine andere Auffassung von Politik, eine neue Herangehensweise, die ich vielleicht sogar falsch finde, die ich aber erstmal zu akzeptieren habe."
Zweitens müsse sich Politik stärker um das wichtige Feld Migrantinnen und Frauenpolitik kümmern; dort fehle eine klare Linie. Der erfolgreiche, oft mit persönlichen Risiken verbundene Einsatz muslimischer Frauen für ihre Rechte werde noch nicht genügend gewürdigt und unterstützt.
Fischers Fazit, an die Adresse von Frauen wie von Männern: "Solange wir uns nicht endlich bewegen, neue Ideen haben, neue Wege gehen, so lange wird es eine geschlechtergerechte Gesellschaft nicht geben."

Die Thesen der Tischmoderatorinnen zu ihren Themen bestätigten diese Einschätzung immer wieder. Alle vertraten ihren Bereich engagiert und selbstbewusst, aber alle machten auch deutlich, dass gleiche Chancen, Gleichstellung oder Geschlechtergerechtigkeit – wie immer man es bezeichnet – für viele Frauen auch heute noch keine Realität ist. Pastorin Cnotka brachte es nach der Diskussion auf den Punkt: Ihr sei wieder bewusst geworden," dass ja gerade in der Kirche wahnsinnig viele Frauen tätig sind – man trifft eigentlich fast nur Frauen und wenige Männer – und trotzdem sind es in den Leitungsgremien dann wieder Männer. Wo kommen die plötzlich her?"

Neben bekannten, aber weiterhin aktuellen Forderungen wie mehr Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft, eine Frauenquote dort und in der Politik, mehr Netzwerke, mehr Solidarität von Frauen untereinander, weniger anerzogenes Konkurrenzdenken, verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere Infrastruktur zur Kinderbetreuung als Basis für die volle Berufstätigkeit von Frauen oder mehr männliche Erzieher in den Kindertagesstätten kamen einige sehr konkrete Vorschläge:

  • Es reicht nicht aus, wenn Männer im Kindergarten dann doch lediglich für die Holzschnitzarbeiten eingesetzt werden und in der Grundschule für Mathe und Sport. Hier muss umfassender gedacht und geplant werden.
  • Mädchen in Männerberufen eine Mentorin zur Seite stellen, die die Ausbildung selbst durchlaufen hat, um zu stützen und in schwierigen Phasen etwa der Zusammenarbeit mit männlichen Kollegen und Ausbildern zu helfen.
  • In der Schule nach Jungen und Mädchen getrennten Unterricht wieder einführen, damit beide auf ihre Art und Weise an Themen herangehen können. In Australien sei die Erfahrung, dass Jungen z. B. so an Sprachen ganz anders herangingen und auch viel besser lernten.
  • Beschränkung der Arbeitszeiten auch in Führungspositionen auf ein handhabbares Maß – statt der jetzt vielfach üblichen 70, 80 oder noch mehr Wochenstunden – und die Möglichkeit, auch dort Teilzeit zu arbeiten.
  • Am Thementisch Politik wurde eine alte Forderung der Gewerkschaften in Skandinavien wieder aufgegriffen: Verkürzte Arbeitszeiten für junge Eltern generell – "Sechs Stunden sind genug" hieß damals die Kampagne. Dies würde, so die Erwartung, vielen jungen Eltern massiv helfen.
  • Das Thema Frauenpolitik und Migration im Auge behalten in Bezug auf besondere Bedarfe der Zielgruppe, aber nicht als separates Thema ausgrenzen und damit sozusagen positiv diskriminieren, sondern als Querschnittsthema überall einbringen.
  • Bildung ist für Frauen mit Migrationshintergrund oft ein wesentlich wichtigeres Thema als Religion oder ethnische Zugehörigkeit; sie muss ihnen entsprechend ermöglicht werden.
  • Die Kürzungen der Mittel für die Frauen-Fachberatungsstellen zurücknehmen; zur Zeit gibt es kaum Mittel für Öffentlichkeitsarbeit, für Prävention und Aufklärung, das Thema Gewalt und häusliche Gewalt ist nicht mehr so präsent. Es wurde gefragt, ob das vielleicht so gewollt sei.

Zum Abschluss wurde mehr positives Denken gewünscht: "Nicht immer sagen, dass wir nichts erreichen, sondern darauf gucken, was wir schon alles erreicht haben!"
 

      

Ingrid Lietzow dankte allen ReferentInnen und allen Frauen und Männern im Publikum für ihre Beteiligung an der Gestaltung dieses anregenden und konstruktiven Abends.

                              Fotos: JW

 
Erinnerung

Nächste Vorstands-
sitzung der AsF Kiel


voraussichtlich
Di, 16. Oktober 2018

17.00 Uhr
Walter-Damm-Haus
.

Vorstandssitzungen finden
i.d.R. am 3. Di im Monat statt.
Sie sind parteiöffentlich!



webmistress:          skw



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