"Danke, Rosa!" - SPD trauert um Rosa Wallbaum

Veröffentlicht am 23.10.2011, 20:34 Uhr     Druckversion

Rosa Wallbaum 2009 "Noch letztes Jahr konnten wir im feierlichen Rahmen den 95. Geburtstag unserer Rosa feiern. Nun ist sie tot. Als Kielerin und Sozialdemokratin ist sie uns ans Herz gewachsen und ihre Ratschläge waren uns immer hilfreich. "Ich hab` mich nie arm gefühlt", hieß ihre Biografie, die, 2010 herausgegeben von Susanne Kalweit, ihren berührenden Lebenslauf darstellte und ihren Platz in der Kieler Sozialdemokratie eindrucksvoll beschrieb. Sie war ein Kieler Arbeiterkind, auf das unsere Stadt stolz sein kann“, so SPD-Kreischef Rolf Fischer.

Rosa Wallbaum wurde 1915 in Kiel in einem Arbeiterhaushalt geboren. Schon mit 9 Jahren kam sie zu den "Roten Falken", der SPD-Arbeiterjugendbewegung, mit 14 Jahren schloss sie die Volksschule ab und wurde Verkäuferin. Sie lernte "Demokratie" in der berühmten "Kinderrepublik Seekamp" in Schilksee unter Andreas Gayk, war ab 1925 im Kieler Arbeitersportverein engagiert. Am 1.6. 1932 trat sie in die Kieler SPD ein. Sie heiratete 1939, wurde Witwe und musste sich nach dem Krieg um ihre zwei Kinder kümmern. Sie gehörte trotz dieser Belastung nach 1945 zu den Helferinnen der AWO in Falckenstein, war im Reichsbund (Gründungsname des Sozialverband Deutschland) und ab 1955 in der Kieler Ratsversammlung und im SPD-Kreisvorstand. Insbesondere die Frauenarbeit lag ihr am Herzen. Sie war im Sport- und Bauausschuss, damals eine reine Männerdomäne. Zudem gehörte sie zu den Ratsmitgliedern, die in den 50er Jahren die Kontakte zur Partnerstadt Coventry ausbauten und damit aktive "Friedensarbeit" zwischen den Städten leisteten. Rosa Wallbaum wurde ab 1963 hauptamtliche Referentin für Frauenarbeit beim SPD-Landesverband Schleswig-
Holstein und ab 1968 Studienleiterin in der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente.

"Das war meine Universität", so nannte sie die Bildungseinrichtung, in der heute ein Raum ihren Namen trägt. Rosa Wallbaum ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, der "Karl-Rickers-Medaille" des SPD-Kreisverbandes Kiel und weiterer Auszeichnungen. Rosa Wallbaum war aktives Mitglied in einer Reihe von Vereinen.

Dazu erklärte Rolf Fischer: "Rosa Wallbaum war 79 Jahre Mitglied der Kieler SPD. Das ist keine "langjährige Mitgliedschaft", das ist ein ganzes Leben in der SPD. Ein Leben für die Menschen in Kiel, mit Herz und Verstand. Das war Rosa Wallbaum, derer wir in großer Dankbarkeit gedenken und die wir nicht vergessen werden."

Homepage: SPD-Kiel


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