Historische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit von Politik und Verwaltung

Veröffentlicht am 15.12.2016, 15:56 Uhr     Druckversion

Die personellen und strukturellen Kontinuitäten zu Staat, Verwaltung, NSDAP und NS-Organisationen in Schleswig-Holsteins Legislative und Exekutive nach 1945 war bisher nicht explizit aufgearbeitet worden.

Der Landtag hatte deshalb vor 3 Jahren beschlossen, dazu eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse liegen vor und der Landtag wird sie am Freitag, dem 16. Dezember, um 10 Uhr debattieren. Die Debatte kann live im Internet verfolgt werden (www.landtag.ltsh.de/plenumonline/ptv.html)

Die Studie hat neue differenzierte Erkenntnisse über die Kontinuität von Politikern mit NS-Vergangenheit nach 1945 gebracht. Auffällig ist, dass seit dem Wahlsieg der bürgerlichen Parteien 1950 die Zahl der ehemaligen NSDAP-Mitglieder im Parlament drastisch gestiegen ist. Bemerkenswert ist zudem, dass sich der hohe Anteil an Parlamentariern mit NS-Vergangenheit – das betraf fast die Hälfte der Abgeordneten – bis 1970 fortgesetzt hat. Es zeigt sich, dass Schleswig-Holstein im Bundesvergleich einen Extremfall der Kontinuität von NS-Biografien im Landesparlament darstellt.

Homepage: Jürgen Weber


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