Blücherplatz - Neugestaltung

Diskussion über die Neugestaltung des Blücherplatzes in Kiel

Für die Gestaltung des Blücherplatzes haben zwei Workshops stattgefunden. Der erste veranstaltet durch die Stadt am 26. Februar 2010, der zweite am 29.September durch den SPD - Ortsverein Mitte.

Beide Veranstaltungen mit großer Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger haben deutlich gemacht, dass die gegenwärtige Situation für alle Anlieger (Bewohner wie Gewerbetreibende) unbefriedigend ist. Insbesondere werden die Dominanz des ruhenden Verkehrs und der damit verbundene Mangel an Bewegungsmöglichkeiten für fast alle Altersgruppen bemängelt. Positiv wurden die hohe Identifizierung der Anwohner mit ihrem Stadtteil, das Vorhandensein von Läden des täglichen Bedarfs und des Kinderspielplatzes bewertet. Von herausragender Bedeutung für den ganzen Kieler Norden ist der seit Anfang des Jahrhunderts stattfindende Wochenmarkt (2 X wöchentlich auf der gesamten Platzfläche), der als „Markenzeichen“ des Platzes gilt.

Durch die Initiative des kürzlich gegründeten Vereins Blücher e.V. ist auf verstärkt die Bedeutung der historischen Gestalt des Platzes und der diesen umgebenden Gebäude hingewiesen worden. Trotz der Verluste im II. Weltkrieg und einiger gestalterischer Fehlgriffe danach stellt der Blücherplatz ein für Kiel bedeutendes historisches Ensemble der Gründerzeit dar, das es zu pflegen und sorgsam zu entwickeln gilt. Dazu gehören nicht nur die Gebäude, sondern auch die Verflechtungen des Platzes mit seiner Umgebung. Der Verein bemüht sich auch, das Image des Platzes zu stärken und als „Marke“ bekannt zu machen.

Trotz aller Probleme funktioniert der Platz durch einen geregelten Wechsel der Nutzungen (Parken und Wochenmarkt), zwischendurch - wenn der Platz nicht völlig durch Autos belegt ist - erobern sich Kinder die freien Flächen zum Radfahren und Skaten. Insgesamt wird durch die Dominanz der asphaltierten Flächen die Anmutung als unbefriedigend empfunden. 

In den Wünschen der Anwohner nach mehr Aufenthaltsqualität klingt vor allem der nach Wunsch nach Flächen für den Aufenthalt und eigene Aktivitäten an. Insbesondere wird der Wunsch nach mehr Grünflächen geäußert, was aber wegen der Ansprüche des Marktbetriebes nur eingeschränkt möglich ist. Im Anschluss an den Kinderspielplatz wird deshalb (siehe unten) ein hinsichtlich der Breite noch zu bestimmender Bereich als Aufenthaltszone vorgeschlagen, der begrünt oder/und mit einem wasserdurchlässigen Belag befestigt werden kann. Die Mehrzahl der anderen Anregungen wie z.B. Lichtkonzept, Möblierung, verschiedene Aktivitäten u.a. sind im Stadium der gegenwärtigen Überlegungen noch nicht relevant, dürfen jedoch später nicht unberücksichtigt bleiben.

Aus den Diskussionen ergab sich, dass es bei Beibehaltung des Wochenmarktes (Flächenbedarf, Ausbildung einer ebenen, leicht zu reinigenden Fläche, fester Belag) ernsthaft nur zwei Varianten gibt.

  1. Ausbildung eines multifunktionalen Platzes mit zeitlich und räumlich unterschiedlicher „Bespielbarkeit“

  2. Unterbringung des ruhenden Verkehrs in einer Tiefgarage


Den beiden Varianten sind folgende städtebaulichen Ziele gemeinsam

Funktionale Zonierung (von Norden nach Süden):

  • Nordseite des Platzes als platzartige Aufpflasterung, Kurzzeit-Parken für Einzelhandelskunden und Besucher von Arztpraxen u.a.,
     
  • Kinderspielplatz (vorhanden, gärtnerisch neu zu gestalten),
     
  • Aufenthaltsfläche („weicher“ Oberflächenbelag = begrünt und/oder wassergebundene Decke, Standort für Pergola mit Sitzplätzen, Café, WC), Breite ist noch zu ermitteln,
     
  • vielfältig nutzbare Freifläche mit Priorität für Wochenmarkt (dadurch allerdings keine Grünflächen, Geländemodellierung und Einbauten möglich), ansonsten für andere Nutzungen wie Parken, Aufenthalt, Weihnachts- und Oktobermarkt, temporäre Verkaufs-, Sport- und sonstige Veranstaltungen,
     
  • Durchgängigkeit von Süden nach Norden, Durchbrechen der räumlich abriegelnden Wirkung der Kinderspielplatzes,
     
  • stärkere Öffnung der Erdgeschosse zum Platz.

Begrünung:

  • Ergänzung der Baumreihen auf allen Seiten des Platzes,
     
  • wegen der Ansprüche des Marktbetriebes ist eine Begrünung des Platzes (wie von vielen Anwohnern gewünscht) nicht möglich, dafür wird ein Zwischenbereich zwischen Kinderspielplatz und Platzfläche als Aufenthaltsfläche vorgesehen (s.o.),
     
  • Neugestaltung des Kinderspielplatzes (breiter Durchgang, Anlage einheitlich gestalteter Hecken, Schnitt und Ergänzung der vorhandenen Bäume).

Gestaltung:

  • Einfügung der Gestaltung und Flächenteilung in das orthogonale Grundmuster des gründerzeitlichen Stadtquartiers
     
  • Betonung der städtebaulichen Achsen Wilhelmshavener Straße / Esmarschstraße / Gneisenaustraße-Knooper Weg durch einen vertikalen Akzent, dadurch wird der Platz auch von der Holtenauer Straße aus sichtbar (Werbewirkung = Logo Blücherplatz!)
     
  • Sicherung, Erhaltung und Modernisierung der den Platz umgebenden Gebäude,
     
  • langfristig: Korrektur der Raumkante an der Ecke Esmarschstraße / Gneisenaustraße

Verkehr:

  • bessere Fußweg-Verbindung des Platzes mit umgebenden Straßen (z.B. durch Aufpflasterungen)
     
  • Beschränkung der Belästigungen durch ruhenden Verkehr (Suchverkehr, Lärm)
     
  • Anordnung eines Sammelstellplatzes für STATT-Auto
     
  • Verbesserung der Bedingungen für den Fahrradverkehr in Verbindung mit Fahrradstraße Gneisenau- Blücherstraße bzw. Hardenbergstraße
     
  • Neuorganisation des ruhenden Verkehrs in den, den Platz umgebenden Straßen (Kurzzeitparken)

Morgen 15.12.17

SPD Kieler-Mitte
17:30 Uhr, Weihnachtsfeier OV Kieler ...

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