SPD-Ratsfraktion Kiel: Investitionen ins Holsteinstadion: Ausführliche Beratung statt Schnellschuss

Investitionen ins Holsteinstadion: Ausführliche Beratung statt Schnellschuss

Veröffentlicht am 15.06.2018, 13:33 Uhr     Druckversion

Die Zukunft des Holsteinstadions ist ein wichtiges Thema. Eine kurzfristig beantragte Debatte in der konstituierenden Sitzung der Ratsversammlung war allerdings nicht nötig. Der Bau der neuen Tribüne, mit der die Auflagen für die Zweite Bundesliga erfüllt werden, ist in vollem Gange und bereits durch Verein, Land und Stadt finanziert. Hierfür ist kein erneuter Beschluss über Investitionen der Stadt nötig.

Es gibt derzeit auch keine konkreten weiteren Bauvorhaben seitens des Vereins, die unmittelbar bevorstehend kurzfristig beginnen sollen und für die ein Beschluss der Ratsversammlung gestern nötig gewesen wäre.

Wenn – wie von der CDU angeführt – der Sinn einer Beratung ist, dass der Oberbürgermeister ein Verhandlungsmandat von der Ratsversammlung erhält, dann muss der Antrag deutlich differenzierter sein. Dafür ist Raum in der Ratsversammlung am 5. Juli auf der Basis umfangreicher Informationen. Die gestrige Ratsversammlung bot dafür nicht den Rahmen.

Eine so hohe Investition von 10 Millionen Euro sollte nicht in einem Dringlichkeitsantrag von heut‘ auf morgen beschlossen werden. Stattdessen muss ein klarer Plan vorliegen, was mit den aufgerufenen insgesamt 30 Millionen Euro Investitionen von Stadt, Land und Investoren gemacht werden soll. Bei einer Investition ins Holsteinstadion wollen wir im Sinne der bisherigen Beschlüsse der Ratsversammlung handeln und somit den sonstigen Kieler Sport in gleichwertiger Höhe unterstützen. Außerdem sollte sich der Verein dazu bereit erklären, das Stadion für zusätzliche Breitensportevents zu öffnen und im Sinne der sportlichen Partnerschaft handeln zu wollen und das auch zukünftig umzusetzen.

Die Vorwürfe des SSW verwundern erneut: Wenn die SPD-Ratsfraktion andere Aspekte in die Debatte einbringt als die SPD-Landtagsfraktion, liegt es daran, dass Land und Stadt unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen haben. Für das Land ist eine Zusage in Höhe von 10 Millionen Euro übrigens eine völlig andere Größenordnung als für die Stadt. Auch scheint die SSW-Ratsfraktion die Debatte um eine dringliche Beratung mit der Sachdebatte zu verwechseln. Niemand hat sich gegen Vielfalt im Sport ausgesprochen. Die Solidarität mit den Holstein-Women ist übrigens bereits Beschlusslage der Ratsversammlung.

Wir freuen uns auf den intensiven Austausch darüber, welche Anforderungen wir an die im Raum stehende hohe Investitionssumme haben, damit der Sport in Kiel über den Verein Holstein Kiel hinaus davon profitieren kann.

Dies erklärt zur Debatte in der Ratsversammlung um das Holsteinstadion der sportpolitische Sprecher Philip Schüller.




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