Abschied Paul Stamp aus dem Ortsbeirat

Veröffentlicht am 20.08.2019, 22:34 Uhr     Druckversion

In diesem Monat geht ein Jahr Arbeit im Ortsbeirat zu Ende. Viele Themen haben uns in dieser Zeit beschäftigt: So war wiederholt der Kleingarten Verein Thema. Wir konnten uns sowohl als Ortsbeirat als auch als Stadtteil offen und tolerant zeigen. Am Ende entschied die Stadt im Sinne einzelner Leute des Kleingartenvereins, doch zeigten die Suchsdorfer und viele Mitglieder des Kleingartenvereins, wie offen und zugewand der Stadtteil ist.

Wir haben uns um die Schulwegsicherheit bemüht und uns nicht gescheut, auch kontrovers im Ortsbeirat und mit der Stadt die Zuwegung zum Schulzentrum Kronshagen zu diskutieren. In der nächsten Ortsbeirats-Sitzung am 10.09.2019 wird der Radbeauftragte der Stadt Kiel die Ergebnisse aus den Gesprächen mit der Gemeinde Kronshagen vorstellen. Dies ist ein anschauliches Beispiel dafür, dass wir gut und zielorientiert im Ortsbeirat zusammen arbeiten.

 

Auch konkrete Baumaßnahmen haben im letzten Jahr Suchsdorf geprägt, auch wenn die Entscheidung zu den Bauvorhaben natürlich älter sind. So wurde die Bushaltestelle am Schneiderkamp barrierefrei. Zudem wurde eine weitere Haltestelle mit einem Fahrgastunterstand versehen, was ein konkretes Resultat der Ortsbeirats-Sitzung im Dezember war. Neben „kleinen“ Baumaßnahmen, die unseren Lebensalltag häufig erleichtern, begannen auch zwei große Maßnahmen das Bild von Suchsdorf zu ändern: Der Neubau der Levensauer Hochbrücke hat begonnen. Derzeit befinden sich die Bauphasen im Zeitplan. Ein Projekt des Ortsbeirates wird es sein, sich für die Aufstellung eines kleinen Denkmals einzusetzen. Als Idee könnte man ein kleines Stück des roten Brückenbogens auf einem Sockel ausstellen. Derzeit werden hierfür noch Anregungen für einen Standort gesucht.

 

Darüber hinaus hat die Stadt den Weg für eine weitere Bebauung hinter dem Gebäude Rungholtplatz 1-3 freigegeben. Grundsätzlich ist der Bau zusätzlicher Wohnungen (auch in Teilen sozialgefördert) zu begrüßen. Als Ortsbeirat haben wir aber wiederholt auf die mangelnde Parkplatzsituation hingewiesen und uns dafür ausgesprochen in dem Zusammenhang endlich den Rungholtplatz als solchen zu sanieren. Für das nächste Jahr haben wir dafür eine feste Zusage bekommen: Der Platz und der Kreisel werden neu gestaltet. Der Einstieg wird zwischen Kreisel und Eckernförder Straße verlegt.

 

Ebenfalls als neues Baugebiet vorgesehen ist die Wiese zwischen Roten- und Wetterbek. Wiederholt hat dieses Projekt der Stadt uns beschäftigt. Viele Anwohnerinnen und Anwohner teilten uns ihre Befürchtungen oder Sorgen mit, die vor allem die Erschließung des Gebietes betreffen. Der Ortsbeirat hat es als Gremium geschafft, nicht mehr nur als Mittler zwischen Bürgern und Stadt zu fungieren, sondern wiederholt Bürger und die betreffenden Mitarbeiter der Stadt in Suchsdorf zusammen zu bringen. Dies ist nicht selbstverständlich und ein großes Entgegenkommen der Stadt gewesen.

 

Dieses erste Jahr für mich als Vorsitzenden geht aber auch mit einer anderen Neuerung zu Ende: Ich habe im Herbst letzten Jahres mein Lehramtstudium der Fächer Deutsch, evangelische Religion und Geschichte beendet. Nach dem Studium schließt sich als letzter Ausbildungsschritt das Referendariat an. Nachdem ich einen Referendariatsplatz zum 01.02.2019 mit dem Verweis auf meine Tätigkeit im Ortsbeirat Suchsdorf abgelehnt habe, habe ich zum 01.08.2019 erneut einen Referendariatsplatz an einem Altstadtgymnasium in Lübeck angeboten bekommen. Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, diesen Platz anzunehmen und für die Zeit meines Referendariates nach Lübeck zu ziehen.

 

Inklusive meiner Zeit als Beisitzer wurde ich von Ihnen sechs Jahre in den Ortsbeirat gewählt, von denen ich auch ein Jahr Ihr Vorsitzender sein durfte. Ich habe die Arbeit stets sehr gerne gemacht. Grundlage hierfür war ein respektvoller Umgang in den Sitzungen und ein gegenseitiges Vertrauen: innerhalb des Ortsbeirates, zwischen Ortsbeirat und Stadt aber vor allem zwischen den Suchsdorferinnen und Suchsdorfern und der Stadtteilvertretung. 

An dieser Stelle möchte ich mich in dem Zusammenhang bei unserem vorherigen Vorsitzenden Reinhard Warnecke bedanken, der mich in die Formalien eingewiesen hat, aber auch stets darauf hinwies, dass das Entscheidende, immer die zwischenmenschliche Komponente ist. Auch bedanken möchte ich mich bei meinem stellvertretenden Vorsitzenden Hans-Jürgen Lembke, der sich stets für die Sache einsetzte, mir konstant viele nützliche Tipps gab und mit dem ich auf vertrauensvoller und persönlicher Ebene sehr gut zusammenarbeiten konnte.

 

Ich wünsche dem neuen Vorsitzenden des Ortsbeirates alles Gute.

 

Auf ein Wiedersehen im Stadtteil in den Ferien

E. Paul Stamp


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