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Kontrastprogramm mit Ulrike Rodust im Wahlkreis Schleswig Nord

Veröffentlicht am 03.05.2012, 12:45 Uhr     Druckversion

Am 2. Mai 2012 besuchte Ulrike Rodust, Mitglied im EU-Parlament, zusammen mit Ralf Wrobel den Wahlkreis Schleswig Nord. Begleitet durch die Geschäftsleitung der Firma Betamethan in Schuby wurde die Delegation mit Vertretern der Gemeinde Schuby und der Vorgängerin für den Wahlkreis Anna Schlosser-Keichel über das Gelände der Rübenwaschanlage geführt. Alle waren überwältigt von der Größe der Anlage.

Bevor der Betriebsleiter, Herr Karstens, die Delegation durch die Anlage führen konnte, wurden wir vom Geschäftsführer, Herrn Dirk Moysich, begrüßt. Eigentlich ist die Rübensaison längst beendet und man müsste sich fragen, wie die Anlage dennoch weiter zur Gasgewinnung betrieben wird. Das wurde uns erklärt, Herr Karstens führte uns zwischen acht riesigen Behältern durch, in denen sozusagen die Rübensuppe auf ihre weitere Verarbeitung wartet. In diesen riesigen Kesseln wird praktisch die Rübensuppe mit den zuvor geschredderten Rüben gespeichert, bevor sie in Gärkessel geleitet wird, wo sie durch Zusatz von Gärstoffen zur Gasgewinnung genutzt wird. Die Reststoffe, die nach dem Gärprozess anfallen, werden wieder als Dünger auf die Felder gebracht und so schließt sich der Kreislauf. Feststellen konnten wir, dass diese Prototyp-Anlage sehr sauber ist. Ulrike Rodust fragte, wie das Konkurenzverhalten von der Gasgewinnung zur Zuckergewinnung stehe. Herr Moysich erklärte darauf, dass die Anlage ausnahmslos mit Rüben aus der Region beschickt werde und dass es sich für die Landwirte nicht rechne, 15 Euro Mehrkosten pro Rübentonnage in Kauf zu nehmen, um die Rübe zur Zuckerverarbeitung, nach Uelzen zu bringen. Bei der Gelegenheit merkte Ulrike Rodust an, dass aller Wahrscheinlichkeit nach der Zucker ab 2015 sowieso nicht subventioniert werde.

Auf Nachfrage von Ralf Wrobel bestätigte Herr Moysich, dass die Anlage zu rund 75 % von den Stadtwerken der Stadt Flensburg betrieben werde. Die Anlage verarbeitet zurzeit die Rüben von rund 1.200 Hektar Bodenfläche, das ergibt rund 100.000 Tonnen Rüben, aus denen wiederum 100.000 Megawattstunden Energie gewonnen werden. Das führte er weiter aus, entspreche bereits einem Viertel des gesamten Gasverbrauches der Stadt Flensburg. Wobei aber kein Flensburger Bürger sicher sein kann, dass er ausgerechnet, jetzt, im Moment des Verbrauches auch das Gas seiner Region verbrauche, denn das Gas, das hier gewonnen wird, wird in einen großen Pool eingespeichert, der durchaus das Gas bis nach Bayern oder auch bis nach Dänemark liefert.

Anschließend um 16:00 Uhr trafen sich Ulrike Rodust und Ralf Wrobel mit Anna Schlosser Keichel und Gemeindevertretern aus Jübek, mit denen sie gemeinsam den „Hof Ziegenland“ von Ulf Clausen, in Jübek besuchten. Ulf Clausen führt auf dem ehemaligen Depotgelände der Bundeswehr, in Jübek, einen der größten Bioland Ziegenmilchbetriebe der Bundesrepublik. Der Betrieb wird mit zwei Mitarbeitern betrieben. Ulf Clausen hat die alten Bundeswehrgebäude so hergerichtet, dass sich die Ziegen dort in großen offenen Stallungen frei bewegen können. Um die Ziegen jedoch innerhalb der Ställe umzutreiben und die Bewegungsmöglichkeiten noch zu erweitern, hat er zwischen den Gehegen Tunnel eingerichtet, damit die Ziegen von einem in das andere Gehege wechseln können. Brücken von einem in das andere Gehege, hat Ulf Clausen bei anderen Züchtern beobachtet, führen dazu, dass die Leittiere oben stehen bleiben und die anderen Tiere sich nicht daran vorbei trauen. Demzufolge hat er Tunnel eingerichtet und damit beste Erfahrungen gemacht.

Weil Ziegen in erster Linie Busch und Gehölze fressen, dürfen sie auf dem Gelände nicht frei herumlaufen. Um den jungen Ziegen aber quasi Sommerfrische zu geben, hat Clausen mit Bunde Wischen eine Vereinbarung, dass die seine Tiere bei Gallowayrindern mit weiden dürfen, um dort die Vegetation nicht einseitig abfressen zu lassen.

Für den Artikel: Reinhard Vieth


Weitere Fotos befinden sich auf der Homepage unter "Meine Aktivitäten"

Homepage: Ralf Wrobel


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