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SPD: Streichung der Museumspädagogik ist kontraproduktiv.

Veröffentlicht am 20.07.2012, 09:33 Uhr     Druckversion

„Gebäude und Sammlungen sind kein Selbstzweck - der Museumsberg muss Kinder und Jugendliche erreichen.“

Über das, was für den Museumsberg erreicht werden soll, besteht eigentlich breites Einvernehmen: Die Besucherzahlen der Museen sollen steigen, neue Zielgruppen sollen angesprochen werden, vor allem junge Menschen sollen erreicht werden. Da ist es nach Meinung der SPD absolut kontraproduktiv, wenn ausgerechnet die Museumspädagogik weggestrichen wird. „Ein wesentlicher Schwerpunkt der kulturpolitischen Anstrengungen in Flensburg sollte die Förderung der kulturellen Bildung für Kinder ab dem Kita-Alter und aufwärts sein“, meint der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Johannes Schmidt, "Kulturelle Bildung kann maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen und legt den Grundstein für die Ermöglichung der Teilhabe am kulturellen Leben. Dieses wurde auch als eines der wichtigen Leitmotive für den Kulturentwicklungsplan der Stadt Flensburg aufgenommen. Der Kulturentwicklungsplan sollte die Kulturpolitik für das kommende Jahrzehnt in Flensburg maßgeblich mitbestimmen. Wir müssen dafür sorgen, dass Museumsbesuche nicht nur Sonntagsbraten, sondern Alltagsnahrung sind.“
Umso größer ist die Verwunderung in der SPD, dass die in der Vergangenheit bereits abgeschmolzene Stelle der Museumspädagogik auf dem Museumsberg jetzt ganz gestrichen werden soll: „Die Museumspädagogik ist die optimale Vernetzung zwischen Bildung und Kultur, zwischen Kindern, Jugendlichen und Museum. Sie bereitet Schulklassen auf Museumsbesuche vor und begleitet sie in das Museum. Sie leistet somit wichtige kulturelle Basisarbeit.“
Bisher wird die Stelle aus dem Bildungsetat der Stadt Flensburg mitfinanziert. Sie soll dort jetzt den Sparbemühungen zum Opfer fallen. Für die Sozialdemokraten ist dieses untragbar. „Wir fordern die Verwaltung auf, die Entscheidung noch einmal zu überdenken“, so Schmidt und der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Trost: „Wir können nicht nur in Sonntagsreden über das wichtige Gut der kulturellen Bildung reden, sondern wir müssen das konkrete Handeln auch danach ausrichten.“
„Was nützen uns toprenovierte Museen und umfangreiche Sammlungen, wenn wir die jungen Leute nicht erreichen?“ fragt der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Trost und stellt fest: „Gebäude und Sammlungen sind kein Selbstzweck, der Museumsberg muss leben und nach außen gebracht werden. Dafür ist die Museumspädagogik unverzichtbar.“ Er hält die Streichung der Museumspädagogik nicht nur museumsdidaktisch, sondern auch wirtschaftlich für kontraproduktiv: „Die in den Museumsberg getätigten Investitionen entfalten erst dann ihre volle Wirkung, wenn die Museen den Menschen nahe gebracht werden. Das neu gestaltete Sauermann-Haus ist das beste Beispiel dafür.“

Homepage: SPD-Fraktion Flensburg


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