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Gespräch zur Sportpolitik in Neumünster

Veröffentlicht am 11.07.2017, 16:05 Uhr     Druckversion

Ute Freund, Birgit Malecha-Nissen, Dagmar Freitag (v.l.n.r.)

Sport ist eine der größten gesellschaftlichen Bewegungen in Deutschland. Neben der körperlichen Betätigung schafft er gesellschaftliche Teilhabe von Menschen aller Generationen und Nationalitäten. Das war meine zentrale Botschaft auf der Veranstaltung „Sport – unverzichtbar für unsere Gesellschaft“ der SPD-Bundestagsfraktion.

Hierzu habe ich gestern meine Bundestagskollegin Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses und Ute Freund, Vorsitzende des Kreissportverbandes Neumünster e.V. sowie mehr als 40 Gäste ins Vereinsheim des SC Gut Heil nach Neumünster eingeladen. Für Dagmar Freitag ist der Sport bereits seit früher Kindheit unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens, wie sie in ihrer Rede darlegte. Es war ihr Heimatsportverein, in dem die begeisterte Leichtathletin Werte wie Teamfähigkeit und Verlässlichkeit sowie Respekt vor der Leistung des Gegners verinnerlicht und ein Gemeinschaftsgefühl entdeckt hat, auf dem Freundschaften fürs Leben gewachsen sind. Diese integrative Wirkung des Sports steht damit stellvertretend für die Erfahrungen so vieler Menschen in der Welt.

Wie bedeutend die Brücken sind, die der Sport in unserer Gesellschaft schlägt, hat sich in den letzten Jahren vor allem durch die Flüchtlingskrise gezeigt – ganz besonders in den Kommunen. Für Neumünster gilt dies noch einmal verstärkt, weil die Stadt einen überdurchschnittlichen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten hat. Sport kennt keine sprachlichen Barrieren, da hier nur eine Sprache gesprochen wird – die der Fairness und des gemeinschaftlichen Miteinanders, erläuterte Ute Freund in ihrem Redebeitrag. Zahlreiche Programme zur Integration von Flüchtlingen gibt es seit Beginn der Flüchtlingskrise in Neumünster, zum Beispiel eine gemeinsame Initiative vom KSV Neumünster und Sportvereinen, allen Geflüchteten das Schwimmen beizubringen. Auch der Bund hat die integrative Wirkung des Sports erkannt und stellt über das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ Gelder zur Verfügung. Es zeigt sich hier jedoch eines von mehreren alltäglichen Problemen der Sportförderung in den Kommunen. Ist das Sportangebot erst einmal angeschoben, reicht nach wenigen Monaten die Finanzierung nicht mehr aus, etwa um die Übungsleiter zu bezahlen, stellte Ute Freund fest.

Damit der Sport weiterhin Kitt der Gesellschaft bleiben kann, muss der Staat die passenden rechtlichen Rahmenbedingungen setzen und zugleich die Finanzierung der Sportförderung sicherstellen. Hierüber waren wir uns alle einig. Geht es nach der SPD, soll ein zentrales Instrument der kommenden Legislaturperiode ein Programm zum Bau und zur Sanierung von Sportstätten in den Kommunen sein. Zugleich geht es aber auch darum, die Kontinuität der Finanzierung von Sportförderprogrammen zu gewährleisten.

Einmal mehr wurde nach diesem Abend und den intensiven Diskussionen mit den zahlreichen Gästen deutlich, welch wichtige Funktionen der Sport in unserer Gesellschaft übernimmt. Klar ist aber auch, wie ich zum Abschluss der Veranstaltung noch einmal betonte, dass die Vereine und ihre ehrenamtlichen Helfer mehr Wertschätzung für ihre großartige Arbeit verdienen.

Homepage: Dr. Birgit Malecha-Nissen