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Starke Frauen aus Neumünster: Wegbereiterinnen der Gleichberechtigung

100 Jahre Frauenwahlrecht und 70 Jahre Gleichberechtigungsgesetz

Anlässlich des Internationalen Frauentages hatte die ASF Neumünster am 9.März 2019 zur Veranstaltung „Wählen verboten!?“ in die Begegnungsstätte Faldera eingeladen.

Monika Schmidt, Vorsitzende der AsF in Neumünster, gab zur Einführung in das Thema einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Gesetze in Deutschland hinsichtlich der Gleichberechtigung von Männern und Frauen. „Überraschend ist, wie lange es gedauert hat rechtliche Ungleichbehandlungen in Gesetzen abzuschaffen. Jede dieser Änderungen musste von den Frauen gegen starke Widerstände hart erkämpft werden“, sagte Monika Schmidt.

„Die Frauen der nachfolgenden Generationen profitieren heute von diesen Rechten und sind sich oftmals gar nicht bewusst, das es Zeiten gab, in denen Frauen nicht frei über ihr Leben entscheiden konnten. Umso wichtiger ist es heute, das sich Frauen zur Wahl stellen und vor allem ihr Wahlrecht wahrnehmen. Nur so können sie für die Rechte der Frauen eintreten und bei politischen Entscheidungen mitbestimmen“, so Monika Schmidt weiter.

Gast der Veranstaltung war Heide Winkler. Sie arbeitete 40 Jahre in der Verwaltung der Stadt Neumünster und betätigt sich im Ruhestand als Stadtführerin.

Frau Winkler begann vor einigen Jahren auf Bitte von Michaela Zöllner, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neumünster, an einem Projekt mitzuarbeiten, dass das Erinnern und Gedenken an Frauen, die sich in der Vergangenheit in der Kommunalpolitik engagiert haben, fördern soll. Durch umfangreiche Recherchen in Archiven und bei den Familien hat sie viele faszinierende Details über das Leben dieser Frauen zusammengetragen.

Im Rahmen ihres Vortrages berichtete Frau Winkler hauptsächlich aus dem Leben von drei beeindruckenden Frauen aus Neumünster:

„Marie Carstens (1861-1956) hat sich in politisch schwierigen Zeiten schon früh in der Arbeiter- und Frauenbewegung engagiert und befand sich aufgrund der damals geltenden Gesetze immer in der Gefahr verhaftet und eingesperrt zu werden. Sie wurde 1919 neben Linny Claudius (1876-1952) als eine der ersten Frauen in die Stadtverordnetenversammlung in Neumünster gewählt.“

„Marie Schmelzkopf (geboren 1887) war von 1929 bis 1933 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Nach Ende des 2.Weltkriegs wurde sie für drei Jahre Mitglied in der zunächst von den englischen Besatzern eingesetzten Ratsversammlung.“

„Alle drei Frauen waren aufgrund ihres politischen und gesellschaftlichen Engagements Wegbereiterinnen der Gleichberechtigung hier in Neumünster“, sagte Heide Winkler abschließend.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Duo Joanna & Bruno aus Neumünster.

 

 
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