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Denkzettel Landesentwicklung

Foto: „Karte Nord-Ostsee-Kanal“ von Maximilian Dörrbecker (Chumwa) / CC BY-SA 3.0

Vorausdenken für Schleswig-Holstein - Zukunft im echten Norden gestalten
Visionen entwickeln, wünschen, gemeinsam Ziele formulieren, das ist eine gute Grundlage für Schleswig-Holstein. Wir wollen ein gutes soziales Umfeld, wollen gute Arbeit, wertschöpfende Wirtschaft, nachhaltige Innovationen, eine zeitgemäße Infrastruktur, wir wollen natürliche Ressourcen sichern und die Natur schützen, wir brauchen langfristige Perspektiven und wir wollen im Blick behalten, wie wir alle in der Welt von Morgen miteinander leben wollen.
Dafür brauchen wir eine Landesplanung mit einer starken Strategieausrichtung, mit Zukunftsbildern und Visionen. Wir dürfen nicht nur reagieren und hinterherrennen, wir müssen agieren und vorausschauen. Aus diesem Grund hat die Landesregierung die Landesentwicklungsstrategie 2030 erarbeitet.

Erstmal zuhören und dann gemeinsam Planen
Die gelebte Landesplanung, das alltägliche Miteinander, ist kommunaler Alltag. Kinder- und Jugendbeteiligung, Vereine, Ehrenamt - die gesellschaftliche Teilhabe, das tägliche Leben findet vor Ort statt. Das bedeutet für uns, dass Bürger und Bürgerinnen im Planungsprozess vor Ort beteiligen werden. Denn da, wo Menschen direkt betroffen sind, wo sie direkt berührt sind, da müssen sie auch in die Planung einbezogen werden und aktiv gestalten können.
Deshalb wurde ein wichtiger Teil der Landesentwicklungsstrategie Schleswig-Holstein 2030 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Zu diesem Zweck gab es nicht nur eine Online-Befragung und einen Bürgerkongress, sondern auch drei Regionalkonferenzen. Hier diskutierten knapp 600 Vertreter von Kommunen, Wirtschaft, Bildung und Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürger mit dem Ministerpräsidenten und anderen Mitgliedern der Landesregierung darüber, wie das Bildungswesen, die Wirtschaft, die Energiewende und die Lebensqualität in Schleswig-Holstein bis 2030 vorangebracht werden sollen.

Neumünster als Scharnier
Mit der Neufassung des Landesplanungsgesetzes wurde Schleswig-Holstein in drei statt bisher fünf Planungsräume eingeteilt. Für diese drei Planungsräume werden in den nächsten Jahren neue Regionalpläne aufgestellt werden. Neumünster wird weiterhin mit Kiel, Plön und Rendsburg-Eckernförde in einem Planungsraum bilden. Und das ist auch gut so.
Wir wollen die Stadt unterstützen, ein starkes Oberzentrum mitten in Schleswig-Holstein mit Ausstrahlung in das Umland und in die Region Kiel zu sein. Gleichzeitig gehört die Stadt zur Metropolregion Hamburg. Neumünster hat eine wichtige Scharnierfunktion. Aus diesem Grund wird das durch das Land Schleswig-Holstein in Neumünster geförderte Regionalmanagement nicht nur die Stadt-Umland-Beziehung intensivieren sondern ebenso eine landesplanerische Qualität entwickeln. Schleswig-Holstein schafft mit einer integrierten Landesentwicklungsstrategie neue Perspektiven, dabei kann die Stadt Neumünster Motor in der Region sein und Potentiale als Bindeglied zwischen dem Norden und der Metropolregion Hamburg entfalten.

Zum Weiterdenken: