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Kinderferiendorf neu denken!

Veröffentlicht am 21.11.2015, 10:50 Uhr     Druckversion

Die Jusos Neumünster beurteilen die Ablehnung der Verlegung des Kinderferiendorfs durch die Ratsversammlung als zu kurz gedacht und bemängeln die fehlende Kinder- und Jugendbeteiligung im parlamentarischen Verfahren in einer Pressemitteilung!

Diese Feststellung begründet die Juso-Kreisvorsitzende, Nadja Winter, wie folgt: „Das Kinderferiendorf ist bei Kindern und Jugendlichen außerordentlich beliebt, allerdings weist der derzeitige Standort neben den dringend erforderlichen Renovierungsarbeiten ein weiteres grundlegendes Problem auf – die Barrierefreiheit. Für Kinder und Jugendliche mit Behinderung ist der Zugang zum Gelände und zu den sanitären Anlagen ohne fremde Hilfe oftmals kaum möglich.  Das ist weit entfernt von den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention, die die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zum Ziel hat.

Winter erklärt weiterhin: „Zudem ist die Anbindung an den ÖPNV ungenügend und ein gut ausgebautes Rad-, Fuß- und Verkehrswegenetz nach wie vor nicht vorhanden. Um echte Barrierefreiheit herzustellen, bedarf es daher großer Investitionen. Für uns stellt sich die Frage, ob diese Gelder in einer neuen, modernen und an aktuellen Standards der Kinder- und Jugendarbeit orientierten Anlage nicht besser angelegt wären.“

Ergänzend stellt der Juso-Kreisvorsitzende, Paul Weber, fest: „Darüber hinaus ist die Verwaltung sowie die Ratsversammlung den geltenden Vorschriften einer angemessenen Kinder- und Jugendbeteiligung in keinster Weise nachgekommen! Die Gemeindeordnung unseres Landes schreibt vor, dass Kinder und Jugendliche dann in Planungsprozesse eingebunden werden müssen, wenn die Vorhaben sie direkt betreffen. Diese Aufgaben wurden den Stadtteilbeiräten übertragen. Die wiederum wurden von der Verwaltung gar nicht beteiligt. Das ist eine grobe Missachtung der Rechtslage.“

Weber fordert abschließend: „Kinder und Jugendlichen müssen bei solchen Planungsvorhaben durch geeignete Beteiligungsformen eingebunden werden! Wir fordern die Verwaltung und die Ratsversammlung daher mit Nachdruck dazu auf, diese Meinung schnellstmöglich einzuholen und die Gesamtkonzeption des Kinderferiendorfes unter der Berücksichtigung von ExpertInnenmeinungen erneut ergebnisoffen zu prüfen.“