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Borstel-Hohenraden

Ortsvereinssitzung

Letzte Ortsvereinssitzung vor der Wahl! Besuchen Sie uns!

Donnerstag, 26.04.18, 20 Uhr, in der Gaststätte "Zur Schmiede".

Gemeinde/Aussch├╝sse 2018

17.04.18, 19.30 Uhr

Finanzausschuss (FA)

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03.05.18, 20 Uhr

Bau-, Wege-, Umweltausschuss (BWU)

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Deutschland - Kinderland
Auf halbem Weg ins "Kinderland"
 
"Deutschland - Kinderland", darüber wollten der Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Thorsten Fischer (SPD), Kreis-Jugendhilfe-Ausschusschef, mit den Bürgern diskutieren. Denn viele Eltern fühlen sich offenbar hilflos.
 
  
 
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann (links) und sein Parteikollege aus dem Kreistag, Thorsten Fischer, diskutierten mit den Borstel-Hohenradenern. Foto: kor
 
 
"Wir sind auf dem Weg in die Bildungsrepublik Deutschland", verkündete Angela Merkel vor einer Woche, als der Bundestag das Konjunkturpaket II verabschiedete. Doch in den Kommunen wollen Eltern den Optimismus der Kanzlerin nicht ganz teilen. Das zeigte sich während der Diskussionsrunde "Deutschland Kinderland", zu dem die Borstel-Hohenradener SPD eingeladen hatte.
Der Abgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) und der sozialdemokratische Kreispolitiker Thorsten Fischer, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, spürten, dass der Enthusiasmus im Publikum gebremst war - auch wenn bundesweit zehn Milliarden Euro für ein kommunales Investitionsprogramm vorgesehen sind, das nach dem Wunsch der Regierung zu mehr als zwei Dritteln in bessere Kindertagesstätten und Schulen fließen soll. Der Kreis Pinneberg wird nach Aussage Rossmanns mehr als 19 Millionen Euro aus dem Topf erhalten.
Dass diese Förderung die Probleme junger Familien allein nicht löst, wurde während der Diskussion schnell klar. Das Geld nütze der Normalfamilie mit zwei Kindern und neuem Eigenheim kaum im Alltag. Ob nun aus Geldnot oder Selbstverwirklichung - noch hätten es Eltern schwer, wenn beide arbeiten - so klang der Tenor. Fallbeispiel aus dem Publikum: Die Borstel-Hohenradenerin Birgit Zajenga, Mutter einer 14 Monate alten Tochter. Für sie sei es fast unmöglich, Kinderbetreuung und Halbtagsjob zu kombinieren: "Dann kann ich die Kleine um 14 Uhr abholen. Für die zwei Stunden brauche ich gar nicht erst zu arbeiten." Sie forderte längere und flexiblere Öffnungszeiten.
Grundschulleiterin Uta Heyer prophezeite, dass Eltern in Zukunft die Schule für ihr Kind danach auswählen, wie lang dort nachmittags betreut wird. "Und dann nützt das beste pädagogische Konzept nichts." Sie mahnte die Vertreter der Mehrheitsfraktion SPD, den Schulverein zu entlasten, der ehrenamtlich ein Nachmittagsprogramm anbietet. Maren Kohn, die in der Pinneberger Familienbildungsstätte Tagesmütter ausbildet, setzte für eine Besserstellung dieser Pflegeform ein. Tagesmütter dürften nicht teurer sein als Krippenplätze. Petra Stinski aus der Kummerfelder SPD wandte sich direkt an Jugendhilfe-Ausschusschef Fischer: "Es kann ja wohl nicht sein, dass wir Zuschüsse für unseren Kindergartenanbau beantragen und der Kreis rechnet uns vor, dass in Kummerfeld zu wenig Bedarf ist."
Deutschland als "Bildungsrepublik", als "Kinderland" - zumindest für kleine Gemeinden bleibt das bislang offenbar eine Utopie. Fischer stellte dem Kreis Pinneberg insgesamt aber ein gutes Zeugnis aus: "Wir sind schon ziemlich kinderfreundlich", immerhin 85 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen hätten einen Platz. Allerdings stehen dieser Zahl nach seinen Worten nur 14,5 Prozent der Kleinsten gegenüber, die derzeit Krippen besuchen.
Ob sich etwas ändern würde, wenn Eltern eine kostenlose Betreuung statt Kindergeld erhielten? Wahrscheinlich, vermuteten Fischer und Rossmann. "Denn ein Krippen- oder Kindergartenplatz geht gerade für Familien aus der Mittelschicht ins Geld. Diese Belastung abzuschaffen, wäre die beste Familienförderung", sagte der Bundespolitiker.
Neun Milliarden Euro würde die kostenlose Betreuung pro Jahr kosten, rechnete Rossmann vor, "das ist viel weniger, als wir für die Rettung von Banken ausgeben." Von der Bevölkerung erwarte er aber auch Gegenleistung: Die Ausgaben für Bildung könnten nur zusammen mit den Steuern erhöht werden - "woher soll das Geld denn kommen?"
 
von Natalie Kordowski
Pinneberger Tageblatt vom  20.02.2009
 
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