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Hölck: Liebing hat den Norden nicht verstanden!

Veröffentlicht am 24.09.2015, 12:53 Uhr     Druckversion

Es rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft durch das ganze Land, auch in Schleswig-Holstein und dem Kreis Pinneberg helfen viele Ehrenamtliche den Hauptamtlichen dabei, die Ankunft und den Aufenthalt für die hier ankommenden Flüchtenden so menschenwürdig wie möglich zu gestalten.

"Viele geben dabei an, dass ihnen die Vorkommnisse in Heidenau und anderwo einen Anstoß dafür gegeben haben, sich aktiv einzubringen", berichtet Kreisvorsitzender Thomas Hölck, SPD. "Auch die Erinnerung an Mölln oder Rostock-Lichtenhagen Anfang der 90er Jahre ist vielen Menschen ein Ansporn, mit anzupacken." Nicht wenige stellten dabei fest, wie wohltuend dieses soziale Engagement auch für die Helfenden selbst ist. "Es entstehen Freundschaften, es wird zusammen gekocht. Gerade der Kreis Pinneberg in der Metropolregion Hamburg fühlt sich noch einmal mehr an wie das Tor zur Welt."
 
In diese Stimmung hinein pflanzt nun der CDU-Vorsitzende Ingbert Liebing die Idee einer "Verabschiedungskultur" und redet einen Stimmungsumschwung in der Bevölkerung herbei. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man das positive Engagement möglichst gut unterstützen kann, hält der CDU-Mann es für notwendig, Abschiebungen öffentlich mit Kameras zu begleiten, damit die Bevölkerung nicht protestiert. "Wer so redet, der hat die Norddeutschen nicht verstanden. Niemandem geht es besser, wenn er Abschiebungen künftig zur Prime Time beobachten kann. Wünscht Herr Liebing sich etwa applaudierende Menschen am Straßenrand, wenn wieder jemand gehen muss?"
 
Der SPD-Kreisvorsitzende betont den Bedarf an schnelleren Asylverfahren für alle Beteiligten, damit Menschen nicht monate- oder gar jahrelang im Unklaren über ihre Situation bleiben. Ebenso wichtig sei der gute Zugang zu Rechtsschutz. "Nicht jeder, dessen Asylantrag abgelehnt wird, wird auch abgeschoben, zB wenn gesundheitliche Gründe dem entgegen stehen. Jeder Fall muss einzeln betrachtet werden, das benötigt unser volles Engagement." In erster Linie, so Hölck, gelte jedoch, so banal es klänge: "Wir sind alle Menschen. Wir haben alle Würde. Niemandem steht es zu, sie dem anderen zu nehmen. Auch Abschiebungen müssen in Würde und Anstand vollzogen werden."

Homepage: SPD-Pinneberg


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