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Förderung der Sprache ein Schlüsselprojekt bei der Flüchtlingsintegration

Veröffentlicht am 28.09.2015, 15:45 Uhr     Druckversion

Rossmann fordert 500 Millionen € zusätzlich zur Sprachförderung vor Konferenz im Kanzleramt

Zehn Tausende Flüchtlinge und Asylbewerber suchen in diesen Tagen die Unterstützung der Bildungseinrichtungen beim Erwerb der deutschen Sprache, bei der Orientierung im gesellschaftlichen Alltag und bei der Förderung ihrer Beschäftigungsfähigkeit. Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann, Bildungsexperte der SPD-Bundestagsfraktion und zugleich Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes, dringt massiv drauf, dass es in Deutschland schnell eine Weiterbildungsoffensive für die mehreren 100.000 erwachsene Flüchtlinge gibt. Rossmann: „Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration, und zwar sowohl aus der Sicht der deutschen Bevölkerung als auch der Flüchtlinge. Nur mit den entsprechenden Sprachkenntnissen kann es einen Zugang zu Gesellschaft und Arbeit geben. Nur mit gemeinsamer Sprache gibt es auch mehr Sicherheit im Umgang miteinander.“

Handlungsdruck sieht der SPD-Bildungspolitiker insbesondere beim Ausbau der sprachlichen Erstförderung in den Ernstaufnahmeeinrichtungen, der Integrationskurse, der Bildungsberatung und der Berufsvorbereitung. Außerdem werden zur Stärkung des Ehrenamtes und zur Qualifizierung der freiwilligen Helferinnen und Helfer Mittel benötigt. Rossmann: „Das Angebot zum Sprachenlernen muss deutlich erweitert werden. Hierzu braucht es eine qualifizierte App für Flüchtlinge über die elektronischen Medien genauso wie eine Initiative zur Qualifizierung der ehrenamtlichen Sprachlehrer- und Sprachlehrerinnen. Wir brauchen mehr Fachkräfte für den Ausbau der Integrationskurse genauso wie mehr pensionierte Lehrerinnen und Lehrer als Sprachlehrer, die ihre Kompetenzen kurzfristig zur Verfügung stellen können.“

Erste wichtige Schritte sieht der SPD-Bildungspolitiker und Volkshochschulvorsitzende auch in den Beschlüssen der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder vom 24.09.15. Danach will der Bund die Integrationskurse für Flüchtlinge mit einer Bleibeperspektive öffnen und die vorgesehenen Mittel entsprechend dem Bedarf aufstocken. Darüber hinaus soll es eine verstärkte Vernetzung zwischen Integrationskursen und berufsbezogenen Sprachkursen geben. Kurzfristig sollen auch im Rahmen des Arbeitsförderungsrechtes Maßnahmen zur Vermittlung erster Kenntnisse der deutschen Sprache gefördert werden. Rossmann: „ Dahinter steckt die richtige Erkenntnis, dass Integration am besten über Arbeit gelingt und Voraussetzung für Arbeit die deutsche Sprache ist. Deshalb ist es gut, wenn diese berufsbezogenen Sprachkurse massiv ausgeweitet werden.“ Die Gesamtkosten für ein zusätzliches Angebot in der ganzen Breite beziffert der Volkshochschulvorsitzende auf 500 Millionen €. Rossmann: „Das sind durchweg rentierliche Mittel, denn der Erwerb der deutschen Sprache ist unter keinen Umständen ein Verlust, sondern eine echte Zukunftsinvestition.“

Für Rossmann muss ein besonderes Augenmerk auch auf die Verbesserung der sozialen Situation der Lehrkräfte bei den verschiedenen Bildungsträgern gerichtet werden. Rossmann: „Sie werden gerade zu Hauf von den Schulen, Hochschulen und der Wirtschaft abgeworben, weil dort attraktivere Löhne und Gehälter gezahlt werden können. Hier muss jetzt dringend eine deutliche Verbesserung her.“

Weitere konkrete Initiativen erwartet der SPD-Abgeordnete und Volkshochschulvorsitzende von dem Treffen, zu dem in dieser Woche die Bundeskanzlerin Angela Merkel Vertreter und Vertreterinnen der bei der Flüchtlingsaufnahme engagierten Verbände und gesellschaftlichen Gruppen für eine dreistündige Sitzung ins Bundeskanzleramt einlädt. Ernst Dieter Rossmann wird hier als Vertreter des Volkshochschulverbandes teilnehmen. Rossmann: „Wir haben ein klares Konzept und einen klaren Auftrag, wie wir mit anderen Weiterbildungsträgern zur Sprachförderung Entscheidendes beitragen können. Das wird bei dieser Runde zur Sprache kommen müssen, damit diese Schlüsselfrage zur Integration jetzt auch wirklich in Schwung kommt.“

Homepage: SPD-Pinneberg


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