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Ein Dach über dem Kopf reicht nicht

Veröffentlicht am 01.10.2015, 10:35 Uhr     Druckversion

Die SPD-Kreistagsfraktion Pinneberg informiert sich beim Einwandererbund über das Engagement für Flüchtlinge

Ein Dach über den Kopf reicht nicht – darin ist sich die SPD-Kreistagsfraktion beim Thema Flüchtlinge einig. „Es müssen viele Schritte in Richtung Integration erfolgen“, sagt Hans-Helmut Birke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Ein wichtiger Zugang der Menschen zu ihrer neuen Heimat bildet Sprache. Deshalb haben sich die Fraktionsmitglieder kürzlich über die Situation der Dolmetscher informiert, die für den Einwandererbund  Elmshorn tätig sind.

Die Einrichtung hat einen eigenen Dolmetscherpool. „Das sind 20 bis 30 Personen, die 16 Sprachen beherrschen“, berichtet Harun Öznarin, Präsident des Einwandererbundes, den Fraktionsmitgliedern. 

Die Sprachmittler sind oftmals die erste Anlaufstelle für die Flüchtlinge. „Insgesamt haben Ratsuchende aus 44 Nationen unsere Beratungsstellen aufgesucht“, so Öznarin. Denn immer mehr Menschen werden nicht nur in Syrien zur Flucht gezwungen – auch Menschen aus Staaten der ehemaligen russischen Föderation, wie unter anderem Kasachstan und der Ukraine und aus dem Libanon und Afghanistan nehmen die Hilfe des Einwandererbundes  in Anspruch.

Öznarin sieht die Arbeit der Dolmetscher als Sozialberatung „von A bis Z“, wie er berichtet. „Wir hatten 2014 etwa 190 so genannte Sondierungsgespräche terminiert. Nicht nur Fragen zum Asylverfahren wurden besprochen, sondern auch normale Dinge wie Standorte von Arztpraxen und wo man sich für einen Sprachkursus anmelden kann“, sagt er.

Die Dolmetscher haben nicht unbedingt in jedem Fall einen speziellen Übersetzerkursus besucht. „Es sind Einwanderer, die schon einige Zeit hier leben und wissen, welche Sorgen und Nöte ihre ehemaligen Landsleute plagen, die hier bei uns ankommen“, so Harun Öznarin.

Und es werden immer mehr. „Dieses Jahr sind es schon bis zu 30 Prozent mehr Personen, die sich an uns wenden. Unsere Anlaufstellen  sind gut besucht.“ Es sei die kompetente und zugewandte Arbeitsweise der Dolmetscher, die für hohen Zulauf an den Beratungsstellen sorge.

Der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Hans-Helmut Birke regte an, dass sich die Kreisverwaltung aber auch die Städte und Gemeinden auf dieses Angebotes zugreifen sollten, wenn es bei der steigenden Zahl von Flüchtlingen darum geht, erste Sprachbarrieren zu überwinden. 

 

Homepage: SPD-Pinneberg


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