Verkehrsdaten erfassen - Verkehrslenkung verbessern

Veröffentlicht am 03.06.2020, 09:37 Uhr     Druckversion

Den Kreis Pinneberg durchkreuzen eine Vielzahl von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Für die Kreisverwaltung eine erhebliche fachliche Herausforderung. Sie ist größtenteils für die Verkehrslenkung zuständig und bei den Kreisstraßen für die Verkehrsaufsicht, den Unterhalt und die Sanierung.

Zur Ausübung dieser Aufgabe benötigt die Verwaltung die systematische und aktuelle Erfassung der Verkehrsdaten über die tatsächlichen Verkehrsbelastungen um dieser Aufgabe gerecht zu werden. 

Und bei der Verkehrserfassung -so Rahnenführer (SPD), Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft – Planung und Verkehr (AWRV)  - steckt der Kreis immer noch in den „Kinderschuhen“. Die Kreisverwaltung hat derzeit nur ein mobiles Verkehrsdatenerfassungsgerät. Verkehrsdatenerfassung erfolgen nur anlassbezogen durch sporadische Messungen, mittels Hochrechnungen oder durch Rückgriff auf ältere Gutachten. Mit diesen Daten können verkehrstechnische Maßnahmen sowie verkehrsrechtliche als auch planerische Entscheidungen nicht immer nach dem letzten Stand der Technik getroffen werden. 

Wir brauchen ein Konzept für eine systematische Verkehrsdatenerfassung, die ein Gesamtbild der Verkehrsbelastungen -aufgeteilt nach Anzahl der Fahrzeuge, Fahrzeugklassen, Fahrtrichtungen, Geschwindigkeit und Abstand- wiedergibt, so Ulrich Rahnenführer, mit ganz praktische Auswirkungen. So können beispielsweise erforderliche Reparatur- und Sanierungsarbeiten an Kreisstraßen zeitgerecht erkannt und behoben werden. Bei reparaturbedingten Sperrungen von Straßen kann beurteilt werden, ob die Umleitungstrassen das Verkehrsaufkommen aufnehmen könne und welche Alternativen sind möglich. 

Gerade bei den anstehenden Brückensanierungen müssen Strecken als Umleitung ausgewiesen werden, die eine Beeinträchtigung von Mensch und Natur auf ein Minimum reduzieren sollen. Auch für den Ausbau und die Sanierung der Radverkehrsinfrastruktur des noch zu beschließenden Radverkehrskonzepts wird eine Verkehrsdatenerfassung benötigt. 

In einem ersten Schritt -so der Antrag der SPD für die nächste Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Wirtschaft und Planung- soll die Verwaltung aufzeigen, welche Anzahl von Messgeräten erforderlich sind, um eine systematische und ständig aktualisierte Verkehrsdatenerfassung ermöglichen und welcher personelle Aufwand zur Datenpflege und dem Betrieb notwendig ist.

Foto: Pixabay Monsterkai

Homepage: SPD-Pinneberg


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