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„Ökologische Ausrichtung darf nicht verwässert werden!“

Veröffentlicht am 19.06.2012, 15:33 Uhr     Druckversion

Zuknftige Gemeinsame Europische Agrarpolitik muss Beitrag leisten zu Klimaschutz, Umweltschutz und Biodiversitt
Nur wer Klimaschutz, Arten- und Landschaftsvielfalt erhlt, darf zuknftig noch in den Genuss von Agrarzahlungen aus europischen Steuergeldern kommen, betonte die SPD-Europaabgeordnete Ulrike RODUST am Rande der ersten Aussprache zu den Berichtsentwrfen zur Reform der Gemeinsamen Europischen Agrarpolitik (GAP) im Ausschuss fr Landwirtschaft und lndliche Entwicklung am
Die agrarpolitische Expertin der SPD-Europaabgeordneten stellte klar, dass Forderungen so mancher konservativer und liberaler Ausschusskollegen, wonach sich jeder Mitgliedsstaat die fr ihn passende Manahmen fr eine strker auf Nachhaltigkeit und kologie ausgerichteten Landwirtschaft heraussuchen knnte, der falschen Weg sei. Wir schreiben hier keine Speisekarte, an Hand dessen sich die Mitgliedstaaten das passende Men zusammenstellen knnen, sondern mssen um eine Reform ringen, die nicht zuletzt der gesellschaftlichen Akzeptanz bedarf. Ohne eine verstrkte kologisierung in der so genannten 1. Sule, also bei den Direktzahlungen an die Landwirte, wird das Verstndnis seitens der Menschen fr die EU-Agrarpolitik aber nicht einzuholen sein, so Ulrike RODUST. Schlielich, so erinnerte die Sozialdemokratin weiter, schauten auch viele Abgeordnete aus den anderen Ausschssen bereits kritisch auf die Agrarpolitik.

Selbst die Landwirtschaftsminister htten mittlerweile akzeptiert, dass es ohne eine kologisierung der GAP nicht gehe, stellte die SPD-Politikerin klar. Bei der letzten Sitzung des Agrarrats unter ihrer Leitung hatte die dnische Prsidentschaft am Montag in Luxemburg einen Sachstandsbericht vorgestellt, der erste Zwischenergebnisse zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik vorlegt und die Vorschlge zur kologisierungskomponente zusammenfasst. Bei den EU-Agrarministern scheint sich inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass eine strkere kologische Ausrichtung der Direktzahlungen notwendig ist, damit die Gemeinsame Agrarpolitik den sich ihr stellenden Herausforderungen gerecht wird, erluterte Ulrike RODUST. Allerdings besteht auch nach wie vor die Sorge, dass die Minister die Kommissionsvorschlge abschwchen wollen.

Der Fortschrittsbericht knne allerdings nicht darber hinweg tuschen, dass beim Rat in wesentlichen Punkten noch immer Uneinigkeit herrsche, was die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 angehe. Ulrike RODUST. Was den Kampf gegen den Klimawandel ebenso wie den Erhalt der Biodiversitt angeht, sehe ich eine groe Verantwortung auf Seiten des Europischen Parlaments wir Abgeordnete drfen nicht zulassen, dass sich am Ende doch noch die Gegner einer umfangreichen Reform durchsetzen, so die Sozialdemokratin abschlieend.

Homepage: Ulrike Rodust, MdEP


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