Kurzzeitpflege: Der Kreis geh├Ârt zu den Schlusslichtern

Veröffentlicht am 01.02.2020, 11:36 Uhr     Druckversion

Rossmann (SPD) schlägt Alarm: „Viel zu wenig Plätze!“

„Die Kurzzeitpflegeplätze in Schleswig-Holstein reichen nicht aus. Und im Kreis Pinneberg ist die Situation extrem schlecht. Hier muss schnell etwas geschehen, damit die Schere zwischen Bedarf und Angebot nicht noch weiter auseinandergeht.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. „Die Jamaika-Koalition und ihr Sozialminister Dr. Heiner Garg von der FDP müssen jetzt schnell einen Maßnahmenplan vorlegen, der sowohl akute als auch strukturelle Verbesserungen vorsieht“, verlangt der Politiker. „Der Bund macht bereits seine Hausaufgaben. Jetzt ist das Land gefordert.“ Auch aus dem Kreis müsse Druck Richtung Kiel gemacht werden.

Aktuelle Zahlen der AOK Nordwest bestätigen den Alarmruf des Abgeordneten. „Im März 2019 gab es im Land insgesamt 1.650 Kurzzeitplätze, im Kreis Pinneberg befanden sich davon 145, insbesondere im Umfeld der Städte“, berichtet Rossmann. „Das sind nur 4,6 pro 10000 Einwohner. Damit teilt sich der Kreis im Landesvergleich den vorletzten Platz mit den Nachbarn aus Segeberg. Nur Flensburg ist noch schlechter.“

Dabei ist die Kurzzeitpflege ein wichtiges Instrument, um Übergangszeiten nach einer stationären Behandlung oder eine kurzfristige Krisensituation in der häuslichen Versorgung zu bewältigen. Sie hilft auch, stationäre Langzeitpflege hinauszuzögern oder sogar zu verhindern. „Mit dem Krankenhausstrukturgesetz wurde die Kurzzeitpflege von 2016 an als neue Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt. Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz ist die Möglichkeit Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen, dann ausgeweitet worden. Die Fraktionen von Union und SPD wollen die Kurzzeitpflege jetzt außerdem von Bundesseite weiter stärken.“ Dazu gehört die Konkretisierung des Sicherstellungsauftrags, damit Länder, Kommunen, Pflegeeinrichtungen und Pflegekassen den Ausbau der notwendigen pflegerischen Versorgungsstrukturen insbesondere im Hinblick auf die Kurzzeitpflege besser umsetzen können. 

„Die Koalitionsfraktionen haben die Bundesregierung außerdem beauftragt, eine wirtschaftlich tragfähige Vergütung in der Kurzzeitpflege sicherzustellen und Angehörige besser zu unterstützen“, erklärt Rossmann. „Außerdem soll sie ein jährliches Entlastungsbudget schaffen, das flexibel in Anspruch genommen werden kann.“

Vor diesem Hintergrund müsse Sozialminister Garg schnell ein Landeskonzept vorlegen, wie es andere Bundesländer bereits angekündigt haben. „Auch wenn der Minister jetzt auf Zeit spielt und ein ums andere Mal auf Berlin zeigt: Es ist Aufgabe der Länder, in diesem Bereich für ausreichende Versorgungsstrukturen zu sorgen“, macht der SPD-Mann deutlich. „Dass die Landesregierung bisher weder über die Auslastung der bestehenden Angebote noch über Versorgungslücken Erkenntnisse sammelt, ist nicht nur ignorant, sondern fahrlässig.“ Neben solchen Daten und Entwicklungen Dabei müsse das Land auch die demografischen Effekte im Blick haben. Rossmann: „Schon jetzt ist es gerade in unserer Region schwer, zeitnah einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden. Und während die Zahl der Anspruchsberechtigen und damit der Bedarf steigt, wächst das Angebot nicht im ausreichendem Maß mit.“

Das Konzept des Landes müsse dabei nicht nur den entschlossenen Ausbau der allgemeinen Kurzzeitpflegeangebote mit Sofort- und Strukturmaßnahmen zum Inhalt haben, sondern auch den Bedarfen besonderer Zielgruppen wie etwa jüngerer Patienten Rechnung tragen. „Dass 145 Kurzzeitpflegeplätze in einem 300000-Einwohner-Kreis nicht ausreichen können, ist offensichtlich“, sagt Rossmann. „Wir müssen deshalb auch aus unserer Region heraus Druck auf Kiel machen, damit in Sachen Kurzzeitpflege das Ruder schnell herumgeworfen wird.“




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