SPD Kölln-Reisiek

Betreuende Grundschule Kölln-Reisiek

Vor ca. 20 Jahren entstand in K√∂lln-Reisiek eine neue Initiative. In der Grundschule gab es einige Eltern, die wegen ihrer Berufst√§tigkeit f√ľr ihre Kinder nach der Schulzeit eine Betreuungsm√∂glichkeit suchten. Es fanden sich zwei M√ľtter, die abwechselnd in den R√§umen der Schule auf die 2-5 Kinder aufpassten. Die Betreuung fand nur stundenweise und bis ca. 13:00 Uhr statt. Nach zwei Jahren war der Bedarf schon auf 12 Kinder gestiegen und eine weitere Frau wurde eingestellt. Hierbei handelte es sich um Ina M√ľnster, die immer noch mit Freude dabei ist. Die Betreuungszeit wurde im Jahre 2000 auf 13:30 Uhr ausgedehnt. Die Nachfrage nach Betreuungspl√§tzen wuchs mit der Zeit und so wurden auch die Betreuungszeiten immer weiter ausgedehnt. Zun√§chst bis 14:00 Uhr und seit 2014 k√∂nnen die Kinder bis 16:00 Uhr bleiben.

Im Jahr 2010 wurden im Schnitt 27 bis 30 Kinder betreut. Mit der Besiedlung der Neubaugebiete und der zunehmenden Berufst√§tigkeit beider Elternteile stieg die Zahl der betreuten Kinder 2013 auf √ľber 45 Kinder. Schon ein Jahr sp√§ter hatten sich √ľber 55 Kinder angemeldet.

Plötzlich stand der Vorstand, der sich aus ehrenamtlich tätigen Eltern zusammensetzt, vor massiven Problemen. Die Raumnot war durch die vielen Kinder so akut, dass die Betreuerinnen und die Kinder unter Dauerstress litten.

Kurzfristig half hier der Tennisverein aus, der die Kinder im Vereinsheim essen lie√ü. Vielen Dank an dieser Stelle dem Tennisverein f√ľr die schnelle Hilfe!

Der Gemeinderat bildete eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Raumsituation beschäftigte. Als wirtschaftlichste und angemessenste Lösung wurde ein Anbau an die jetzt genutzten Räume gesehen. Diesem Vorschlag folgte die Gemeindevertretung, so dass hoffentlich nach den Sommerferien ein neuer Anbau auf die Kinder wartet.

Ferner machte es die gro√üe Anzahl der Kinder n√∂tig, dass besonders in der Mittagszeit mehr Personal vorgehalten wird. Der Vorstand wurde jetzt mehr mit Arbeitgeberpflichten besch√§ftigt: Stellenausschreibungen, Vorstellungsgespr√§che, Arbeitsvertr√§ge, Personalgespr√§che mussten bewerkstelligt werden. Hinzu kam, dass die hohen Personalkosten nicht durch die Beitr√§ge gedeckt werden konnten. Und viele Eltern w√ľnschten eine Erweiterung der Betreuungszeit auf 16:00 Uhr, was weitere Kosten verursachte. Schnell wurde deutlich, dass der Verein ohne eine Ver√§nderung auf die Insolvenz zusteuert. Unter hohem Druck musste jetzt eine L√∂sung erarbeitet werden. Antje Syre¬ī, Claudia Heinitz, Christiane Schrock und Kerstin Andrea Mathea holten Vergleichsinformationen anderer Schulen ein und rechneten, dass die K√∂pfe rauchten. Es entstanden neue Beitragsmodelle, die hoffentlich die Zahlungsf√§higkeit aufrechterhalten. Leider war die Notwendigkeit f√ľr diesen Schritt nicht f√ľr alle Eltern nachvollziehbar, so dass sich die Damen vom Vorstand oft f√ľr das Vorgehen rechtfertigen mussten. Es ist sehr schade, dass ehrenamtlich T√§tige, die auch noch viel Verantwortung √ľbernehmen, teilweise sehr angegriffen werden. Die SPD-Fraktion dankt dem Vorstand f√ľr den gro√üartigen Einsatz in einer st√ľrmischen Zeit. Wir hoffen auch, dass sich ein neuer Vorstand findet, so dass die Arbeit weiter gef√ľhrt wird. Denn ohne einen Vorstand kann die Arbeit der betreuenden Grundschule nicht aufrechterhalten werden. Die Leidtragenden w√§ren dann die Kinder.

Karen Reumann
SPD-Fraktionsmitglied

 
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