Schülerfreizeit der lettischen und deutschen Schüler

Izpētīt kopā – Gemeinsam erforschen

Unter diesem Motto stand die Schülerfreizeit der lettischen und deutschen Schüler in diesem Jahr. Im nachfolgenden (gekürzten) Bericht hat Sandra Stankeviča, Grundschullehrerin in Ērgļi und Leiterin der Besuchergruppe, ihre Eindrücke für die dortige Gemeindezeitung zusammengefasst:

Nometnē Vācijā - Camp in Deutschland

Zehn Schüler der 4. Klasse aus Ērgļi waren im Camp in Deutschland. Das hat unsere Partnergemeinde Ķelnes –Reizīkas (Kölln-Reisiek) organisiert. Für die meisten aus der Gruppe war es zum ersten mal eine Reise ins Ausland und auch ein Besuch in Kölln-Reisiek.
Unsere Reise ging sehr früh im Flughafen Riga los. In Hamburg wurden wir von Harmu Muensteru (Harm Münster) erwartet.
Bald war die erste Aufregung vorbei, und wir machten es uns bequem in den Räumen des Gemeindezentrums von Kölln-Reisiek.
Der Sonnabend begann sehr schön. Es war ein gemeinsamer Spaziergang zur Bäckerei, um die frischen Brötchen für unser Frühstück zu kaufen.
Das Frühstück begann mit einem gemeinsamen Lied, in deutscher und lettischer Sprache gesungen. Diese Tradition entstand vor drei Jahren in Ērgļi.
Die Eröffnung des Camps. Die Begrüssungsworte sagte die Bürgermeisterin von Kölln-Reisiek Karīna Rēdere (Karin Rōder). Wir sangen die Lieder. Danach folgte eine Überraschung – die Vertreterinnen der Sparkasse Südholstein schenkten den Kindern der Mittelschule Ērgļi 10 Skateboards. Es wurden die Fahnen der beiden Gemeinden aufgezogen. Es beteiligten sich dabei auch die Eltern der deutschen Kinder und viele Gäste. Am Nachmittag gingen wir alle zum Bad, am Abend gab es gemeinsame Spiele und Freundschaft.
Der Sonntag war der Elterntag. Das bedeutet, dass den ganzen Tag die Eltern und Grosseltern der deutschen Kinder mit uns waren. Wir lernten mehrere interessante Spiele.
Am nächsten Morgen organisierten Lia und Alissa, die Mädchen aus den ehemaligen Camps, Orientierungspiele. Wir bekommen die Aufgaben – findet in Kölln-Reisiek die Plätze, die mit Ērgļi zusammenstehen. Ausserdem freuen wir uns über die gepflegten Gärten und schönen Fusswege.
Am Nachmittag wurde für uns speziell das Industriemuseum in Elmshorn geöffnet. Der Guide lässt uns in die Rolle der Arbeiter schlüpfen. Wir setzen die Dampfmaschine in Bewegung, besichtigen die Werkstatt des Schneiders und Schuhmachers.
Viel Spass bereitet uns die Besichtigung der Schulklasse. Man muss die Vorschriften der Schule streng beachten – für die Mädchen und Jungs einzeln. Wir ziehen uns die Schuluniformen an. Der Lehrer ist streng
Der Dienstag bringt unseren Kindern eine neue Überraschung. Wir fahren zur Nordsee. Unterwegs beobachten wir die Windgeneratoren, fahren über den Kiel-Kanal. Zuerst besuchten wir das grosse Aquarium, wo viele verschiedene Fische schwimmen. Später gehen wir weiter. Ich hoffe, dass vielen die Ebbe an der Küste der Nordsee in Erinnerung bleiben wird. Wir hatten das Glück, das gesehen zu haben. Das Regen störte uns ganz wenig, aber der Wind schüttelte uns ganz schön.
Am Mittwoch verbrachten wir die Zeit in verschiedenen Klubs. Am Vormittag schiessen wir, am Nachmittag teilen wir uns in Gruppen und machen den lustigen Staffellauf mit der Jugendfeuerwehr. Am Abend im Sportklub machen wir ungewöhnliche Aufgaben. Wie es scheint, wohnen auf den Inseln im Norden Deutschlands ungewöhnliche Einwohner, und ihre „olympische Disziplinen” sind auch ungewöhnlich. Der Teebeutel fliegt, zum Beispiel, gar nicht ganz so weit, wie man denken wollte. Die Eltern erfreuten uns an diesem Abend mit selbstgebackener Pizza. Der letzte Abend zusammen und natürlich - Diskotanz.
Am Donnerstag wir werden im Kindergarten erwartet. Das Gebäude ist neu und breit. Es wurden Ökobaumaterialien verwendet. Wir singen und spielen zusammen mit den Kindern.
Nun es ist  Zeit, die Taschen zu packen und zum Abschluss des Camps uns vorzubereiten. Es gibt so viele Menschen, denen wir  Dankeschön aussagen müssen, damit dieses Camp stattfinden konnte.
Nocheinmal sage ich den herzlichsten Dank unseren deutschen Freunden in Kölln-Reisiek!
Wir hoffen auf ein neues Wiedersehen in Ērgļi!

Sandra Stankeviča.    

 

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