SPD Kölln-Reisiek

Naturschutz an der Kr├╝ckau in K├Âlln-Reisiek

Die Kr├╝ckau spielt in der Naturschutzarbeit des Kreises Pinneberg eine wichtige Rolle.
Die Wasserqualit├Ąt ist dank des Kl├Ąrwerks Hetlingen deutlich besser als in fr├╝heren Jahren. Seit ├╝ber 20 Jahren wird auch mit Unterst├╝tzung der Gemeinde K├Âlln-Reisiek daran gearbeitet, dass das Leben in der Kr├╝ckau und ihren Randbereichen wieder einen naturnahen Zustand erreicht. Gro├če Wiesenfl├Ąchen entlang des Flusses sind aus der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen worden und werden durch Robustrinder beweidet. Einige Altarme der Kr├╝ckau wurden wieder ge├Âffnet, auch sind Auent├╝mpel und Stillgew├Ąsser wieder entstanden. Bachs├Ąume aus Erlen, Eschen und Weiden sind an verschiedenen Uferbereichen angepflanzt worden. Dies alles dient einer F├Ârderung von Flora und Fauna, wie sie f├╝r Flussniederungen typisch ist. ├ťber die Jahre sind hier einst eher artenarme Agrarfl├Ąchen zu vielf├Ąltigen halboffenen Weidelandschaften geworden oder haben sich zu stabilen, artenreichen Auengeh├Âlzen gewandelt.

Die Erfolge im Artenschutz sind beachtlich. Amphibien wie Gras- und Wasserfrosch, Erdkr├Âte sowie Kamm- und Teichmolch haben sich vermehrt eingefunden. Der Vogelreichtum in den naturnahen Fl├Ąchen ist beeindruckend. An den Weihern siedeln Stock- und Reiherenten. Krick- und Kn├Ąkenten sind zur Brutzeit gesehen worden. In den Hochstauden der Randzonen br├╝ten Rohrammern, Sumpfrohrs├Ąnger, Feldschwirl, Braun- und Schwarzkehlchen. Die Feuchtwiesen sind bis heute Heimat von Kiebitz und Austernfischer. Jahrweise rufen auch Wachtel und Wachtelk├Ânig. Auch der schillernde Eisvogel stellte sich ein. F├╝r ihn wurden in K├Âlln-Reisiek Steilw├Ąnde als Brutplatz geschaffen. In manchen Jahren wurde erfolgreich gebr├╝tet.

In den beweideten Gr├╝nlandfl├Ąchen wurden Pflanzinseln angelegt, die mit einem Kranz von Wei├čdorn, Wildrosen und Schlehen umgeben sind. Davon profitiert in besonderem Ma├če der Neunt├Âter, der einmal in einem Jahr auf etwa 80 ha mit 13 Paaren gebr├╝tet hat. Eine Dichte, die man im weiten Umkreis nicht mehr findet. Der Neunt├Âter ist eine Indikatorart f├╝r insektenreiche und vielf├Ąltig strukturierte, halboffene Weidelandschaften. Au├čer dem Neunt├Âter kommen auch Goldammer, Dorngrasm├╝cke und Baumpieper vor ┬ľ alles Vogelarten, die es sonst in der uns umgebenden intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft schwer haben.

Die aus der intensiven Nutzung heraus genommenen Fl├Ąchen sind nicht sich selbst ├╝berlassen. Sie werden beweidet, auch werden einige Pflegema├čnahmen durchgef├╝hrt. Bei der Organisation und Durchf├╝hrung der Arbeiten spielt der Naturschutzbund (NABU) Elmshorn eine wichtige Rolle. Er ist f├╝r einen gro├čen Teil der Fl├Ąche als Gebietsbetreuer zust├Ąndig, auch hat er selbst umfangreiche Flurst├╝cke erworben. Die Gemeinde K├Âlln-Reisiek unterst├╝tzt diese Arbeit des NABU seit Jahren ideell, finanziell und durch die besondere Ber├╝cksichtigung des Kr├╝ckautals bei Ausgleichma├čnahmen f├╝r die im Ort entstandenen Baugebiete.

Wer Interesse hat die vielf├Ąltige Flora und Fauna dieses Gebietes n├Ąher kennen zu lernen, ist herzlich eingeladen, am Sonnabend, dem 28. Mai 2016, an einer F├╝hrung durch das Kr├╝ckautal teilzunehmen. Der Umweltausschuss der Gemeinde K├Âlln-Reisiek ist Veranstalter, fachkundige Verantwortliche aus dem NABU Elmshorn informieren die Teilnehmer.

Treffpunkt ist um 14:30 Uhr vor Ort am "Deutschen Eck" (Zusammenfluss von Kr├╝ckau und Offenau). Es wird eine reine Fu├čwanderung sein, die vor Ort mehrere Biotope zum Ziel hat und ca. 2 Std. dauern wird. Die Anfahrt zum Treffpunkt sollte wenn m├Âglich per Rad erfolgen. Es wird festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung empfohlen.

 
Unser Vertreter im Bundestag
image
Mitglied werden im SPD-Ortsverein
image