SPD Kölln-Reisiek

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Der Zweck des Zweckverbands

┬äSchnelles Internet f├╝r K├Âlln-Reisiek?┬ô ┬ľ so titelten wir in unseren Dorfnotizen vom Herbst 2011. Bereits 2009 wurde in K├Âlln-Reisiek eine Umfrage durchgef├╝hrt, die einen h├Âheren Bandbreitenbedarf als vorhanden ergab.

Die danach vorgelegten Konzepte beinhalteten grunds├Ątzlich eine hohe Prozentzahl von garantierten Anschlussvertr├Ągen oder hohe Investitionskosten f├╝r die Gemeinde.

Dennoch wurden weitere M├Âglichkeiten gepr├╝ft, die K├Âlln-Reisieker an einer fl├Ąchendeckenden Breitbandversorgung Teil haben zu lassen.

Eine erg├Ąnzende Umfrage Anfang 2012 best├Ątigte den dringenden Bedarf nach h├Âherer Bandbreite

Nach Gespr├Ąchen mit potentiellen Anbietern f├╝r einen Netzausbau zeichnete sich eine wirtschaftlich vertretbare L├Âsung ab und es wurde 2012 beschlossen, Mittel f├╝r den Ausbau der Breitbandinfrastruktur bereit zu stellen. Die Deutsche Telekom ert├╝chtigte bis Ende 2013 daraufhin die vorhandenen Kabelverzweiger mit Breitbandtechnologie und erm├Âglichte damit gr├Â├čere Bandbreiten in der VDSL-Technologie im Nahbereich, bzw. ADSL-Technologie im entfernteren Bereich der Verteiler.

Der Gemeindevertretung war bewusst, dass es sich bei der getroffenen Entscheidung um eine Br├╝ckentechnologie handelt, d.h. dass das mittelfristige Ziel sein muss, das Gemeindegebiet mit Lichtwellenleitertechnologie auszur├╝sten, um den B├╝rgern wirklich hohe Bandbreiten anbieten zu k├Ânnen. Klar war aber auch, dass die Gemeinde es nicht alleine schaffen kann, ein entsprechendes Verfahren zur Planung, Ausschreibung und Realisierung durchzuf├╝hren. Es mussten also Allianzen gefunden werden. Diese ergab sich schlie├člich Anfang 2016 mit der M├Âglichkeit, dem "Zweckverband Breitband Marsch und Geest" (ZBMG) beizutreten. Ziel des Zweckverbands ist der weitere ┬äfibre to the home┬ô-Ausbau des Netzes in den Verbandsgemeinden. Selbst entlegenste Gebiete sollen mit Glasfaserkabel versorgt werden.

Dem Zweckverband geh├Ârten bereits 11 Gemeinden im Kreis an. Nun haben sich mit den Gemeinden des Amtsbezirks Elmshorn-Land (au├čer Klein Offenseth-Sparrieshoop) und Ellerhoop weitere 7 Gemeinden angeschlossen.

F├╝r die ┬éNeulinge┬Ĺ muss ein zweistufiges Verfahren nach dem bundesdeutschen Telekommunikationsgesetz erfolgen. Zun├Ąchst ist vom Kreis ein Interessenbekundungsverfahren f├╝r die unterversorgten D├Ârfer durchzuf├╝hren. In dem Verfahren wird bei Telekommunikationsunternehmen abgekl├Ąrt, ob sie parallele Interessen verfolgen. Weil - soweit m├Âglich - F├Ârdermittel eingeworben werden sollen, muss das Projekt europaweit ausgeschrieben werden. Es schlie├čt sich ein Bieterverfahren an, das der Zweckverband ausschreibt. Rund ein Jahr dauert es nach Expertenmeinung, bis ein geeigneter Anbieter gefunden ist, zwei weitere Monate bis die Bundesnetzagentur ihre Zustimmung erteilt. Der Anbieter wird dann mit dem Ausbau des Glasfasernetzes beauftragt. Der Zweckverband pachtet es anschlie├čend von dem Unternehmen.

Bevor die Glasfaserkabel verlegt werden k├Ânnen, muss allerdings eine hohe Anzahl von Haushalten ein Vertrag mit dem Zweckverband unterschreiben. F├╝r jeden Erschlie├čungsbereich muss die Quote separat berechnet werden (z.B. 55% der Haushalte). Der Zweckverband hofft, die Verfahren schnell durchf├╝hren und bereits im 2. Quartal 2017 mit Bauarbeiten beginnen zu k├Ânnen.

Damit gilt der Satz: Es gibt Hoffnung f├╝r viele, die in D├Ârfern leben und unter schlechten ├ťbertragungsgeschwindigkeiten im Internet leiden.

Wann welche Gemeinde ┬éin Angriff genommen wird┬Ĺ, entscheidet die Verbandsversammlung, in die jede Gemeinde 2 Vertreter entsendet.

Wann die Gemeinde K├Âlln-Reisiek ┬édran┬Ĺ sein wird und wie die Aussichten f├╝r die Haushalte sind, die in einem 550-Meter-Kreis um Verteilerk├Ąsten f├╝r schnelles Internet anderer Anbieter, wie etwa der Telekom oder Kabel Deutschland, liegen, kann zur Zeit leider noch nicht gesagt werden.

 
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