Knick knicken muss sein!

Im Februar 2017 wurde der Knick in der Stabeltwiete und im Sandkamp abgeschnitten. Besorgte und teilweise auch verärgerte Mitbürgerinnen und Mitbürger hier aus der Gemeinde haben sich deshalb mit Fragen an unsere  Bürgermeisterin, Kerstin Frings-Kippenberg, und an den Vorsitzenden des Umweltausschusses,  Bernhard Taut, gewendet.

Damit alle Mitbürgerinnen und Mitbürger die übermittelten Informationen erhalten, dieser kurze Artikel hier in den Dorfnotizen:

Knicks sollen vor Wind und Erosion schützen. Knicks beherbergen eine besondere Pflanzen- und Tierwelt. Alle 10 bis 15 Jahre muss der Knick „auf den Stock gesetzt“, oder, wie es auch heißt, „geknickt“ werden, d.h. der gesamte Holzbewuchs wird bis auf kurze Stümpfe abgesägt. Versäumt man dies nach dieser Zeitdauer, dann „wächst der Knick durch“. Übrig bleibt dann nur noch eine lichte Baumreihe, die neben ihrer ursprünglichen Artenvielfalt auch ihre Windschutzwirkung eingebüßt hat.

      

Wenn man also einen frisch abgesägten Knick in der Landschaft sieht, bedeutet dies keine Knickzerstörung, sondern die Pflege eines wichtigen Landschaftselementes. Die althergebrachte Pflege des Knickens ist unumgänglich notwendig, um die Knicks in ihrer vielfältigen Bedeutung im Natur- und Landschaftshaushalt zu erhalten. Auf den Hinweis, dass so starke Bäume gefällt wurden, kann leider nur entgegnet werden: „Laut Knickerlass des Landes Schleswig-Holstein sind nur solche Bäume im Knick vor Fällung geschützt, die in1 Meter Höhe einen Stammumfang von 2 Metern haben.“ Die gesamte Aktion mit der Fällung von Bäumen war zudem mit der UNB (Untere Naturschutzbehörde) Pinneberg abgesprochen, und Mitarbeiter der Behörde haben diejenigen Bäume, die als sogenannte Überhälter stehen bleiben sollten, bestimmt und markiert. Dabei wurde die Regel angewendet, dass der Abstand der Überhälter im Knick zwischen 40 bis 80 Meter betragen soll. Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger bitte ich, den Knick in den nächsten 2 Jahren zu beobachten. Sie werden erstaunt sein, wie schnell die Pflanzen sich von diesem „Schock“ erholen und neu und stark austreiben. Frisches und dichtes Grün wird entstehen.

Bernhard Taut
Vorsitzender Umweltausschuss

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