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Ausgleichsflächen B18 / B19
Ausgleichsflächen B18 / B19
Im Herbst 2017 wird sich so manche Bürgerin und mancher Bürger beim Spazieren gehen auf der Widentwiete (von den Kleingärten in Richtung Schutzhütte) gefragt haben, was das denn soll?  Bagger schufen Deiche mitten in der Landschaft?
Das hat seinen Grund. Und jetzt im Frühjahr kann jeder erkennen, dass die „Deiche“ bepflanzt sind und die inzwischen gesetzten Pflanzen fleißig treiben. Nun die Auflösung des Rätsels. Die „Deiche“ sind sogenannte Knickwälle. Auf den Knickwällen sind Pflanzen gesetzt worden, die später mal, wenn sie denn richtig groß geworden sind, einen Knick darstellen.
Die in diesem Bereich entstandenen Knicks gehören zu den Ausgleichsmaßnahmen, die notwendig wurden für die neuen Baugebiete. (Bebauungspläne B18 und B19). In den neuen Baugebieten wurden, damit die Straßen und Baugrundstücke entstehen konnten, erhebliche Eingriffe in die Natur vorgenommen. Die sich aus dem Eingriff ergebenden Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind funktional auszugleichen, oder es sind gleichwertige andere Aufwertungen vorzunehmen. Die wichtigsten Rechtsgrundlagen hierzu sind §§ 14 und 15 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sowie §§ 1a und 35 des Baugesetzbuches (BauGB). Einzelheiten ergeben sich aus den Naturschutzgesetzen der Länder.
 
Die Flächen um die neu entstandenen Knicks werden in ein paar Jahren dazu dienen, dass Landwirte aus unserem Ort dort Kühe weiden lassen.     Es werden wohl Muttertiere sein, die dann in dieser Gegend ihre Kälber großziehen.
Mit einer anderen Fläche wird ein anderer Weg beschritten. Diese befindet sich gegenüber den neu entstandenen Knicks. Im Oktober 2017 konnte in den SHZ Zeitungen aus Barmstedt und Elmshorn ein Artikel gelesen werden mit dem Titel:   Jäger erschaffen ein neues Blütenmeer
 

Im Frühjahr 2017 nahm Jürgen Glißmann als Vertreter der Jägerschaft Kontakt auf mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses und erzählte von seiner Idee, die Pflege für eine Ausgleichsfläche übernehmen zu wollen, um dort eine Blühfläche anzulegen. Diese Idee wurde im Anschluss an das Planungsbüro weitergegeben, die zusammen mit der UNB (Unteren Naturschutzbehörde) geklärt hat, ob so etwas möglich ist. Sowohl der Umweltausschuss der Gemeinde als auch die Untere Naturschutzbehörde befürworteten die Aktion. Bereits Anfang Juni wurde die erste Aussaat gemacht. Im Artikel heißt es: “ Die Jagdgemeinschaft habe sich zum Ziel gesetzt, „Blühflächen anzulegen, um Insekten zu fördern“. Die Insekten wiederum seien Lebensgrundlage für viele Vögel und Bodenbrüter wie beispielsweise den Fasan. Durch „die Vielfältigkeit der Saatgutmischung erreichen wir, dass den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein auf der Fläche ständig etwas blüht“. „

Das Ergebnis war wundervoll. Die Fotos sprechen für sich. Auch in diesem und in den folgenden Jahren soll die Fläche blühen und viele Nährstoffe für alle Insekten bieten.
 
 
 
 
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