Fachkräfte, Schulen und Stadtentwicklung

Veröffentlicht am 18.09.2017, 15:18 Uhr     Druckversion

Björn Warmer und Martin Habersaat

Martin Habersaat besucht Björn Warmer

Der Sommer geht auf die Zielgerade, und ebenso verhält es sich mit den sommerlichen Besuchen des Reinbeker Landtagsabgeordneten Martin Habersaat bei den Bürgermeistern im Wahlkreis.<


Jetzt traf sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion mit Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer, um Eindrücke und Informationen zu aktuellen Entwicklungen in Stadt und Land auszutauschen. Im Mittelpunkt standen familien- und wirtschaftspolitische Fragestellungen ebenso wie Bildungspolitik und Stadtentwicklung.

Björn Warmer berichtete von einem steigenden Interesse der Unternehmen am Reinbeker Ausbildungsmarkt. Junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen möchten, werden stark umworben und können sich häufig zwischen mehreren Angeboten entscheiden. Seit einigen Jahren übersteigt nicht nur die Zahl der Ausbildungsplätze die Nachfrage, sondern auch die Zahl der möglichen Aussteller auf der regionalen Ausbildungsmesse. Gleichzeitig sei der Fachkräftemangel aber oft noch nicht so groß, dass Unternehmen und Verwaltungen völlig neue Wege zur Sicherung des Nachwuchses beschreiten, fanden beide. So gibt es im Raum Reinbek / Glinde bisher nur einen einzigen Betriebskindergarten. Martin Habersaat: „In Kiel und Lübeck hat das Universitätsklinikum Kindertageseinrichtungen geschaffen, die Eltern im Schichtdienst eine Betreuung rund um die Uhr anbieten können. In unserer Gegend ist es meist schon ein Problem, wenn Eltern nach 18 Uhr noch arbeiten müssen. Hier würde ich mir auch mehr Engagement der Unternehmen wünschen.“

Derzeit erfolgt die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung in Südstormarn. Durch den Beschluss der Landesregierung, an den Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren zurückzukehren, wird es aber Änderungen geben. Schwierig ist für die Stadt Reinbek, dass nun, nachdem in den kommenden Jahren viele Investitionen in Grundschulen und die Gemeinschaftsschule anstehen, zusätzlich neue Räume an der Sachsenwaldschule geschaffen werden müssen. „Und das, wo die Sachsenwaldschule auch ohne diese Änderung schon bald 1400 Schülerinnen und Schüler haben dürfte. Eltern und Lehrer begrüßen die Rückkehr zu G9 nach meiner Einschätzung mehrheitlich, aber das Land muss die Kommunen hier unterstützen“, so Warmer.   

Im vierten Quartal beginnt der „Stadtcheck 2017“. Björn Warmer, der nach drei Jahren gerade die Halbzeit seiner ersten Amtszeit erreicht hat, möchte über zahlreiche Beteiligungsformen ergründen, welche Ziele die Reinbekerinnen und Reinbeker für ihre Stadt haben. Nur, wer Ziele habe, könne auch Wege zu deren Erreichung beschreiten. Martin Habersaat betrachtet das Vorhaben noch aus einem anderen Interesse: „Ich bin gespannt, welche Formen der Beteiligung sich als erfolgreich erweisen. Letztlich funktioniert eine Gesellschaft nur, wenn möglichst viele Menschen mitmachen. Da gab es in vielen Demokratien der Welt zuletzt Schwierigkeiten.“ Und die Lösung sei in den Städten und Gemeinden zu finden. 

 

Foto: Björn Warmer und Martin Habersaat

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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