Vom Pfeifen im Walde

Veröffentlicht am 12.08.2019, 20:57 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Zur Pressekonferenz der Bildungsministerin zum Schuljahresbeginn erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

 

„Bildungsministerin Prien lässt erkennen, dass die fetten Jahre auch in ihrem Zuständigkeitsbereich demnächst vorbei sind. Die Schülerzahlen beginnen allmählich wieder zu steigen, aber es stehen nicht genügend Lehrkräfte zur Verfügung.


Wenn sich die Ministerin darüber freut, „dass wir die ausgeschriebenen Lehrerstellen im Land überwiegend werden besetzen können“, ist das Pfeifen im Walde unüberhörbar. Ob die Idee einer Buschzulage für die besonders unbeliebten Regionen ausreicht, um die Versorgungslücken in der Fläche zu schließen, darf bezweifelt werden.

Die einseitige Bevorzugung der Gymnasien durch die Jamaika-Koalition trägt „Früchte“: An dieser Schulart sind fast alle neu ausgeschriebenen Stellen besetzt worden, während an fast allen anderen Schularten noch deutliche Lücken klaffen.

„Vorwärts in die Vergangenheit“ heißt es pädagogisch: Das Sitzenbleiben soll wieder der Normalfall werden. Hier war Schleswig-Holstein einst trauriger Spitzenreiter in Deutschland, ausgerechnet hierhin scheint Frau Prien zurückzuwollen.

Ähnlich sieht es beim Sortieren von Schülerinnen und Schülern aus. Die Gymnasien dürfen künftig auch nach Klasse 5 abschulen, die Gemeinschaftsschulen sollen sehen, wie sie damit klarkommen.
Wenn Bildungspolitik bei Jamaika so aussieht, wünschte man sich die Schwerpunkte der Regierung woanders.“

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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