Das Frauenhaus Wedel wird dringend gebraucht

Das Frauenhaus in Wedel wird dringend gebraucht: Darin sind sich die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies und die Elmshorner Gleichstellungsbeauftragte Maren Schmidt einig. Beide trafen sich kürzlich im Elmshorner Rathaus zu einem Gespräch.

Dabei informierte Maren Schmidt die Politikerin unter anderem darüber, dass von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder überdurchschnittlich lange in den Kreis Pinneberger Frauenhäusern bleiben. Grund dafür sei die katastrophale Lage auf dem Wohnungsmarkt. „Günstige Mietwohnungen sind schwer zu bekommen“, so Beate Raudies. Dass die Hartz-IV-Richtwerte nicht auskömmlich seien, würde die Wohnungssuche noch erschweren.

Die SPD-Landtagsabgeordnete informierte Maren Schmidt darüber, dass die Landesregierung 500 000 Euro zusätzliche Finanzen für Beratungsstellen und Frauenhäuser ausschütten würde, um deren Bestehen sicher zu stellen.

Weiteres Thema der Zusammenkunft: Frau und Beruf. Die Elmshorner Gleichstellungsbeauftragte betonte gegenüber Beate Raudies, dass in den Beratungsstellen Frau & Beruf konkrete Hilfestellung für berufliche Wiedereinsteigerinnen  und von Arbeitslosigkeit betroffene Frauen geleistet werde. Denn: „Bei den Arbeitsagenturen gelten Frauen, die vier Jahre lang in keinem Beschäftigungsverhältnis standen, als schwer vermittelbar“, so Raudies. Da in den Beratungsstellen wichtige Arbeit geleistet werde, um betroffene Frauen schnell wieder in Lohn und Brot zu bringen, habe der Landtag die Regierung dazu aufgefordert, die Finanzierung der Angebote langfristig zu gewährleisten.

Die Politikerin und die Elmshorner Gleichstellungsbeauftragte wollen sich künftig regelmäßig zum Informationsaustausch treffen.

Elmshorn, den 18. Nov. 2012