Beate Raudies zu Gast beim Amt Moorrege

(von links nach rechts: Jens Neumann, Walter Rißler, Beate Raudies, Rainer Jürgensen, Horst Schaper)

Bei einer Zusammenkunft mit Vertretern des Amtes Moorrege ging es unter anderem um das Thema Schulkostenbeiträge und um die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt in der Region.

Die Schulkostenbeiträge, die von den Schulträgern ab 2013 nach der Vollkostenmethode berechnet werden müssen, könnten zum finanziellen Problem für kleine Kommunen werden ­ das erfuhr die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies bei ihrem Antrittsbesuch bei der Amtsverwaltung Moorrege. Dort traf sie sich kürzlich zu einem Gespräch mit Amtschef Rainer Jürgensen, Kämmerer Jens Neumann, dem Amtsvorsteher und Holmer Bürgermeister Walter Rißler und Horst Schaper, dem Vorsitzenden des Holmer Finanzausschusses. Mittels Schulkostenbeiträgen sollen sich die Wohnortgemeinden an den laufenden Kosten und Investitionen der Schulträger beteiligen. Die neue Berechnungsmethode führt nun teilweise zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen. So rechnet Holms Bürgermeister Walter Rißler mit etwa 150 000 Euro an Mehrkosten, die den Haushalt der Gemeinde belasten würden. Rißler: „Das wird schwer.“ Auch Amtschef Jürgensen übte Kritik. „Das wird für alle Beteiligten sehr teuer und bindet mehr Personal. Man sollte besser bei Pauschalen bleiben.“

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies sagte zu, die Bedenken der Amtsvertreter auf der Landesebene einzubringen.

Weitere Sorgen bereitet der Amtsverwaltung derzeit die Unterbringung von Asylbewerbern. Jürgensen sprach gar von einem kreisweiten Verschiebebahnhof. Einerseits seien die einheitlichen Mietobergrenzen in der Region ein Problem, andererseits scheuten sich einige Vermieter, ihre Objekte für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Jürgensen: „Bezahlbarer Wohnraum ist rar geworden.“ Außerdem ziehen Leute aus Hamburg, die sich die dortigen Mieten nicht mehr leisten können, zunehmend ins Umland, dadurch verschärft sich die Situation am Wohnungsmarkt.

Um das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu beenden, müssen laut Beate Raudies im Kreis Pinneberg mehr Wohnungen gebaut werden, und zwar nicht nur in den Städten. „Die Mieten müssen aber bezahlbar bleiben“, so die Landtagsabgeordnete. Daher würden sich die Kreis Pinneberger Sozialdemokraten im Rahmen von Wohnungsbaukonferenzen mit unter anderem Vertretern von Genossenschaften an einen Tisch setzen. „Wohnungsbau ist ein wichtiges Thema für die kommenden Jahre“, sagte Beate Raudies.

Um auch weiterhin über die Sorgen und Nöte der Menschen im Amt Moorrege informiert zu werden, wird sich die Landtagsabgeordnete künftig regelmäßig mit den Verwaltungsvertretern treffen.

Elmshorn, den 25.11.2012