Pfadfinderhaus in Elmshorn

Mit Staatssekretär Ralf Müller-Beck zu Gast bei Elmshorns Pfadfindern

Einmal Pfadfinder – immer Pfadfinder: So geht es auch Ralf Müller-Beck, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Bereits seit 31 Jahren ist er Mitglied im Verein Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Seine ersten Erfahrungen mit dem Pfadfinderleben machte er einst in Elmshorn. Aus alter Verbundenheit, aber auch, um die Arbeit der Ehrenamtler zu würdigen, statteten Müller-Beck und die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies den Elmshorner Pfadfindern einen Besuch ab. Auch Elmshorns Bürgermeisterin Brigitte Fronzek fand sich im Vereinshaus des Stammes mit dem Namen „Aver Liekers“ - trotz alledem - ein.

„Junge Menschen, die sich bei den Pfadfindern engagieren, lernen wichtige Dinge für ihr künftiges Leben, unter anderem Verlässlichkeit, Teamgeist und höfliche Umgangsformen“, sagte Müller- Beck. Immer wieder erlebe er als Wirtschaftsstaatssekretär zwei Extreme, wenn es um die Berufskarriere von Jugendlichen geht. „Da gibt es jene, die einen guten Schulabschluss machen und mit diesem Handwerkszeug sicher in den Joballtag starten. Und dann gibt es junge Menschen, die völlig aus dem Rahmen fallen und nichts auf die Reihe bekommen.“

Diejenigen, die es packen würden, seien häufig Mitglieder in Sportvereinen, Chören und Feuerwehren oder eben bei den Pfadfindern aktiv. „Umso mehr muss die Arbeit der aktiven Freiwilligen gewürdigt werden. Sie sind diejenigen, bei denen Jugendliche Schlüsselqualifikationen fürs Leben erwerben“, so Müller-Beck.

Beate Raudies stimmt zu: „Unser Gemeinwesen würde nicht funktionieren, wenn es keine Ehrenamtler gäbe.“ Das sei gerade bei den Elmshorner Pfadfindern erlebbar. Mit hoher Eigenleistung wurde das Vereinsheim, einst eine städtische Unterkunft, die eigentlich abgerissen werden sollte, renoviert. Fast 2000 Arbeitsstunden haben die Pfadfinder zugebracht, um das in die Jahre gekommene Gebäude an der Schooltwiete wieder wohnlich zu machen. „Hut ab, das ist eine enorme Leistung“, sagte die Elmshorner Politikerin Raudies. Auch Staatssekretär Müller-Beck zeigte sich bei einem Rundgang durchs Haus beeindruckt. „Ihr seid ein starker Teil Schleswig-Holsteins“, sagte er.

Bereits 1928 gründete sich aus einem evangelischen Jünglings- oder Jungmännerverein die erste Gruppe der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands in Elmshorn. Heute betreuen die Stammesleiter sieben Gruppen. „Es boomt bei uns“, sagte Dorit Wilstermann-Fischer vom Verein der Freunde und Förderer des VCP Elmshorn.