Praktikum bei einer MdL

Im April 2014 begleitete mich Zoe Alschausky aus Elmshorn eine Woche bei meiner Arbeit im Landtag und im Wahlkreis. Hier ist ihr Bericht:

Mein Praktikum im Landtag bei Beate Raudies (09.-15. April)

Während der Sitzungswoche vom 09. bis zum 11. April habe ich Beate Raudies bei der Parlamentsarbeit begleitet und viele interessante Einblicke in die politische Arbeit einer Landtagsabgeordneten gewinnen können: Am Mittwoch startete der erste Sitzungstag morgens mit einer gemeinsamen Autofahrt zum Landtag nach Kiel. Nach einem Rundgang durch die Büros der SPD-Fraktion und einer damit einhergehenden kurzen Begrüßung der Abgeordneten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fand die auf die Plenardebatte vorbereitende Fraktionssitzung statt, an der ich mit viel Interesse teilnahm und einen Teil des parlamentarischen Alltags hautnah erlebte.
Die folgende Plenardebatte hätte kontroverser kaum sein können: Thema war das von der Regierungskoalition eingebrachte Lehrkräftebildungsgesetz, das reichlich Stoff für eine hitzige Debatte lieferte. Nach spannenden und ertragreichen Stunden auf der Zuschauertribüne besuchte ich am Abend zusammen mit Beate Raudies schließlich noch den Jahresempfang der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie.
Der zweite Sitzungstag startete zu vergleichbar früher Stunde und nach der Ankunft im Landtag hatten wir ein Fachgespräch zum Thema Denkmalschutz anlässlich der geplanten Gesetzesnovelle. Anschließend folgte die Plenardebatte, welche sich als nicht minder interessant als die des vergangenen Tages erwies. So barg der Missbilligungsantrag der Opposition gegen Bildungsministerin Wara Wende eine große politische Brisanz und führte letztendlich zu einer Entschuldigung der Ministerin und auf jeden Fall einer spannenden Debatte, die ich sicher noch lange erinnern werde! Des Weiteren stand das Thema eines Landesbeauftragten für die Landeszentrale für politische Bildung auf der Tagesordnung und sorgte für eine aufgeregte Debatte. Im Kompetenzbereich der Finanzministerin Monika Heinold lag ein weiterer Tagesordnungspunkt, sie legte ihr neues Konzept zur Berechnung des Trendsteuerpfades dem Parlament  vor.
Am Freitag schien die morgendliche Anreise schon routiniert, so war ich gespannt auf die letzte Plenarsitzung der Sitzungswoche: Die Debatte war dominiert von verkehrspolitischen Themen, in Zuge dessen Verkehrsminister Reinhard Meyer den alle fünf Jahre erscheinenden Nahverkehrsplan für Schleswig-Holstein vorstellte.
Doch am Freitag stand nach der Landtagsarbeit noch ein ganz besonderer Termin an: Die Kreisjägerschaft traf sich am Abend in Tornesch zu ihrer Jahreshauptversammlung und Beate Raudies hatte sich bereit erklärt, dort ein Grußwort zu halten. Dies war eine Erfahrung, die ich auf die abwechslungsreiche und immer wieder aufs Neue Erkenntnis bringende Arbeit einer Landtagsabgeordneten zurückführe.
Nach einem vergleichsweise ruhigen Wochenende ging es am Montag wieder in den Landtag, doch diesmal stand keine Plenardebatte, sondern der Gemeinsame Arbeitskreis (GAK) der Regierungskoalition zum Thema Bildung an: Hier fanden eine Nachbereitung der Sitzungstage sowie fachspezifische Beratungen statt. Nach diesem Termin nahmen wir im Rahmen des Arbeitskreises an einem Gespräch mit dem Bildungsministerium teil, in dem man sich unter anderem mit der Zukunft der Förderzentren in Schleswig-Holstein befasste. Wieder zurück im Kreis Pinneberg besuchten wir abends die von der Barmstedter SPD organisierte Diskussionsveranstaltung zur Problematik der ausufernden Gänsepopulation am Rantzauer See.
Am Dienstag, meinem letzten Praktikumstag, bekam ich schließlich einen Einblick in die im Wahlkreis anfallende Büroarbeit und besuchte eine Veranstaltung mit Innenminister Andreas Breitner bezüglich des Finanzausgleichgesetzes am Abend in Heidgraben.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieses Praktikum mein Interesse für die Politik auf Landesebene sowohl bestätigt als auch zusätzlich angeregt hat und mir unbezahlbare Einblicke in die politische Arbeit gewährt hat.
Ich möchte Beate Raudies danken, dass sie mir dies ermöglicht hat!