Ministerpräsident Torsten Albig in Elmshorn

„Ich will ein Land, in dem die Menschen groß sind“

Wahlkampfunterstützung für die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies: Ministerpräsident Torsten Albig kam nach Elmshorn ins FTSV-Sportzentrum am Ramskamp, um für die Elmshorner Politikerin zu werben und sozialdemokratische Inhalte vorzustellen.

Das hatte mehr als 60 Bürgerinnen und Bürger neugierig gemacht. „Finde ich super, dass sich wieder so viele Menschen für Politik interessieren“, so Beate Raudies, die – nach einem Image-Film über den Ministerpräsidenten von Moderatorin Verena Papke nach vorne ans Rednerpult geholt wurde. „Ja, Chancengleichheit ist nach wie vor ein sehr wichtiges Thema für mich. Denn wir reden immer noch über Entgeltgleichheit, über Frauen, denen nur Teilzeit-Jobs geboten werden, weil sie sonst Familie und Beruf nicht vernünftig organisieren können, und wir reden leider immer noch über Frauen, die sich genau deshalb gegen Kinder entscheiden“, betonte die Elmshornerin. Was sie in ihrer knappen Freizeit macht? „Ich gehe gerne schwimmen. Immerhin schaffe ich 1000 Meter unter 35 Minuten“, sagte sie und bekam dafür viel Applaus.
Und Torsten Albig? Er will „ein Land, in denen die Menschen groß sind“, sagte er, als er nach seinen Wahlzielen gefragt wurde. Viel habe die jetzige Landesregierung von SPD, Grünen und SSW schon erreicht. „Die Chancen für die Menschen sind so gut wie seit 20 Jahren nicht. Es gibt 80 000 mehr Jobs als in 2012. Es ist uns gelungen, die Jugendarbeitslosigkeit zu halbieren“, so Albig. Die digitale Agenda umzusetzen, sei nach wie vor ein sehr ehrgeiziges Projekt der SPD. „Wir gehen davon aus, dass schon 2020 50 Prozent der Haushalte im echten Norden über einen Glasfaseranschluss verfügen. Das ist auch notwendig, um modernen Anforderungen ans Arbeitsleben gerecht zu werden“, betont der Ministerpräsident. Weiterhin geht er davon aus, dass die Straßen in Schleswig-Holstein bis 2030 „durchrepariert“ sein werden.
Als „große Herausforderung“ bezeichnete Torsten Albig das Thema sozialer Wohnungsbau. „Wir brauchen bis 2030 100 000 zusätzliche Wohnungen, die bezahlbar sind“, sagte er. Weiterhin unterstütze er die Elbvertiefung. „Der Hamburger Hafen bringt wirtschaftspolitische Impulse nach Schleswig-Holstein und ist ein wichtiger Jobmotor.“
Dafür bekam er viel Zuspruch von den ElmshornerInnen. Gegen Ende der Veranstaltung ließ es sich MdL Beate Raudies nicht nehmen, Albig ein Präsent zu überreichen – in einer Tüte, die aus einem alten Wahlplakat gebastelt war. „Wir Sozialdemokraten sind halt kreativ“, sagte sie.