SPD-Mönkeberg informierte zur Pflegeversicherung- im Kreis Plön steigt die Zahl
geschrieben von GerdCornelsen am 15.10.2016, 08:29 Uhr


Ende September hatte der SPD-Ortsverein die BürgerInnen zu einer Informationsveranstaltung ins Mönkeberger Jugendheim eingeladen. Unter der Überschrift „Was ändern die neuen Pflegestärkungsgesetze“ fand eine Diskussion mit den Referenten statt. 



Dietmar Katzer, unser Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung und früherer Chef des Ersatzkassenverbandes S-H, gab zunächst einen Überblick zur Entwicklung der sozialen Pflegeversicherung und den neuen Gesetzen.  Die gute Botschaft ist, die statistische Lebenserwartung steigt!  In 13 Jahren wird es in Deutschland 6,4 Millionen Menschen geben, die älter als 80 Jahre sind. Deshalb ist es für Katzer wichtig, dass die bestehende Pflegeversicherung ständig weiterentwickelt wird. Für den Leiter der Pflegeversicherung beim MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) Dr. Martin Schünemann sind die drei neuen Pflegereformen ein großer Schritt in die richtige Richtung. Endlich, so auch der Berliner Vertreter der Ersatzkassen, Oliver Blatt, wird auch den Menschen mit einer Demenz, seelischen und geistigen Erkrankungen Hilfe über die Pflegeversicherung zu teil. Zum Thema Pflegeeinstufung verwies D. Schünemann darauf, dass kein Bürger, der heute schon eine Pflegestufe hat, sich neu begutachten lassen muss.  Die heutigen Pflegestufen 0, 1,2,3 werden nach dem neuen Gesetz zum 01.01.2017  in  fünf Pflegegrade umgewandelt. 



Besondern interessant war der Beitrag unseres Fraktionsvorsitzenden im Kreistag von Plön, Lutz Schlünsen, der die Pflegeplanung im Kreis und die kommunalen Chancen der neuen Stärkungsgesetze erläuterte. In dem aktuellen Pflegebedarfsplanungsbericht des Kreises Plön , der auf Antrag von SPD,Bündnis90/DieGrünen und FWG erstellt wuerde,  wird deutlich, dass die Zahl der Pflegebedürftigten im Kreis von derzeit 3700 auf 5300 ( +44%) steigen wird. " Wir sehen hier Handlungsbedarf", erläutert Schlünsen  Bis 2025 werden 600 neue Pflegekräfte benötigt. Abschließend forderte der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch, im bevorstehenden Bundestagswahlkampf wieder für eine Bürgerversicherung zu werben, die die soziale Pflege integriert. 



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