SPD-Lutterbek

Baugebiet III in Lutterbek

Lutterbek ,13. September 2017

 

Stellungnahme der SPD Fraktion der Gemeindevertretung Lutterbek

Entwurf des Innenbereichs- und Entwicklungsgutachtens der Gemeinde Lutterbek

Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Lutterbek am 13.09.2017

  • TOP 7. Genehmigung und Beschlussfassung ├╝ber das vorliegende Innenbereichsgutachten der Gemeinde Lutterbek in seiner Endfassung vom 13.07.2017

Das der Gemeinde vorgelegte Gutachten ist unvollst├Ąndig und muss von B2K korrigiert werden. Erst dann kann es von der Gemeinde abgenommen werden und kann als weitere Entscheidungsgrundlage f├╝r Bauvorhaben dienen. Erfolgt dies nicht, ist jede weitere Entscheidung auf der Grundlage des dann fehlerhaften Gutachtens ebenfalls fehlerhaft und rechtlich angreifbar. Dieses Risiko m├Âchte die SPD-Fraktion nicht eingehen.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass nicht ┬ľ wie z.B. in Brodersdorf ┬ľ alle Grundst├╝ckseigent├╝merinnen und ┬ľ eigent├╝mer einbezogen wurden.

Das Gutachten entspricht nicht der Sachlage, die Bewertung auf S. 19 ist nicht folgerichtig.

  • Die Grundst├╝ckseigent├╝merin zu U 1 (Klind) mit dem gr├Â├čten ┬ägesch├Ątzten inner├Ârtlichen Entwicklungspotential┬ô (s. dazu ├ťbersicht vorne und S. 13 ) ist zu ihren Planungen gar nicht gefragt worden (s. Anlage 2) . Sie sind damit nicht einbezogen worden (s. S. 19).┬á
  • Der Grundst├╝ckseigent├╝mer zu U 3 (Brockmann) wurde als Entwicklungspotential aufgenommen (S. 13), befragt und hat Stellung genommen. Die Antwort ist in dem Gutachten weder ausgef├╝hrt noch bewertet worden (s. Anlage 2 und S. 19).

Es ist in keiner Weise nachzuvollziehen, dass U 2 (Klinke) befragt und die Antwort aufgenommen, U 1 (Klind) gar nicht befragt und U 3 (Brockmann) befragt, die Antwort aber nicht aufgenommen wurde. Alle 3 Grundst├╝cke sind ganz wesentlich f├╝r die inner├Ârtliche Entwicklung.

  • Die SPD-Fraktion geht davon aus, dass ansonsten die R├╝ckmeldungen aller befragten Eigent├╝merinnen und Eigent├╝mer vollumf├Ąnglich aufgenommen wurden.
  • Die Gemeinde als Eigent├╝merin plant 3 zus├Ątzliche Wohnungen im DGH. Die Planungen bestanden bereits sehr konkret zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens und ist jetzt weiter fortgeschritten als manche andere Planung Eigent├╝mer, die aufgenommen wurden.

Das Gutachten zeigt sehr deutlich, dass es gr├Â├čere Entwicklungsm├Âglichkeiten im Innenbereich gibt. In der vorangestellten ├ťbersicht beziffert das Gutachten diese in H├Âhe von 17 bis 30 Wohneinheiten. Die Entwicklung gilt es abzuwarten, insbesondere ob die befragten Eigent├╝merinnen und Eigent├╝mer ihre Planungen tats├Ąchlich in welchem Umfang realisieren. Es besteht f├╝r die Gemeinde Lutterbek kein dringender Handlungsbedarf Wohnraum au├čerhalb des Innenbereichs zu schaffen. Allgemein besteht ein sehr hoher Bedarf an bezahlbaren Sozialwohnungen und in den Ballungszentren wie in Kiel. Durch ein Baugebiert mit Einfamilienh├Ąusern wird diesem nicht Rechnung getragen.

Sollte die Gemeinde dennoch ein Baugebiet im Au├čenbereich planen wollen, zeigt das Gutachten mit W 1, W 2 und W 3 drei M├Âglichkeiten auf. Die Eigent├╝mer / Landwirte wurden befragt und haben sich mit einer Bebauung Ihrer noch landwirtschaftlichen Fl├Ąchen grunds├Ątzlich einverstanden erkl├Ąrt. Eine Entscheidung, wo eine bauliche Entwicklung von Lutterbek wann erfolgen soll, bedarf es der sorgf├Ąltigen Abw├Ągung, die sich alleinig am Gemeinwohl orientieren muss. Die erheblichen Auswirkungen auf die d├Ârfliche Entwicklung m├╝ssen mit ausreichend Zeit erfasst und sinnvoll abgewogen werden.

Das Gutachten zeigt dieses auf S. 19 sehr deutlich auf, dass ┬äErfahrungsgem├Ą├č die Entwicklung einer Gemeinde ein stetiger Prozess ist, so dass die Zahlen schnell ├╝berholt sind. Daher ist zu empfehlen in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden einen Abgleich zumachen┬ô.

Auch auf dem Hintergrund des demographischen Wandels schlie├čt sich die SPD-Fraktion dieser Empfehlung des Gutachters an und wird sich f├╝r eine Entscheidung ├╝ber ein Baugebiet im Au├čenbereich zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt nach einer am Gemeinwohl orientierten ausgewogenen Abw├Ągung des F├╝r und Wider einsetzen.

 

F├╝r die SPD-Fraktion

Rolf Burmeister

 

 
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