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Obdach- und wohnungslosen Menschen mit Respekt begegnen

Veröffentlicht am 10.02.2019, 14:12 Uhr     Druckversion

„Auf der Straße zu leben, keine eigene Wohnung zu haben, nicht zu wissen wo man für die nächste Nacht unterkommen kann, das Gefühl unsichtbar und von der Gesellschaft nicht akzeptiert zu werden, das ist nach wie vor Realität für viele Menschen in Schleswig-Holstein. Deshalb begrüße ich sehr, dass der Landtagspräsident Klaus Schlie und der Sozialausschuss diesen Empfang initiiert haben“, so Kirsten Eickhoff-Weber zum gestrigen Empfang des Landtagspräsidenten in Kiel für obdach- und wohnungslose Mitbürger.

Gut, dass diese Initiative auch im nächsten Jahr, dann in einer anderen Stadt, fortgeführt wird.

Allen die daran teilgenommen und mitgewirkt haben möchte ich herzlich danken. Die Gespräche beim gemeinsamen Essen haben mir einmal mehr deutlich gemacht, wie groß die Not, wie belastend die Einsamkeit ist und das es jeden treffen kann. "Nichts von dem, was mir passiert ist, hätte nicht auch Ihnen passieren können", sagte mir einer der Gäste.

Auch in Neumünster ist die Not der Menschen ohne Obdach oder Wohnung groß. Allein 2017 kamen 210 Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner für insgesamt 3.832 Nächte in der Übernachtungsstelle unter. Nach Angaben der Diakonie Schleswig-Holstein ist die Zahl der Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen in den vergangenen Jahren gestiegen. Neumünster gehört dabei zu den Brennpunkten. Wir dürfen Menschen mit Schicksalsschlägen, mit Sorgen und Nöten, mit Wünschen und Hoffnungen nicht alleine lassen. Wir müssen sicherstellen, dass jedem einzelnen mit Respekt und Würde begegnet wird.

Dass die Zuwendungen des städtischen Haushalts für die ambulante Wohnungslosenhilfe jetzt aufgestockt wurden ist ein richtiger Schritt. Ob das reicht, was sonst noch zu tun ist und wie wir endlich den dringend nötigen bezahlbaren Wohnraum in Neumünster schaffen, alle diese Fragen werde ich in den nächsten Wochen und Monaten mit den Experten in Neumünster erörtern. Denn die Erwartungen die mit dem gestrigen Abend geweckt wurden, müssen jetzt auch vor Ort erfüllt werden!

Wir können die Probleme unserer Stadt nur lösen, wenn wir genau hinschauen und die Augen nicht verschließen. Es gibt bereits viele Menschen in Neumünster die genau das tun und die sich ehren- und hauptamtlich in den verschiedensten Organisationen für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen, die unter schwierigen Bedingungen leben. Dazu gehört auch Harry Gutschmidt, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal zu einem Neujahrsessen eingeladen hat. Dieses persönliche Engagement und das der Sponsoren beeindruckt mich.

Homepage: Kirsten Eickhoff-Weber, MdL