Ute Erdsiek-Rave

Gutes Signal für Familien!

Der deutliche Ausbau der Kleinkinderbetreuung wird die Familien in Schleswig-Holstein weiter stärken. "Wir stellen damit die frühkindliche Förderung insgesamt auf eine breitere Basis. Zugleich hilft es den Eltern und besonders alleinerziehenden Müttern und Vätern, die einen Beruf ausüben wollen", so Bildungs- und Frauenministerin Ute Erdsiek-Rave. Dadurch werde die Stellung der Städte und Gemeinden als Bildungsstandorte gestärkt und Schleswig-Holstein insgesamt noch attraktiver für junge Familien.

Dieser Ausbau wird ermöglicht durch ein Milliardenprogramm des Bundes und der Länder. Schleswig-Holstein erhält aus dem Bundesprogramm bis 2013 eine Gesamtsumme von  136 Millionen Euro, davon 74 Millionen Euro für Investitionen und 62 Millionen Euro für den laufenden Betrieb. Trotz schwieriger Haushaltslage hat das Land sich verpflichtet, mit 113 Millionen Euro zum Ausbauprogramm beizutragen. Damit wollen wir erreichen, dass die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 von 8 auf 35 Prozent erhöht wird. Es geht ganz konkret um 17.000 neue Betreuungsplätze – davon zwei Drittel in Kindertageseinrichtungen und ein Drittel in der Tagespflege.

Daneben wird aber auch in die Qualität der Betreuung investiert. Denn die Familien, die ihr Kind in eine Einrichtung geben, müssen davon überzeugt sein, dass es dort gut aufgehoben ist und dass es seinem Alter entsprechend gefördert wird. Rund 80 ausgewählte Kindertageseinrichtungen sollen als Kompetenzzentren unter anderem die Qualifizierung und Vermittlung von Tagesmüttern übernehmen. Dafür stellt das Land gesondert fünf der 113 Millionen Euro bereit.

Auch in anderen Ländern gibt es gute Erfahrungen mit frühkindlicher Betreuung: Z.B. in Dänemark oder Frankreich. Auch hier profitiert das Familienleben von der umfassenden Versorgung mit Krippenplätzen. Dabei ist klar: Kleinkinder brauchen natürlich zuallererst die Eltern als enge Bezugspersonen - aber das schließt eben nicht aus, sie werktags für einige Stunden in andere Obhut zu geben. Es ist belegt, dass die Intensität der Bindung an Mutter und Vater wichtiger ist, als die reine Zeit, die Eltern und Kinder zusammen verbringen. Zudem spielt die Krippenbetreuung gerade für Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen eine wichtige Rolle. Die besondere Förderung schon in der Krippe und dann in einer Kindertageseinrichtung haben in der Regel positive Auswirkungen auf die späteren Leistungen in der Schule.

 Auch die Wirtschaft profitiert von einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Angesichts des Fachkräftemangels liegt es im Eigeninteresse von Unternehmen, gerade gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen eine Perspektive zu verschaffen. Dabei darf nicht nur den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Flexibilität abverlangt werden. Betriebe müssen sich auch auf Familien zubewegen. Dies steigert nicht zuletzt auch die Motivation der Beschäftigten.

 Mit den Zusagen des Bundes und der Länder, können die Kommunen, auf der Grundlage einer Bedarfsplanung, in die Ausbauplanung und – umsetzung starten. Alle Bauprojekte ab Mitte Oktober 2007 können durch die Träger über die Kommunen an die zuständigen Kreise eingereicht werden.

 

 

 
Webmaster
Links