SPD-Felde

PKommunalwahlprogramm

Programm der SPD Felde zur Kommunalwahl am 26.5. 2013

„Miteinander für Felde“

Für eine gelebte Gemeinschaft und eine Gemeinde, die sich aktiv um die Zukunft aller Generationen im Dorf kümmert.

Unsere Themenschwerpunkte:

1.Felde 2020 – ein Dorf für alle

Demografischer Wandel - Generationenfreundliches Dorf

In Felde sollen alle Generationen gut leben können. Wir wollen eine geordnete und zügige Umsetzung des von der SPD vorgeschlagenen Pflege-und Wohnkonzeptes, wie von der Gemeindevertretung im Januar 2012 beschlossen: mit ca. 30 pflegekompatiblen Wohnungen, Tagespflege, zwei Wohngruppen mit einer 24h-Betreuung und Gemeinschaftseinrichtungen. Wir werden die Auswahl von  Investor und Pflegedienst zur Diskussion stellen, um die Umsetzung der ursprünglichen Beschlüsse gewährleisten zu können. 

Wir setzen auf die Entwicklung eines sogenannten Quartierskonzeptes: Felde soll eine generationenfreundliche Gemeinde sein, in der gemeinschaftliche Wohnformen eingebettet sind in das ‚Quartier‘, in das soziale Miteinander im Dorf.  Wir initiieren und unterstützen die Bildung eines Seniorenbeirates. Für den Verbleib älterer oder pflegebedürftiger Menschen zu Hause soll eine individuelle Wohnberatung  bereitgestellt werden.

2.Kindheit und Jugend in Felde

Bildung und Betreuung – die Qualität entscheidet

Unser Schulstandort muss auf Dauer gesichert sein. Wir wollen vor dem Hintergrund des Rechts auf freie Schulwahl die Konkurrenzfähigkeit unserer Grundschule stärken. Die Schule soll ein echter sozialer Mittelpunkt unserer vielfältigen Bildungslandschaft in Felde sein. Wir unterstützen Schulleitung, Lehrer und Elternschaft.

Die Angebote von Kindergarten, Offener Ganztagsschule, Jugendzentrum und Volkshochschule müssen besser miteinander verzahnt werden, um Übergänge zu erleichtern und um unsere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedarfsgerecht und ihren Neigungen entsprechend einsetzen zu können. Qualifikationsmaßnahmen werden gefördert und gefordert, um einen hohen Standard zu gewährleisten. Die Arbeitsplätze müssen optimale Bedingungen bieten für die pädagogische Arbeit, die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie für deren  persönlichen Entwicklung.

3.Ein Dorf zum Wohlfühlen 

Dorfentwicklung - Dorfzentrum

Felde braucht ein Dorfzentrum, das zu unserer Gemeinde passt: mit weiteren kleinen Gewerbeeinheiten, mit viel Grün und Flächen zum Verweilen und Spielen mit möglichst wenig Pflaster und Beton. Die Erweiterung des Edeka-Marktes muss bereits mit Verbesserungen verbunden sein. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Flächen im Dorfzentrum nach Vorstellungen der Gemeinde entwickelt werden . Weitere kostenträchtige Planungen ins Leere, wie etwa im Wiesenweg oder auf der Hauskoppel, wird es mit der SPD nicht geben.

Statt auf neue Baugebiete setzen wir zunächst auf Hinterlandbebauung und Schließung von Baulücken. Wir werden dafür Grundsätze transparent regeln: in einer sogenannten Innenbereichs-Satzung unter Beteiligung der Einwohnerschaft.

Alle Ortsteile sind uns wichtig. Wir möchten insbesondere gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Jägerslust beraten, wie  dieser Ortsteil aufgewertet werden kann.

Wir werden mit professioneller Beratung klären, wie Felde zu vertretbaren Kosten eine zukunftsfähige schnellere Internetanbindung bekommen kann.

Große Projekte müssen in Zukunft nacheinander und in Kooperation mit Projektleitungen, Fachleuten und Amtsverwaltung im Rahmen strukturierter Abläufe entwickelt und vor allem dann auch umgesetzt werden.

4.Krawallgemeinde – Nein Danke!

Miteinander – Beteiligung - Dorfleben

Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde freundlich behandelt werden - auch auf kritische öffentliche Fragen hin. Politischer Einfluss darf nur zum Wohl der Gemeinde Felde genutzt werden und nicht zum persönlichen Vorteil einzelner Personen oder Gruppen.

Das Prädikat ‚Krawallgemeinde‘ der Kieler Nachrichten soll für unser Dorf nicht länger gelten.

Wir vertreten einen anderen Politikstil, ein besseres Miteinander, mehr Information und Beteiligung,

z. B durch Runde Tische bei kontrovers diskutierten Vorhaben.

Das Gemeindezentrum und Veranstaltungen für das Dorf werden wieder für alle und wie bis 2008 üblich, unbürokratisch und ohne Misstrauen geöffnet.

Sich für Felde zu engagieren - in Vereinen, Initiativen, in der Politik - muss Spaß machen! Wir werden ehrenamtliches Engagement jeglicher Richtung würdigen und Einsatz wertschätzen, z.B. durch Angebote zur Weiterbildung und öffentlich wahrnehmbare Anerkennung. Wir unterstützen die Gründung von Nachbarschaftsinitiativen sowie von Bürgervereinen z.B. für Kultur und Gewerbe.

Mit einer Satzung regeln wir eine  gezielte und verlässliche Förderung der Vereine und Initiativen, denen wir eine regelmäßige Runde zum Austausch und bessere Zusammenarbeit anbieten. Wir werden den Veranstaltungskalender für Felde wieder einführen und uns auf Amtsebene für einen aktuellen, informativen und verwaltungsseitig betreuten Internetauftritt einsetzen.

 Wir wollen, dass die Gemeindevertretung Felder Neubürger zu einem jährlichen Willkommensabend einlädt und so freundlich in das Dorfleben aufnimmt.

Wir wollen eine bürgerfreundliche Arbeit der Gemeindevertretung.  Hauptsatzung und Geschäftsordnung sind dafür grundlegend neu zu fassen. Wir setzen uns für weniger Ausschüsse und für einen festen Jahressitzungsplan ein, um die Ergebnisse zu verbessern und Sitzungsgelder zu sparen. Es ist uns wichtig, Einvernehmen in der Sache zu erzielen. Bei uns gibt es weiterhin keinen Fraktionszwang.   

Wir setzen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden und dem Amt. Das ist nötig bei vielen Vorhaben: Nahverkehr, Versorgungs- und Bildungsangebote, Betreuung und Pflege.

 

 

5.Da  geht noch was!

Mobilität – Straßen - Verkehr - Wirtschaftsentwicklung 

Verkehrsberuhigung, Geschwindigkeitsbegrenzungen und mehr sichere Querungen entlang der Dorfstraße sind und bleiben unsere Themen - Vorbild für unsere Bemühungen sind die Maßnahmen in Westensee und Groß Vollstedt. Dafür bedarf es auch eines Einsatzes beim politisch verantwortlichen Ministerium, denn dort wird über die Dorfstraße entschieden, die eine Landesstraße ist.

Ein  lokales  Verkehrskonzept mit den Nachbargemeinden soll den öffentlichen Nahverkehr verbessern.

Straßen- und Kanalsanierungen zum Schutz der Umwelt und des Grundwassers haben bei uns eine hohe Priorität. Leider wurde dafür trotz unserer Warnungen keine Vorsorge getroffen.

Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung werden wir uns weiterhin intensiv für die Ansiedlung von attraktiven Gewerbeeinheiten in Felde einsetzen, insbesondere für die Vermarktung der restlichen Gewerbeflächen in Klein-Nordsee. Das fördert die Entstehung ortsnaher Arbeitsplätze.

Wir prüfen unsere Infrastruktur und die Verkehrswege auf Barrierefreiheit.

6.Bunte Ideen für ein grünes Dorf

Umwelt - Naturschutz

Wir stehen zu den von der SPD entwickelten Grundsätzen, die seit den 90er Jahren für die Bauleit- und Grünplanung in Felde gelten: je näher an Wald und See, desto mehr Schutz, je näher an der Dorfstraße, umso mehr Entwicklung darf sein.

Wir wollen ein umfassendes Energiekonzept für das Dorf entwickeln und nicht nur Einzelmaßnahmen umsetzen. Dabei setzen wir auf Einsparung und Effizienz. Windparks im Naturpark Westensee lehnen wir weiterhin ab.

Wir planen eine sanfte Nutzung unserer Natur für den Menschen, das beinhaltet den Ausbau von Wander-,  Reit- und Radwegen sowie deren Ausschilderung., schon am Bahnhof als „Tor zum Naturpark Westensee“. Eine Anlegestelle für die Wassersportler erhöht den Naherholungswert unserer Region. Dazu gibt es viele Ideen, die nur gemeinsam mit den Grundeigentümern, den Vereinen und den Naturschutzverbänden umgesetzt werden können.

7.Ohne Moos nix los!

Ausgeglichene Finanzen

Das neue Haushaltsrecht, die Doppik, bildet die tatsächliche finanzielle Lage einer Gemeinde nur unzureichend ab. Feldes Gemeindehaushalt ist mit 1 Million € Schulden für die Sporthalle bereits erheblich vorbelastet. Auf die Gemeinde kommen noch weitere größere finanzielle Risiken zu, wie etwa die Sanierung der Abwasserleitungen, die Verbesserung bzw. Erweiterung des Kindergartens, die Beteiligung an den Kosten für Seniorenwohnen und  -pflege,  ein neues Feuerwehrfahrzeug, etc. Dafür ist keine Vorsorge getroffen.  Im Gegenteil: Der Gemeindehaushalt ist  nach wie vor strukturell defizitär. Das bedeutet, dass schon die üblicherweise zu erwartenden Ausgaben die gewöhnlichen Einnahmen überschreiten. Die Gemeinde hat keinen Baugrund mehr zu verkaufen, um dies, so wie bisher, auszugleichen.

Felde kann deshalb auf Mehreinnahmen nicht verzichten, wenn ein ausgeglichener Haushalt angestrebt wird. Mehreinnahmen können erzielt werden durch die ausgebliebene Anhebung der Gewerbesteuer auf den Landesdurchschnitt oder den Verkauf der gemeindeeigenen Erbpachtgrundstücke an die jeweiligen Pächter. 

Bei Neuvermietung werden wir wirtschaftliche Mietverträge und bei Pachten eine Ausschreibung der Pachtflächen anstreben. Unsere als Zentralort aufwändige Infrastruktur erfordert ein besseres Kostenmanagement.

 Eine Pferdesteuer wollen wir in Felde nicht einführen, weil dadurch die landwirtschaftlichen Betriebe, die sich auf Pferdezucht oder Reitbetrieb spezialisiert haben, erheblich belastet werden.

Wir lehnen den vom Bürgermeister  bereits angebotenen Verkauf der gemeindeeigenen Seniorenwohnungen in der Poststraße an die KSG strikt ab.

8.Kompetenz statt Machtgeklüngel

Kompetenzen parteiübergreifend nutzen

In unserer  Fraktion engagieren sich Frauen und Männer mit vielen Fachkenntnissen zu Pflege, Schule, Kita, Sport und Finanzen, zu Recht und Verwaltung. Frauen und Männer sind bei uns gleichberechtigt und besetzen gleich viele Mandate. Wir nutzen sowohl unsere Kontakte zur Kreis- und Landesebene als auch die Erfahrungen anderer Ortsvereine, um damit unser Dorf Felde voranzubringen.

Wir nutzen unseren Einfluss und unsere Kenntnisse als GemeindevertreterInnen nicht zum persönlichen  Vorteil. Wir wollen das Regieren nicht Einzelnen überlassen. Von Fraktionszwang getriebene Ein-Stimmen-Mehrheiten spalten unser Dorf.

Wir setzen auf Beteiligung - von allen, die ihre Kompetenz und ihre Zeit zum Wohle unserer Gemeinde einbringen wollen. Wir reden nicht nur von Beteiligung, sondern wir praktizieren sie. Beschlüsse müssen wieder im offenen Dialog erarbeitet und möglichst einvernehmlich umgesetzt werden.  

9.Ohne Fleiß - keinen Preis

Schlaglichter unserer Arbeit

Die Mitglieder der SPD-Fraktion haben sich engagiert in die Arbeit der Gemeindevertretung eingebracht. Wir haben mit unseren 5 (von 17) Stimmen  sinnvolle Entwicklungen unterstützt. Wo nötig, haben wir deutlich Kritik formuliert und mit eigenen Ideen viele Dinge bewegt.

  • Mit Anträgen, Berechnungen und fachlichen Initiativen haben wir für unsere Idee gekämpft: Niemand soll im Alter sein Dorf Felde verlassen müssen. Wir haben für eine geordnete, mit Fachberatung abgesicherte Planung der Wohn- und Betreuungsanlage auf der Hauskoppel gestritten. Für das Scheitern dieses von der SPD durchgesetzten fachlichen Konzeptes ist allein die Bürgermeistermehrheit verantwortlich.
  • Wir haben viele Verbesserungen unserer Infrastruktur angeregt, z.B. für die Schule (Bücherei und Schulhof), die Kita (Personal) und die Gestaltung des Dorfzentrums.
  • Wir haben den von privaten Interessen geleiteten neuen B-Plan für den Wiesenweg verhindert und so Tausende Euro an Planungskosten eingespart. Wir haben die Vermarktung des Gewerbegebiets konkret vorangebracht.
  • Stetig hat die SPD mit Veranstaltungen und in den Utsichten informiert und immer wieder Initiativen für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung ergriffen - z.B. für die öffentliche Expertenanhörung zu Wohnen/Pflege, für die Bürgeranhörung zum B 14 / Wiesenweg u.a. mehr.
  • In der Zukunftswerkstatt sind 100 Empfehlungen erarbeitet und an die Gemeindevertretung übergeben worden.
  • Auch dieses Wahlprogramm ist unter Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern entstanden.
  • Wir haben kompetente Bürger motiviert, an den Aufgaben für unser Dorf mitzuarbeiten.
  • Wir treten ein für Toleranz, Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit.

Wir werden uns auch auf Kreis- und Landesebene für die Interessen unserer Bewohnerinnen und Bewohner wie z.B. die Abschaffung der Elternbeteiligung an den Schülerbeförderungskosten einsetzen.

Für kritische Haltungen sind wir nicht selten auch persönlich angegriffen worden. Meistens hat uns die Entwicklung am Ende Recht gegeben, z.B. beim Streit um die Gestaltung des Schulhofs, bei der Diskussion um die Gebühren für den Grünabfall, in wichtigen Stil- und  Verfahrensfragen und vor allem beim Thema Seniorenwohnen und -pflegekonzepte. Die nächste Gemeindevertretung muss vor allem die atmosphärischen Altlasten aus fünf schwierigen Jahren  für Felde und den Ruf des Dorfes aufarbeiten.

 

Unterstützen Sie uns mit Ihren 7 Stimmen! 

Ihre Kandidatinnen und Kandidaten der SPD Felde

Andreas Fleck, Petra Paulsen, Andreas Kreft, Sandra Liedtke, Hauke Peters, Christina Kozian , Andreas Malzahn, Ulrike Michaelis, Klaus Stamm, Maja Kozian-Fleck, Dr. Niels Clausen und Hartmut Rimkus