SPD-Holtsee

Bericht S├Ânke Rix Qu 81

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Die Schlagzeilen am vergangenen Wochenende waren nicht zu ?bersehen: Baby-Boom in Deutschland! Nach den Angaben einiger Standes?mter h?tten sich die Geburtenraten gegen?ber dem letzten Jahr deutlich gesteigert, hei?t es in den entsprechenden Artikeln. Das w?re der erste Anstieg der Geburtenzahlen seit den 70-er Jahren. Und diesen k?nnte ich auch aus meinem pers?nlichen Umfeld best?tigen: Seit Montag freue ich mich ?ber mein drittes Patenkind Emil.
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Was oder wer f?r die steigenden Geburtenzahlen verantwortlich ist, dar?ber kann nur spekuliert werden. War es das Fu?ball-Sommerm?rchen vom letzten Jahr oder die Aussicht auf das Elterngeld? Oder geht es jungen Menschen zusammen mit der deutschen Wirtschaft mittlerweile einfach besser?
Fest steht: In einigen St?dten liegt die Geburtenrate tats?chlich weit ?ber der des letzten Jahres. Offenbar gibt es im ersten Quartal 2007 Steigerungsraten bis 21,5 Prozent. Dem stehen aber auch R?ckg?nge in anderen St?dten gegen?ber.
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Ob wir es nun mit einem Boom zu tun haben oder nicht: Auf jeden Fall w?rde es mich freuen, wenn wir mit dem Elterngeld junge Frauen und M?nner dazu ermutigt haben, eine Familie zu gr?nden und sich dieser Trend nun fortsetzt. Wichtiger als die Beteiligung an Spekulationen ?ber die Gr?nde ist mir aber, dass wir nicht nachlassen, bessere Rahmenbedingungen f?r Familien zu schaffen. Die h?heren Geburtenraten in einzelnen St?dten sollten f?r uns Familienpolitiker ein Ansporn sein, Familien in Deutschland weiterhin finanziell und durch eine gute Infrastruktur zu f?rdern. Bei aller Aufschwungs-Euphorie ? in Zeiten von beruflicher Mobilit?t und Flexibilit?t, Unsicherheit im Job und wenig Lohn f?r viel Arbeit m?ssen wir die finanziellen Einbu?en der Familien durch kluge familienpolitische Leistungen abfedern. Mit dem Elterngeld haben wir einen Schritt in die richtige Richtung getan.
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Der zweite Schritt ? der Ausbau der Kinderbetreuung ? muss jetzt erfolgen. Um den frischgebackenen Eltern Wahlfreiheit zu garantieren, ist es notwendig, ein ausreichendes Betreuungsangebot zu schaffen. Das gelingt am besten mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Daran m?ssen wir festhalten, auch wenn sich in den konservativen Reihen der Union jetzt Widerstand regt.
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Dass die Wahlfreiheit innerhalb der Partnerschaft Fr?chte tr?gt, zeigt eine andere Statistik: Sieben Prozent der Antr?ge auf Elterngeld sind von M?nnern gestellt worden, rund doppelt so viele wie bei der Erziehungsgeld-Regelung. Das zeigt: Auch V?ter wollen sich aktiv an der Erziehung ihrer Kinder beteiligen, wenn man sie l?sst.
F?r mein neugeborenes Patenkind, seine und alle anderen Eltern w?nsche ich mir die allerbesten Rahmenbedingungen f?r ein fr?hliches Familienleben. Ich werde weiter daf?r arbeiten.
 
Serpil Midyatli, MdL
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S├Ânke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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