SPD-Holtsee

Rede JP Frank zum 25. von Ulfert Geertz
"Das Ehrenamt"; Rede zum Dienstjubil?um von Ulfert Geertz

?

In einer Feierstunde am 15.4.2007, zu der Weggef?hrtinnen und Weggef?hrten von Ulfert Geertz und die B?rgerinnen und B?rger der Gemeinde Holtsee eingeladen waren, w?rdigte der stellvertretende B?rgermeister Jens-Peter Frank die Verdienste unseres B?rgermeisters w?hrend seiner 25-j?hrigen B?rgermeisterzeit und insbesondere auch dessen gesamtes ehrenamtliches Engagement. Wir zitieren hier Teile seiner Rede.
?
Liebe G?ste,
viele von Ihnen, die hier und heute versammelt sind, sind in irgendeiner Weise ehrenamtlich t?tig.
Das Ehrenamt hat viele Facetten. Es umfasst nahezu alle Bereiche der Gesellschaft: Jugendarbeit, Sport, Kirchen, Vereine und Verb?nde, Katastrophenschutz und Rettungswesen, Freiwillige Feuerwehren, Kultur und auch die Kommunalpolitik.
Alle ehrenamtlich T?tigen sind freiwillig und in aller Regel ? von einer kleinen Aufwandsentsch?digung mal abgesehen ? unentgeltlich t?tig.
Ehrenamtliches Engagement ist gelebte Solidarit?t, ist Ausdruck von Verantwor?tungs- und?Leistungsbereitschaft. Zusammenleben in einer Gemeinschaft ist auf bewusste und gelebte Solidarit?t angewiesen.
Wer ehrenamtlich t?tig ist, der hebt sich schon bewusst von denjenigen ab, die sich ausklinken, die abseits stehen, die sich zur?ckziehen, die mehr an die eigene Selbstverwirklichung denken als an gelebte Solidarit?t.
Ehrenamtliches Engagement ist wichtig f?r unsere Gesellschaft, nicht nur des Vorbildes wegen, das andere zum Mittun anregt, sondern vor allem auch deswe?gen, weil es unverzichtbar und wesensnotwendig f?r unsere demokratische Ord?nung ist.
Ehrenamtliche T?tigkeit bedeutet somit auch Teilhabe, Mitgestaltung und Mit?wirkung an der gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes und somit auch unserer Gemeinde.
Ehrenamtlich t?tige Menschen sind das Salz f?r eine lebendige Demokratie. Sie nutzen die Freir?ume, die unsere demokratische Ordnung bietet. Mit dem ehrenamtlichen Engagement wird verhindert, dass noch lauter, als es eh schon geschieht, nach dem Staat gerufen wird. Der Ruf nach der Gemeinschaft ist schnell da. Doch nicht jeder, der nach ihr ruft, ist auch bereit, sich f?r sie ? die Gemeinschaft - zu engagieren.
Wir wollen zudem keine Betreuungsdemokratie, die alles regelt. Das k?nnen wir uns auch gar nicht leisten. Wir wollen vielmehr, dass die offenen R?ume in unserer Gesellschaft von den B?rgerinnen und B?rgern selbst?verantwort?lich ausgef?llt werden. Denn nur so bleibt das tragende Prinzip von Solidarit?t erhalten und lebendig. Die humanere und leistungsf?higere Gesellschaft ist sicher die, in der m?glichst viel von den B?rgerinnen und B?rgern selbst organi?siert und getragen wird.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ehrenamtliches Engagement auch immer wieder einmal mit ?rger und Reibe?reien verbunden ist. Das bleibt nicht aus, wenn Menschen zusammen arbeiten, zusammen planen, zusammen organi?sieren, zusammen Neues erproben. Und sicher taucht auch immer einmal die Frage auf, warum plage ich mich ei?gentlich ab, warum opfere ich meine Zeit, w?hrend andere sich erholen oder sich vergn?gen. Und es gibt sicher auch Augenblicke, in denen man alles hinwerfen m?chte.
Aber ich denke und wei? es auch: es gibt umgekehrt ebenso die vielen Momente der Erf?llung, des Gl?cks und der Freude dar?ber, Mitmenschen geholfen, etwas bewegt und vorangebracht zu haben. Man sieht auch ganz unmittel?bar, was man tut, wie der Mitmensch, der Nachbar sich dar?ber freut und sich auch bedankt.
Ehrenamtliche T?tigkeit kann sehr wohl das eigene Leben mit menschlichen Erfahrungen bereichern, die man sonst in dieser Art und Weise nicht machen kann. Engagement f?r andere bringt Sinn und Erf?llung in das eigene Leben.?
?




 
Serpil Midyatli, MdL

 

Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

Links zur SPD