SPD-Holtsee

Ehrenamt Qu 81
Das Ehrenamt - zu wenig oder zu viel?

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Den Ausf?hrungen von Jens-Peter Frank zum Wert des Ehrenamts und der Freude, die damit f?r alle Beteilig?ten verbunden ist, ist nichts hinzuzuf?gen. Warum aber betonen ?wir? immer wieder das Ehrenamt und heben es besonders hervor? Klopfen wir Ehrenamtler uns nur gegenseitig auf die Schultern? Ist das nur unsere Art der Selbstverwirklichung? Dazu Fragen und Thesen.
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Es wird immer wieder geschrieben und gesagt, dass es nicht gen?gend Ehrenamtler gibt und ?eigentlich? mehr gebraucht werden.
Hat sich ?ber die Jahre die Bereitschaft zum Ehrenamt reduziert? War ?fr?her alles besser?, sprich: Gab es fr?her (z. B. vor 30 Jahren) eine gr??ere Bereitschaft zum Ehrenamt?
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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Otto Bernhardt schreibt in der EZ vom 23. Mai 2007, dass ?mehr als ein Drittel aller Deutschen heute ehrenamtlich t?tig? seien. Das w?ren sehr viele, in Deutschland gut 25 Millionen Personen, und trotzdem bleibt der Bedarf an weiteren Ehrenamtlern bestehen.
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Wir Holtseer Sozialdemokraten haben durch unsere Berichte im Quark ?ber Vereine und Verb?nde der Ge?meinde deutlich gemacht, dass Ehrenamt mehr ?ffentlichkeitsarbeit und damit auch mehr Wertsch?tzung ver?dient.
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Ich habe bisher keine sorgf?ltige Betrachtung ?ber die zahlenm??ige Entwicklung der Ehrenamtler in unserer Gemeinde gemacht. Allein aus ?Gef?hl und Wellenschlag? stelle ich fest, dass wir sehr viele ehrenamtlich T??tige haben, und sehr wahrscheinlich sehr viel mehr als z.B. vor 30 Jahren.
Die Angebote der Vereine und Verb?nde haben sich erh?ht, so auch die Erwartungen der B?rgerinnen und B?rger an das, was Vereine ?zu bieten? haben.
Sie merken schon: Hier hat sich eine Spirale aus Angebot und Nachfrage entwickelt. Je mehr Angebot, desto mehr Nachfrage und umgekehrt.
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Die Menschen sind beweglicher geworden und haben kein Problem damit, auch Vereinen au?erhalb ihres Wohnorts beizutreten, wenn dort das Angebot f?r sie besser ist. Auch Kinder und Jugendliche werden hin- und hergefahren, um die f?r sie optimale Betreuung zu erreichen. Fu?ball und Tischtennis als einziges Ange?bot eines Vereins ist ?out?.?Der Bedarf an stabiler Betreuung ist gewachsen, weil auch die Konkurrenz der Vereine/Einrichtungen gr??er geworden ist.
Auf unsere gesamte Umgebung bezogen verlangt das entweder mehr Ehrenamtler als noch vor 30 Jahren oder h?here ?bungsbeitr?ge, wenn Hauptamtler die Betreuung ?bernehmen m?ssen.
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Allein der SV Holtsee, in dem zahlenm??ig fast jeder zweite Holtseer Mitglied ist, hat in den letzten 30 Jahren vermutlich viel mehr Sparten und mehr unterschiedliche Aktivit?ten ?im Angebot?. Wahrscheinlich gibt es auch in den traditionellen Sparten mehr Mannschaften und kleinere Betreuungsgruppen.
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Weitere Beispiele f?r ein ?ber die Jahre gewachsenen Bedarf an Ehrenamtlern:
- Wir haben in Holtsee einen Kindergarten, der fordert auch Ehrenamtler.
- Vor 20 Jahren hatten wir keine eigene kommunale Volkshochschule.
- Ich vermute, dass auch bei der Feuerwehr durch die technische Entwicklung weitere Warte eingerichtet werden, die damit eine weitergehende Verantwortung haben, als einfach nur Mitglied zu sein, das f?r den m?glichen Einsatz ?bt.
- Die Anzahl der GemeindevertreterInnen ist vom 9 auf 13 gestiegen
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Auch in unserer Gemeinde gibt es trotz der vorhandenen gro?en Bereitschaft noch Bedarf f?r weitere ehren?amtliche Unterst?tzung, seien Sie doch mit dabei.
Hubertus Fiedler




 
Serpil Midyatli, MdL
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Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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