SPD-Holtsee

Aus dem Kreistag 2008 12

 Unser Ziel: Klimaschutzkreis Rendsburg-Eckernförde

Claudia Sieg, Umelt- und Bauausschuss des Kreises"Der Klimawandel hat uns im täglichen Leben schon lange erreicht, weitere Folgen des Klimawan­dels sind absehbar. Deshalb ist lokales, kommunales Handeln nötiger denn je. Andere Regionen und Städte wie Trier, München, Kiel, Stormarn machen es uns schon vor, “ sagt Claudia Sieg, Mitglied im Umwelt –und Bauausschuss des Kreises. (eMail: ClaudiaSieg@gmx.de)
 
„Die SPD will sich deshalb besonders dieses Themas an­nehmen.“ Martin Tretbar-Endres, Mitglied im Wirt­schafts­ausschuss des Kreises betont: „Klimaschutz in unse­rem Kreis sichert nicht nur die Überlebenschancen der Menschen heute und zukünftiger Generationen, sondern schafft auch Be­schäftigung vor Ort. Klimaschutzpolitik ist daher immer auch Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und deshalb ein besonderes sozialdemokratisches Anliegen.“
 
Die SPD-Kreistagsfraktion setzt sich dafür ein, dass der Kreis Rendsburg-Eckernförde zum Kli­ma­schutzkreis wird. Als erster Schritt dazu soll der Kreis zum 1. Januar 2009 wieder dem Klima­bündnis von Städten, Gemeinden und kommunalen Gebietskörperschaften beitreten und sich da­mit zu einer nachhaltigen Verminderung (10 Prozent in 5 Jahren) des CO² – Ausstoßes ver­pflichten.
Um die mit dem Beitritt zum Klimabündnis eingegange­nen Selbstverpflichtungen zu erreichen, soll der Kreis nach Auffassung der Kreistagsfraktion ein Klimaschutz­programm mit konkreten Maßnahmen erarbeiten. Dazu beantragt die SPD-Fraktion für den Haushalt 2009 insge­samt 100.000 für Maßnahmen wie:
Die personelle Aufstockung der Klimaschutzstelle
Verleihung eines Klimaschutzpreises des Kreises
Erarbeitung eines Klimaschutzprogramms unter Beteiligung der Selbstverwaltung, der Ge­mein­den des Kreises sowie Akteuren aus dem Natur- und Umweltbereich, der Wirtschaft und der Wissenschaft
Klimaberatung für Kommunen, Unternehmen und Bürger sowie besondere Kli­mainformationsangebote für Schulen und Bildungseinrichtungen
Klimaschutztage im Herbst 2009
Oder auch Energiesparmaßnahmen bei kreiseigenen Liegenschaften (Wärmedämmung, Ener­gie­pass) und energetische Sanierung, die Nutzung von regenerativen Energiequellen(z.B. Solar­anla­gen) und die Nutzung heimischer Hölzer und Baumaterialien bei Neu- und Ersatzbeschaf­fung- sowie –bauten.
Einschneidende Maßnahmen soll der Kreis nach den Vorstellungen der SPD auch im Verkehrs­be­reich ergreifen wie etwa die Verbesserung und Vertaktung des ÖPNV-Angebotes und der Pend­lernetze; in Zusammenarbeit mit der Stadt Kiel soll das Projekt „Stadt- Regionalbahn“ auf den Weg gebracht werden.
Der Kreis soll klimaschonende, wenn möglich sogar klimaneutrale Wirtschaftsansiedelungen mit BHKW oder anderen Kraft–Wärme–Kopplungen und regenerative Energien für Gewerbeflä­chen unterstützen.
Und last, but not least: Der Kreis soll auch die Möglichkeiten der Natur als C0²-Minderer nut­zen: Neuwaldbildung, Moore sowie Ausweisung von Flächen für Windenergieanlagen, Unterstüt­zung der Repower-Ansiedlung durch Ausweisung einer Fläche für eine Pilotanlage sind hier ge­nauso Stichworte wie der weitere Ausbau der Ab­fallwirtschaft zur klimaschonenden Kreislaufwirtschaft.
Und übrigens: Nicht nur der Kreis kann Mitglied im Klimaschutzbündnis werden, sondern jede Gemeinde. Deshalb sollten sich die SPD-Ortsvereine überlegen, ähnliche Ziele in ihren Gemein­den auf den Weg zu bringen.
Claudia Sieg
Martin Tretbar-Endres
 
Serpil Midyatli, MdL
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Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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