SPD-Holtsee

Klima im Wandel

Klima im Wandel

Sintflutartige Regenfälle, Som­mer mit Bruthitze, Winter ohne Schnee – längst ist der Klima­wandel in Deutschland ange­kommen, so titelte eine aktuelle Studie im Springer Verlag.

Zugvögel fliegen im Herbst später ab und kommen im Frühjahr eher zurück. Pflanzen blühen immer früher. Auch an der Küste sind die Folgen des Klimawandels längst angekom­men. Vielen Fischen wird es zu warm, sie ziehen in küstenfer­nere Regionen ab, dafür sind inzwischen Wärme liebende Arten, wie Rippenquallen, deren Auftreten ein großer wirtschaft­licher Verlust für die heimische Fischerei bedeuten kann, zu fin­den.
Auch bei Erreichen der ehrgei­zigen Klimaziele wird eine Er­wärmung der Erde um ca. 2°C nicht mehr zu verhindern sein. Ohne wesentlich beherztere Maßnahmen zur CO²-Minde­rung werden die volkswirt­schaftlichen Kosten des Klima­wandels nach einer Studie des DIW in den nächsten 50 Jahren auf 800 Milliarden Euro alleine für Deutschland steigen.
Global wie lokal müssen dabei die Ärmsten die größte Last tra­gen. Noch kann das Schlimmste durch konsequente Verringe­rung der Treibhausgasemissio­nen verhindert werden. Auch wir in Holtsee haben Hand­lungsmöglichkeiten, die wir nut­zen sollten.
Ein Anfang ist gemacht. Bei den zum Erhalt der Turnhalle not­wendigen Investitionen wurden auch Maßnahmen zur deutli­chen Reduzierung des Energie­bedarfs beschlossen. So wird der prognostizierte Energiebe­darf für die Heizung der Halle durch die Isolationsmaßnahmen um rund 40 % sinken.
Wir sollten uns in der Gemeinde aber nicht damit zufrieden ge­ben.
 
 Es gibt noch viele weitere Mög­lichkeiten, z.B.:
  1. Wechsel zu einem Stromanbieter mit rein regenerativer Stromerzeugung (z.B. Greenpeace Energie, Lichtpunkt u.a.)
  2. Einrichtung einer Energieberatung für die Bürger und Bereitstellung von Informationsmaterial auf der Homepage und beim Amt.
  3. Bau eines Blockheizkraftwerkes zur Versorgung der kommunalen Gebäude mit Heizenergie, Einspeisung des Stromes in Netz. Ausnutzung der eingesetzten Energie zu ca. 80 %.
  4. Ersatz von normalen Glühlampen durch Energiesparbeleuchtung wo immer es geht. Bei notwendigem Ersatz von Straßenlaternen kauf von LED-Lampen.
  5. Einbau von Heizungsthermostaten, die automatisch die Heizung bei geöffnetem Fenster abdrehen.
  6. Einsatz für eine bessere Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs um Individualverkehr zu vermindern.
  7. Mobilitätserziehung in der Schule. Was gibt es noch außer Auto und Mamataxi?
  8. Bau einer Bürgersolaranlage auf dem Dach der alten Schule. Lasst uns Holtsee zur Solarhauptstadt machen.
  9. Wann immer Ersatz beschafft werden muss auf energiesparende Geräte umsteigen.
  10. Bei den notwendigen Umbauten am Klärwerk auf maximale
    Energieminderung setzen.
  1. Weitere Ideen gesucht. Kommen wir zusammen und diskutieren die Möglichkeiten- Motto: „Wir heizen ein“
Den Energiebedarf zu reduzie­ren ist volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich ohne Al­ternative. Eingesparte Energie muss nicht teuer gekauft wer­den!

Ingo Ratajczak
Vorsitzender Ausschuss für Bau- und Wegeangelegenheiten, Landschaftspflege und Umweltschutz

 
Serpil Midyatli, MdL
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Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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