SPD-Holtsee

Interview Carsten Schley

Carsten Schley

Carsten Schley, Gemeindearbeiter

Quark (Q): Carsten, du bist jetzt seit 1. März unser neuer Gemeindearbeiter; eingestellt, um von Manfred Ströh, der seine aktive Arbeitszeit am 30.11.2012 beendet hat, die Auf­gaben zu übernehmen. Nach nun 10 Monaten:
Macht Dir Deine Arbeit noch Spaß?

Carsten Schley (CS): Die Arbeit gefällt mir gut, allerdings musste ich mich an die Wetterabhängigkeit erst mal gewöhnen, regelmäßiges Draußenarbeiten kannte ich bisher nicht. Ich bin auch mal gespannt, was der Winter an neuen Aufgaben und Erfahrungen für mich bringt.

Q: Wie bist Du denn überhaupt auf die Stelle aufmerksam geworden?

CS: Mit meinem vorherigen Job war ich unzufrieden; sehr Kräfte zehrender Schichtdienst. Ich hatte deshalb immer auch etwas Neues gesucht. Der Tipp für  die Bewerbung in Holtsee kam aus der Familie. Finanziell habe ich mich damit zwar verschlechtert, habe aber den Vorteil, da ich in Holtsee wohne, mit dem Fahrrad zur Arbeit  zu kommen. Meine Frau und ich konnten gleich auf unseren Zweitwagen verzichten.

Q: Welche Voraussetzungen bringst Du für die Aufgaben mit? Hast Du für die Arbeit Schulungen und Zusatzausbildungen machen müssen?

CS: Ich bin ausgebildeter Elektroinstallateur und habe als Elektromechaniker  rd. 8 Jahre gearbeitet. In der Gemeinde kann ich damit einige Aufgaben übernehmen, die früher vergeben werden mussten, denn ich darf viele Elektroarbeiten selbst erledigen. Viel lernen musste ich für die Arbeiten im Klärwerk. Dafür habe ich an Schulungen teilgenommen und ein 2-wöchiges Praktikum im Meisterklärwerk in Fockbek gemacht.

Q: Jetzt verstehe ich, warum Ulfert bei Elektroarbeiten sagt: „Das macht Carsten.“ Wie war und ist denn die Einarbeitung? Hast Du schon alle anstehenden Arbeiten gemacht?

CS: Die ersten rund 2 Monate war ich fast ausschließlich auf dem Klärwerk und danach bin ich mit Manfred unterwegs gewesen. Einmal die Woche habe ich weiterhin im Klärwerk gearbeitet, weil ich dort später dann auch arbeiten werde, wenn Holger abwesend ist.

Q: Wie sieht denn Dein normaler Tagesplan aus?

CS: Mein Tag beginnt um 6:00 Uhr mit einem Kontrollgang in Schule und Turnhalle. Dort liegt dann auch an einigen Tagen eine kleine Liste, die ich abarbeiten muss.  Im Sommer muss ich auch täglich den Gänseschiet am See wegmachen und die WC dort kontrollieren.

Eine kleine Auswahl der regelmäßigen Arbeiten sind Mäharbeiten z.B.  von Sportplatz und Badestelle, Umsetzen des Geschwindigkeitsmessgeräts, Wasserwerk spülen, Beleuchtung an Gebäuden und Straßen prüfen und Leuchtmittel erneuern, Müll sammeln, Hundekotbeutel nachfüllen, Beauftragung und Koordination von Handwerkern. Natürlich auch die Straßen und Wege sauber zu halten und die Beete zu pflegen und zu bepflanzen. Dazu gehören auch der Kirchweg Eiderhufe und der Wanderweg Triangel bis zur Eiderbrücke.

Es gibt dann auch Arbeiten, die nur sehr selten anfallen, wie z.B. das Abbauen der Bänke im Herbst und das Aufbauen im Frühjahr oder die Schredder-Aktionen.  Interessant war auch die Auswahl unseres neuen Kommunaltreckers. - Insgesamt eine bunte Mischung von Arbeiten, die mich immer in Trab halten!

Q: Stehen in nächster Zeit Veränderungen an?

CS: Ja, denn wenn unser Wasser komplett aus Rendsburg kommt, wird unser Wasserwerk zurückgebaut und die Wartungsarbeit dort entfällt. Mit der Biowärme wird vielleicht neue Arbeit hinzukommen?!

Q: Kennst Du inzwischen alle Holtseer/innen?

CS: Das glaube ich nun nicht, es werden aber täglich mehr. So langsam lerne ich selbst auch immer mehr Personen und Namen im Dorf kennen.

Q: Carsten, vielen Dank für das Gespräch! Dir weiterhin viel Spaß bei der Arbeit.

 
Serpil Midyatli, MdL
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Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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