SPD-Holtsee

B├╝rgermeisterin trifft (Ober)B├╝rgermeister

B├╝rgermeisterin trifft (Ober)B├╝rgermeister

Interview mit Torsten Albig, SPD-Spitzenkandidat zur Landtagswahl

Das Gespr├Ąch f├╝hrte Andrea Gellert, B├╝rgermeisterin der Gemeinde Bredenbek

 

Andrea Gellert: Lieber Torsten, wie hast du dich gef├╝hlt, als bekannt wurde, dass du der n├Ąchste Spitzenkandidat f├╝r das Amt des Ministerpr├Ąsidenten Schleswig-Holstein bist? Vor allem, was hat deine Familie dazu gesagt???

Torsten: Ich habe mich sehr gefreut, mit einer so gro├čen Zustimmung von meiner Partei gew├Ąhlt worden zu sein. Nat├╝rlich hat sich auch meine Familie mit mir gefreut.

Warum hast du dich so schnell auf den Partner Ralf Stegner festgelegt? Ich wei├č, die Frage magst du nicht mehr h├Âren, aber ich werde immer noch gefragt, was dich wohl dazu bewogen hat.

Torsten: Es ist in unserer Partei von gro├čer Wichtigkeit, dass wir geschlossen auftreten. Nichts m├Âgen die Menschen weniger als Zerstrittenheit. Deshalb war es mir wichtig, sehr schnell die Hand zu reichen. Ich freue mich, dass Ralf die Hand ergriffen hat. Das letzte halbe Jahr haben wir auch deshalb sehr erfolgreich f├╝r unsere Partei gestaltet.

Was bietest du den Menschen in SH als Person? Also warum sollen sie gerade dich und damit nat├╝rlich die SPD w├Ąhlen?

Torsten: Ich m├Âchte, dass unser Land und seine Menschen endlich wieder mit Hoffnung in die Zukunft schauen. Dazu braucht es einen Ministerpr├Ąsidenten, der wieder auf die Menschen zugeht, ihnen zuh├Ârt und sie ernst nimmt. Mit den B├╝rgerinnen und B├╝rgern gemeinsam werden wir alle Herausforderungen, die vor uns liegen, erfolgreich meistern k├Ânnen.

Das Vertrauen der Menschen in die Politik und vor allem in die Bildungspolitik ist kr├Ąftig gesunken. Lehrerstellen werden einfach gestrichen, auf kommunaler Ebene merken wir dies besonders, leider wurde z.B. die kleine Grundschule in Achterwehr geschlossen. Kurze Beine, kurze Wege. Das war leider einmal. Gibt es keine Investitionen mehr in die Bildung der Schleswig-Holsteiner?

Torsten: Es wird von entscheidender Bedeutung f├╝r unser Land sein, dass wir das ┬äkl├╝gste Land┬ô werden. Es hilft nichts, das billigste zu sein. Wir haben leider keine Rohstoffe wie unsere Freunde in Norwegen. Also m├╝ssen wir daf├╝r sorgen, dass unsere Kinder die beste Ausbildung erhalten, die m├Âglich ist. Daf├╝r brauchen wir gute Kinderg├Ąrten, Schulen und Hochschulen und begeisterte Menschen, die unserer Kinder ausbilden.

Schleswig-Holstein ist eines der sch├Ânsten L├Ąnder. Windkraftanlagen versch├Ânern ja nicht gerade die Landschaft. Wie kann Schleswig-Holstein trotzdem der Entwicklungsmotor f├╝r die n├Ąchste industrielle Revolution sein?

Torsten: Es ist unsere historische Aufgabe zu beweisen, wie eine moderne Industriegesellschaft in der Nachatomzeit mit Energie versorgt werden kann. Wenn nicht wir, wer sonst? Der Industriebereich rund um erneuerbare Energien ist der Wachstumstreiber f├╝r unser Land. Hier stecken Wettbewerbschancen und viele Arbeitspl├Ątze. Wir m├╝ssen nur langsam in die Puschen kommen, sonst wird dieser Markt in Asien verteilt.

Zusammenarbeit der Gemeinden wird ja immer so gro├č geschrieben. Leben k├Ânnen dies leider allerdings die wenigsten, so z.B. unser interkommunales Gewerbegebiet an der A 210. Wir sitzen hier seit ca. 10 Jahren auf leeren Gewerbefl├Ąchen. Wie kann man dies ├Ąndern und auch noch Arbeitspl├Ątze schaffen?

Torsten: Es wird in Zeiten zunehmend knapper Kassen immer wichtiger, dass wir zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterst├╝tzen. Wer immer noch glaubt, er k├Ânne zu Lasten seines Nachbarn stark werden, der s├Ągt an dem Ast, auf dem er selber sitzt. Wir brauchen gemeinsame Planungsr├Ąume und m├╝ssen begreifen, dass der Erfolg der umliegenden Kommunen auch der eigene Erfolg ist. Um Gewerbegebiete zu f├╝llen, brauchen wir abgestimmte Ansiedlungsstrategien. Wirtschaftsverb├╝nde, in denen wir partnerschaftlich zusammenarbeiten, sind daf├╝r ein guter Weg.

Drei neugierige Fragen zu Pers├Ânlichem m├╝ssen auch noch sein:

Lieblingsessen?   Alles mit Nudeln.

Lieblingsfarbe?   Rot.

Lieblingsurlaubsort? Zu Hause im Garten.

Und du darfst auf eine einsame Insel und eine gute Fee erlaubt dir, drei Dinge mit auf die Insel zu nehmen. Die w├Ąren?

Torsten: Das ist eine gef├Ąhrliche Frage, weil die meisten von uns mit den B├╝chern oder CDs, die sie in der Regel mitnehmen, ja bald verdursten und verhungern w├╝rden. Also: genug zu essen, genug zu trinken und einen lieben Menschen, der mir hilft, in der Einsamkeit zu ├╝berleben.

Andrea Gellert: Lieber Torsten, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast!

 

 

 
Serpil Midyatli, MdL
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S├Ânke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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