SPD-Holtsee

Gustav Ganter (98)

Liebe Leserinnen und Leser vom Quark!

 

Zum Jahreswechsel muss ich mich unbedingt noch mal zu Wort melden. Sie alle hatten, insbesondere die HWG, ja wohl eine Gans entspannte Advents­zeit. Da bin ich, Gustav Ganter, mir Gans sicher. Wir als Gänseschar leider nicht! Ab Herbst haben wir nämlich sowieso schon den Martinstag im Hinter­kopf und werden unruhig, aber was ihr Menschen euch jetzt geleistet habt, das schießt den Vogel ab! Tatsächlich schickt ihr uns die Jägerschaft auf den Hals und erlaubt denen, auf uns zu ballern? Dass ihr euch das traut, hätten wir niemals geglaubt.  Ich hätte erwartet, mit solcher Aktion kommt man auf die Titelseite der BILD und nicht auf die letzte Seite vom Quark. Ja richtig, die Gemeinde hatte dafür eine Genehmigung.  Aber ich frage mich: Muss Mensch denn unbedingt etwas machen, nur weil es erlaubt ist?

 

Wir hatten leider nur einen einzigen Fürsprecher, der dieses Tun missbilligt. Na ja, jedenfalls hat es einen kleinen Teil von uns getroffen. Mit Schwund ist zu rechnen. Allerdings weiß ich nur von einem Fall, der im Bräter gelandet ist und so ein letztes gutes Werk getan hat. Das Schicksal der anderen bleibt ungewiss.

 

Hatten wir uns nun gerade von dem Schrecken erholt, lasst ihr Menschen euch neue Unan­nehmlichkeiten für uns einfallen. Herr K. aus H. hat in dieser Beziehung ja wohl einen unerschöpflichen Ideenreichtum. Dieser Mann hat (mit einigen Helferlein) bunte Maurerschnüre in ca. zwei Metern Höhe quer über den See gespannt. Ja, RICHTIG! Wir können jetzt nicht mehr auf dem See landen.

 

Da frage ich mich: Was brauche ich Feinde, wenn ich Parteifreunde habe? Das mit der Feder im Parteilogo müssen wir Gans bestimmt überdenken. Warum habt ihr nicht, wie in Ottawa, die Drohne gegen uns eingesetzt? Ich, Gustav Ganter, weiß die Antwort: Ihr habt Angst vor Insekten und jammert schon bei dem kleinsten Mückenstich.

 

Die Bürgerinnen und Bürger fragen sich jetzt bestimmt, wo wir geblieben sind. Das sagen wir nicht, sonst verfolgt ihr uns womöglich noch. Vielleicht ziehen wir zum Nord-Ostsee-Kanal um, denn irgendwohin müssen wir ja. Dort würden wir auch schön den Randstreifen abfressen, dann entstehen dafür schon mal keine Kosten. Außerdem wären wir eine Attraktion für die Kreuzfahrtschiffe. Wenn diese vorbeifahren, stehen wir Spalier. Das wäre doch was! Endlich wird unsere Anwesenheit  gewürdigt. Der Kanal soll ja sowieso ausgebaggert werden, unsere Gänsesch.... ist auch gleich mit `raus und Mutti bezahlt!

 

Aber das ist erstmal nur so „`rumgesponnen“. Was wird, sehen wir noch. Bitte bleiben Sie, auch 2014, mit uns am Ball!

 

Bis dahin,

 

                Ihr Gustav Ganter

 
Serpil Midyatli, MdL

 

Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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