SPD-Holtsee

Einwohnerversammlung April 2008

 

Jetzt geht`s los!

Aus der Einwohnerversammlung

Am 14. April 2008 fand im Sportheim Holtsee eine Einwohnerversammlung statt. Eingeladen hatte die Gemeindevertretung: Die Bürgerinnen und Bürger sollen etwa halbjährlich über die wichtigsten Gemeindeangelegenheiten informiert wer­den. Doch dieses Mal gab es einen weiteren Grund.
Im letzten Jahr beschloss die Gemeindevertretung auf Antrag der SPD-Fraktion, ein langfristiges Planungskonzept für die Gemeinde Holtsee, angelegt für den Zeitraum 2008 – 2013, zu entwickeln. Näheres dazu können Sie dem Holtseer Quark 82 entnehmen oder – wenn Sie kein Exemplar mehr zur Hand haben – auch auf der Internetseite der SPD Holtsee nachlesen (www.spd-net-sh.de/rdeck/holtsee).
Im letzten halben Jahr haben die Ausschüsse der GV fleißig gearbeitet und Material gesammelt, so dass sie gut vorbereitet in die Einwohnerversammlung gehen konnten. Unter der Moderation von Christian Kühme kamen ca. 45 Einwohnerinnen und Einwohner Holtsees zusammen, um über zukünftige Handlungsfelder und Projekte zu diskutieren. Gemeinsam wurden Vorschläge und Maßnahmen bewertet. Drei Handlungsfelder kristallisierten sich während der Veranstaltung heraus: Jugendarbeit, Seniorenbelange und Planung Alte Schule.

  

Jugendarbeit: Vielen Anwesenden war es ein Anliegen, die Jugendarbeit in Holtsee wieder in Gang zu brin­gen. Sie erinnern sich vielleicht, dass das Schulgebäude einen Raum beherbergt, der einige Zeit als Ju­gendtreff diente. Organisatorische Schwierigkeiten, Probleme mit der Selbstverwaltung und den Regeln führten zur Schließung. Nun hat sich eine Arbeitsgruppe zusammengefunden - vier junge Holtseerinnen und zwei weitere Frauen fassten sich während der Einwohnerversammlung spontan ein Herz -, die dieses Projekt wieder mit frischem Schwung anpacken will.

 Seniorenbelange: Wir lesen es nahezu täglich, die Alterstruktur in Deutschland verändert sich. Das hat Auswirkungen in vielen Bereichen unseres Lebens, Planung ist hier also besonders wichtig.

Im Kiekut in Holtsee stehen zehn altengerechte Wohnungen zur Verfügung, die seinerzeit mit Mitteln des sozi­alen Wohnungsbaus entstanden sind. Nun endet demnächst diese Bindung, Holtsee hat dann keinen Einfluss mehr auf die Belegung. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit diesem Handlungsfeld befassen und überlegen, was die Gemeinde tun kann, Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Wohnen in Holtsee im Alter zu ermöglichen.

Alte Schule: Die Frage, was machen wir mit der Alten Schule, steht ja schon länger im Raum. Nun hat sich eine Arbeitsgruppe etabliert, die Ideen sammeln und konkretisieren will. Das Gebäude bietet sich dafür an, Beratungs- und Betreuungsanbote, Geselligkeit, Kulturelles und vieles mehr unter einem Dach zu versammeln. Und natürlich erschöpfen sich die sog. Seniorenbelange nicht im altengerechten Wohnen. Beide Arbeitsgrup­pen haben Berührungspunkte und Vernetzungsmöglichkeiten.

 Soviel zu den Ergebnissen der Einwohnerversammlung. Gestatten Sie mir zum Schluss noch einige persönliche Bemerkungen:

1. Ich freue mich, dass sich gleich drei Arbeitsgruppen gefunden haben, die sich am Planungskonzept beteili­gen wollen. Besonders erfreulich finde ich, dass sich auch sehr junge Menschen mit einbringen wollen.

2. Ich will nicht unbescheiden sein: Mit 45 Holtseer Bürgerinnen und Bürgern (inklusive GV-Mitglieder) wurde die Zahl von drei Personen, die sich in der Woche zuvor zur Veröffentlichung des F- und B-Plans einfanden, weit übertroffen. Aber vielleicht gibt es weitere Einwohner, denen die Zukunft Holtsees am Herzen liegt und die sich an der weiteren Planung beteiligen wollen.

 3. Eine Versammlung, die die künftige Entwicklung diskutiert, ist in der Gefahr, zum „Wünsch-dir-was“ aus­zuarten. Ich finde es erfreulich, dass dieser Versuchung nicht nachgegeben wurde. Alles, was für die Zukunft Holtsees erdacht wird, muss auch auf seine Finanzierbarkeit hin abgeklopft werden. Ich wünsche mir, dass kreative Wege gefunden werden und niemand enttäuscht aufgibt, weil manches vielleicht nicht oder nicht so­fort realisiert werden kann.

4. Eine letzte Bitte noch: Im Holtseer Quark 82 sprachen wir davon, dass Holtsee ein „Gesamtziel,  ein Leit­bild“ braucht. Auf diesem Wege sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen, wir haben Handlungsfelder und Themenbereiche entwickelt. Und dennoch bitte ich Sie, darüber nachzudenken, wie Sie Holtsee einschät­zen:

 Was gefällt Ihnen besonders an unserer Gemeinde und möchten es deshalb erhalten oder sogar verstärkt sehen? Was gefällt Ihnen weniger und sollte deshalb abgeschafft oder gemindert werden? Welche Stärken, welche Schwächen weist Holtsee auf und was könnte man dafür bzw. dagegen tun? Was ist für ein gutes Leben in Holtsee unverzichtbar?

 Teilen Sie uns Ihre Bewertung mit, wir würden uns freuen. Und vielleicht wächst in Ihnen der Wunsch, an der Umsetzung mitzuarbeiten. 

 

Monika Eilbrecht-Petersen, Schul-, Kultur- und Tourismusausschuss
 
Serpil Midyatli, MdL

 

Sönke Rix (MdB)
Ulrike Rodust (MdEP)

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