SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Keine Placebo-Politik bei Pflege

Veröffentlicht am 19.02.2011, 17:32 Uhr     Druckversion

„Die aktuellen pflegepolitischen Vorschläge der Bundesregierung finden der bei der Kreis-Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD keinen Zuspruch,“ .erklärt der Kreisvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Hans Peter RobinSowohl das von Frau Schröder vorgeschlagene Modell der sogenannten Familienpflegezeit als auch Herrn Röslers Vorschlag, Betroffene auf Kur zu schicken, sind reine Placebo-Vorschläge. Offenbar ist den Ministern die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht vertraut. Wer, wie die meisten Frauen, schon bei Vollzeitbeschäftigung ein geringeres Einkommen hat als Männer und bei Teilzeit ohnehin kaum ein Existenz sicherndes Einkommen hat, wird mit 75% des letzten Einkommens seinen Lebensunterhalt nicht mehr alleine bestreiten können. Dass die Beschäftigten, die eine Familienpflegezeit in Anspruch nehmen, die Risiken der Arbeitgeber selbst mit einer Versicherung abdecken sollen, ist schlicht ein Witz! Schröders Modell birgt erneut die Gefahr, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Der Karrierekiller Nummer eins ist Teilzeitarbeit - schlechterer Lohn für gleiche Arbeit sowie geringere Qualifizierungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Deshalb wird das Modell auch von Männern weniger in Anspruch genommen werden - wie das Elterngeld zeigt. Auch Herrn Röslers Kuren sind da nur noch ein billiges Trostpflaster.

„Für die häusliche Pflege und Betreuung fordern wir ein Gesamtkonzept,“ so Robin. Pflegende Angehörige brauchen Zeit und Unterstützung, um Beruf und Karriere einerseits mit der Unterstützung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen andererseits vereinbaren zu können. Die SPD-AG 60 plus unterstützt die Bundespartei bei dem Vorschlag, ein Pflegezeitmodell mit Lohnersatzleistungen einzuführen, das geschlechtergerecht ausgestaltet sein muss. Dazu gehören aber auch eine Verbesserung der Infrastruktur sowie bezahlbare Dienstleistungen zur Unterstützung der häuslichen Pflege. Mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff können professionelle Pflegedienstleistungen passgenauer angeboten werden. “Um ein Bittstellerstatus von vornherein zu vermeiden, brauchen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer klare Rechtsansprüche statt freiwilliger Vereinbarungen,“ fordert Robin weiter.


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