SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

CDU wirft Elternvertretung aus Gesprächsrunde

Veröffentlicht am 12.04.2011, 18:15 Uhr     Druckversion

Eklat im Landesförderzentrum Sprache

Kommentierte Pressemitteilung des „Landeselternbeirates für Grundschulen und Förderzentren in Schleswig-Holstein“ vom 9.4.2011
Mit den Worten „Sie sind nicht eingeladen!“ verweigerte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Heike Franzen gestern dem 2. Vorsitzenden des Landeselternbeirats der Grundschulen und Förderzentren (LEB) Thomas Waskow die Teilnahme an einer Gesprächsrunde zum Erhalt des Landesförderzentrums.
„Das geht überhaupt nicht – So geht man nicht mit den Eltern und deren offiziellen VetreterInnen um!“, kommentiert Ulf Daude, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) RD-Eck, dieses Verhalten. „Elternvertreter sind ein wichtiger Bestandteil in solchen Gesprächen und gehören da hin. Anscheinend stört es die CDU, wenn es andere Meinungen in einer Debatte gibt und versuchen sie tot zu schweigen. Was für ein Demokratieverständnis!
Am 8.4.2011 wurde das Landesförderzentrum Sprache in Wentorf erneut von der CDU-Landtagsfraktion besucht, um über die geplante Verlagerung nach Schleswig zu sprechen. Mit deutlichen Worten warf Frau Franzen dabei den 2. LEB-Vorsitzenden Thomas Waskow aus der Versammlung. Ebenso wie Innenminister Klaus Schlie, der gleichzeitig der örtliche Wahlkreisabgeordnete ist, wollte auch Frau Franzen den Landeselternbeirat nichtdabei haben. Dabei hatte der Schulelternbeirat den Landeselternbeirat um Teilnahme und Unterstützung in dieser schwierigen Situation gebeten.
„Wir fragen uns, ob das nun der neue Umgang der CDU mit den Elternvertretern ist? Insbesondere fragen wir uns das, da Frau Franzen - wie sie immer wieder betont – selbst einmal LEB-Vorsitzende war. Oder hat die CDU Angst, sich den kritischen Fragen des Landeselternbeirat vor Ort zu stellen?“ fragt sich Thomas Waskow.
Alle anderen Parteien hätten jedenfalls keine Probleme mit der Anwesenheit des Landeselternbeirats gehabt.
Der 1. Vorsitzende des Landeselternbeirats Henning Nawotki zeigt sich empört über den Vorgang. „Wir sind ständig um eine gute Kommunikation und ein konstruktives Verhältnis zur Politik bemüht. Unlängst hat die CDU-Landtagsfraktion in einem Gespräch, an dem der Fraktionsvorsitzende Dr. Christian von Boetticher und Frau Franzen teilgenommen haben, erklärt, dass der CDU ein gutes Verhältnis zu den Elternvertretern wichtig sei.
Wenn aber nun eine Landtagsabgeordnete den Landeselternbeirat aus einem Gespräch in einem Landesförderzentrum wirft, dann spricht das eine ganz andere Sprache. Dazu haben wir die CDU-Fraktion schriftlich um Erklärung gebeten. Frau Franzen als Abgeordnete für den Wahlkreis „Schleswig-Nord“ sollte sie auch die Frage beantworten, ob sie die Gespräche wirklich ergebnisoffen führen wollte. Denn schließlich soll das Förderzentrum nicht irgendwo hin gehen sondern genau nach Schleswig umziehen.“
Der Landeselternbeirat der Grundschulen und Förderzentren ist die gesetzliche Vertretung aller Eltern, die Kinder an Grundschulen und Förderzentren haben. Er vertritt die Interessen der Eltern von 140.000 Schülern (43% aller Schüler) an 585 Schulen (65% aller Schulen) in Schleswig-Holstein.

Ulf Daude

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