SPD im Kreis Rendsburg-Eckernförde

Großes Interesse am Thema „Älter werden im Dorf und Quartier“

Veröffentlicht am 26.09.2011, 13:52 Uhr     Druckversion

Veranstaltung der Kreis-SPD traf thematisch „den Nerv“

75 Gäste konnte SPD-Kreisvorsitzender Sönke Rix im Audofer Hof in Schacht-Audorf begrüßen: Gemeindevertreter, Seniorenbeiräte, gleich drei Landtags-abgeordnete und viele am Thema „Älter werden in Dorf und Quartier“ interessierte Bürgerinnen und Bürger. Moderiert von Dieter Schönfeld, Bürgermeister von Bad Segeberg, beleuchteten die sieben Referenten notwendige Vorkehrungen für eine „schon sehr nahe Zukunft“, in der sich die Zahl der Menschen über 70 in den Gemeinden verdoppeln wird. Schönfeld: „ Das ist eine Herausforderung für Planung und gute soziale Gestaltung vor Ort.“

Die Referenten aus dem Bereich Planung und Beratung (Rüdiger Waßmuth, KIWA) und Cornelia Plewa (Planungsgruppe Plewa, Flensburg) machten klar, dass radikal umgedacht werden muß. Ohne vorbehaltlose Kooperation der Gemeinden im ländlichen Raum, ohne Verknüpfung örtlicher Angebote, ohne Prioritäten und mutige lokale Lösungen, die bezahlbar bleiben, werde es nicht gehen. Auf den Zubau von Pflegeheimen sollte unbedingt verzichtet werden.

Selbst für den zukünftigen Mehrbedarf an Betreuung im stationären Bereich sei der Kreis Rendsburg gut gerüstet, so Ulli Kaminski, Vorsitzender des Sozialausschusses im Kreistag, und verwies auf das landesweit problematische Überangebot an Plätzen in Heimen.

Beispiele für Alternativen zum Pflegeheim zeigten Maren Mathiessen, Sozialstation Hürup und Susanne Jahn von der „Brücke“ auf: Haus- und Wohngemeinschaften mit ehrenamtlicher wie professioneller Begleitung der Bewohner, sogar für Menschen mit sehr hohem Betreuungsbedarf, wie Demenzkranke ermöglichen ein Leben in Selbstbestimmung, auch mit vielen altersbedingten Einschränkungen.

In die gleiche Richtung ging das Modell der Diakonie Rendsburg, das Hedwig Gebhardt vorstellte. Ältere Menschen in passende Gastfamilien zu vermitteln, sei gerade für kleine Orte und ländliche Regionen ohne Infrastruktur eine sehr individuelle Möglichkeit einer Betreuung, für die es aber beratende Hilfe geben müsse.
Von den Erfahrungen aus einer Gemeindevertretung, die seit 2008 daran arbeitet, ihr Dorf demografiefest zu machen, berichtete Andreas Fleck aus Felde, der gemeinsam mit der Vorsitzenden der SPD Schacht-Audorf , Sabrina Jacob, die Veranstaltung auch organisiert hatte.

Sein Fazit: „Gründlich schlau machen, gut zusammenarbeiten, Bürger beteiligen und einen langen Atem haben. Die Suche nach einem Konzept für Dorf und Quartier ebenso wie nach Partnern zu dessen Umsetzung ist eine Herausforderung.“ Auch in Felde sei man noch nicht am Ziel. „Aber wir arbeiten dran. Für Parteipolitik und lokalpatriotische Eitelkeiten ist das Thema ungeeignet.“ Überall müsse es „jetzt losgehen“.

Kommentare
RE: Großes Interesse am Thema „Älter werden im Dorf und Quar, Andreas Fleck, (27.09.2011, 21:40 Uhr)
 
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